Petrosphäre 2/14

Herausgeberin: Erdöl-Vereinigung www.erdoel.ch

Aktuelle Informationen rund um das Erdöl.

Nr. 2

Juni 2014

Jede Schweizerin und jeder Schweizer fährt jährlich um die halbe Erde.

Bild: TP

Mobilität – Benzin und Diesel dominieren noch lange

Inhalt 1 Mobilität – Benzin und Diesel dominieren noch lange 2 Persönlich 3 Tankstellenshops: Der Jugend- schutz bleibt auf der Agenda 4 Wettbewerb: Rätselhaftes in der Energiepolitik 5 KliK – die Suche nach CO 2 -Kompensationsprogrammen 6 Rückblick auf den Branchentag 2014 der Erdöl-Vereinigung 8 Spots 9 Ohne Heizöl – weniger Komfort 11 Klimaschutz – der falsche Schwarze Peter 12 Spots

Jeden Tag sind wir über 80 Minuten lang unter- wegs – vor allem auf der Strasse und mit Benzin und Diesel. Mobilität sorgt für Diskussionen und rote Köpfe, ganz besonders wenn es um Umwelt, Infrastruktur und Finanzen geht. Ü ber Mobilität scheiden sich die Geister. Für die einen ist unsere Mobilität primär eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Des- halb ist, so wird etwa argumentiert, möglichst viel Verkehr zu vermeiden und das Strassen- netz nicht mehr auszubauen. Andere hingegen finden, eine von oben verordnete und begrenzte Mobilität passe nicht in unsere direktdemokra- tische und freiheitliche Schweiz. Wir kreisen um die halbe Erde Ob gut oder schlecht – Mobilität ist zuerst einmal eine Realität. Rund 20 000 km legen wir in der Schweiz pro Kopf und Jahr zurück – das ist eine halbe Erdumkreisung. Seit 1970 hat sich der Per- sonenverkehr verdoppelt. Drei Viertel davon deckt der private Strassenverkehr ab, der öffentliche Verkehr etwa 20%. Ähnlich beim Güterverkehr:

Seit 1970 hat er sich mehr als verdoppelt, der Strassengüterverkehr liegt heute bei 64%. Und: Gemäss Prognosen des Bundes ist bis 2030 beim Personenverkehr ein Plus von 25%, beim Güter- verkehr ein Plus von 45% zu erwarten. Der Stras- senverkehr bleibt klar dominant. Kurz: Unsere Welt bleibt in Bewegung, und zwar in erster Linie auf der Strasse bzw. mit Auto und Lastwagen. Wozu all die Mobilität? Weshalb sind wir alle ständig in Bewegung? Nur ein Viertel des Verkehrs hat mit dem Arbeitsweg zu tun (Pendeln). Rund 40% hingegen sind Frei- zeit- und 13% Einkaufsverkehr. Wir leben heute oft nicht mehr dort, wo wir arbeiten oder wo un- sere Eltern und Geschwister wohnen. Und das «Lädeli» im Dorf gibt es auch nicht mehr. Mobili- tät ist nicht böser Wille, sondern ein Muss. Sie hat sehr viel mit Lebensqualität und Freiheit zu tun, sie macht soziale Kontakte und kulturellen Austausch oft erst möglich. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Bei der Mobilität gibt es zwei heisse Fragen: die Umwelt sowie die Infrastruktur und deren Finanzierung.

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