Petrosphäre 2/14

Petrosphäre Nr. 2 / Juni 2014

Klimaschutz – der falsche Schwarze Peter Der negativen Stimmungsmache zum Trotz: Moderne Ölheizungen erfüllen alle umwelttechnischen Auflagen und haben eine prosperierende Zukunft vor sich. Denn Fakt ist: CO 2 ist nicht das Emissionsfaktoren für den Ausstoss von Methangas ( CH 4 ) 24 g/GJ

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gravierendste ökologische Problem. Gasheizungen stossen enorme Mengen des für die Atmosphäre viel schädliche- ren Methangases aus. Holzschnitzel- heizungen produzieren Unmengen Feinstaub, und Wärmepumpen werden mit Strom betrieben, der zu einem grossen Teil aus Atom- und Kohlekraft- werken stammt. D ie aktuelle Klimadiskussion lässt die Sachlichkeit oftmals vermissen. Polemik und die Verteufelung von bewährten Energieträgern tragen aller- dings nichts zur Verbesserung der Luft- qualität bei. Mit Reden alleine kann auch die Klimaerwärmung nicht gestoppt wer- den. Es sind technische Innovationen, die zur Effizienzsteigerung und zur Senkung des Verbrauchs beitragen. Die Heizölindustrie hat ihre Hausauf- gaben gemacht. Die Schweizer Luftrein- halte-Verordnung (LRV) schreibt heute für Heizöl Extra-Leicht einen maximalen Schwefelgehalt von 0,1% vor. Bei Öko- heizöl schwefelarm liegt der Wert sogar unter 0,005%. Und beim Wirkungsgrad schreibt die LRV 93% vor. Moderne Brenn- wertkessel erreichen heute Werte von 98 bis sogar 99%. Die strengen Normen der LRV werden durch die hochwertigen Heizölqualitäten und die moderne Öl- brennwerttechnik mühelos eingehalten. Verbesserte Öl- und Kesselqualität multiplizieren ökologische Wirkung

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12

8

4

0 Heizöl Extra-Leicht Ökoheizöl

Erdgas

Holzpellets Holzschnitzel

Quelle: Bundesamt für Umwelt (Bafu)

zelheizung ist die Feinstaubbelastung nicht weniger als hundertmal so hoch wie bei einer Ölheizung. Feinstaub schädigt nachweislich die Umwelt sowie die Atem- wege der Menschen. Die Wärmepumpe schliesslich benötigt in den kalten Jahres- zeiten bis zu 50% mehr Strom, um die gewünschte Leistung zu bringen. Oft wird dieser Strom von Atom- und Kohlekraft- werken im Ausland bezogen. Der in der Schweiz im Winter verbrauchte Strom ist also entweder mit Atommüll oder CO 2 aus Gas- oder Kohlekraftwerken belastet. Und somit ist mehr als fraglich, ob die Um- weltbilanz einer Wärmepumpe bei einer ganzheitlichen Betrachtung wirklich bes- ser abschneidet. Eine einseitige Betrachtung der Um- weltthematik wird der Sache also auf keinen Fall gerecht. Die Erdölbranche ent- wickelt nicht nur ihre Produkte weiter, sondern ist auch offen für Kombinations- lösungen. So lässt sich die Ölheizung z.B. sehr einfach mit einer Solaranlage kombinieren, was den Kunden weitere Einsparungsmöglichkeiten eröffnet (vgl. Seite 8 f.). Wer sagt jetzt noch, dass Erdöl und Umweltschutz sich nicht vertragen? Vielen Politikern würde es durchaus gut anstehen, sich in der Energiedebatte in- tensiver auf echte Fakten zu berufen, als bequem im Strom der vielfach wenig fun- dierten Ölkritiker mitzuschwimmen.

Treibhauseffekt: Methangas schädlicher als CO 2

Ganz entschieden widersetzt sich die Heizölbranche zu Recht dem Vorwurf, für die Misere im Umweltschutz alleine ver- antwortlich zu sein. Gemäss dem Bun- desamt für Umwelt (Bafu) produziert nämlich eine Gasheizung sechs Mal mehr Methangas als eine Ölheizung. Es ist er- wiesen, dass Methan um ein Vielfaches klimawirksamer ist als CO 2 (CO 2 -Äquiva- lent von 25, vgl. Frage 1 auf Seite 5). Pellets-, Holzheizungen und Wärme- pumpen – keine ökologischen Unschuldslämmer Die anderen Energieträger sind ebenfalls keine ökologischen Unschuldslämmer. Bei der Pellets- wie auch der Holzschnit-

Strom: Lieferantenmix im Jahr 2011

12,1%

1,6%

2,1%

41,9%

Wasserkraft Übrige erneuerbare Energien Geförderter Strom Kernenergie Fossile Energieträger Abfälle Nicht überprüfbare Energieträger

40%

1%

1,3%

Quelle: Bundesamt für Energie (BFE)

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