Petrosphäre 1/15

Herausgeberin: Erdöl-Vereinigung www.erdoel.ch

Aktuelle Informationen rund um das Erdöl.

Nr. 1

März 2015

Die Energiewende treibt alle Energiekosten in die Höhe.

Bilder: iStockphoto

Energiekonsumenten, zur Kasse bitte!

Inhalt 1 Energiekonsumenten, zur Kasse bitte! 2 Persönlich 4 Für Bitumen die Bahn 5 2014: Milder Winter lässt Heizölabsatz schmelzen 6 Die Welt verabschiedet sich von einem Fasspreis von über 100 Dollar 8 Spots 9 Luxus im grünen Bereich – mit Heizöl 11 Ölheizung und Wärmepumpen- boiler – hohe Effizienz zum bezahlbaren Preis 12 Spots

Zurzeit berät die Umwelt-, Raumplanungs- und Energiekommission des Ständerats die Energie- strategie 2050. Im Nationalrat verhalfen SP, CVP, BDP und GLP – die Parteien der Atomausstiegs- Koalition von 2011 – dem Paket im Dezember 2014 zum Durchbruch. Im Ständerat ist eine Neubeurteilung notwendig, obwohl das Bild der zweiten Etappe der Energiestrategie 2050 weiterhin sehr lückenhaft ist. S eit der Botschaft des Bundesrats zur Ener- giestrategie 2050 hat sich das Umfeld dramatisch verändert: Erdöl ist im Über- fluss vorhanden, sein Preis ist auf ein histori- sches Tief gesunken, der Franken dagegen ist auf einem ebenso historischen Hoch und bringt die schweizerische Exportindustrie in Bedräng- nis, ein Stromabkommen mit Europa ist bis jetzt nicht zustande gekommen. So droht die Schweiz auf der viel beschworenen «Kupferplatte Europa» zum unterprivilegierten «Drittstaat» zu werden. In Deutschland zeigen sich die wohl nicht be- absichtigten Nebenwirkungen der tiefen staat-

lichen Eingriffe immer deutlicher: Dank EEG- Umlage 1 gehören die Strompreise für deutsche Haushalte und KMUs zu den höchsten Europas. Gleichzeitig erlebt dort der Kohlestrom eine Renaissance, während die Wasserkraft hierzu- lande an den Rand des Ruins gedrängt wird. Die systemrelevante einstige Cashcow (mitunter auch der Kantone) muss sich nun in die Reihe der Subventionsempfänger stellen und mit Ge- schäftsmodellen herumschlagen, die jeglicher wirtschaftlichen Logik widersprechen. Es erstaunt daher nicht, dass die Frage häufiger und lauter gestellt wird, wer den Umbau des Energiesystems bezahlen soll. Von den Verant- wortlichen kommen beschönigende Vergleiche: Bundesrätin Doris Leuthard rechnete im Januar 2015 am Stromkongress vor, dass auch eine auf 2,3 Rappen pro Kilowattstunde Strom erhöhte kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) den durchschnittlichen Privathaushalt mit lediglich Kosten der Energiestrategie werden beschönigt

1 Erneuerbare-Energien-Gesetz (2014): Den Erzeugern von Strom aus erneuerbaren Quellen wird eine feste Einspeisevergütung garantiert.

1

Made with