ETT_Jahresbericht_2021_2022

ZAHLEN, ZAHLEN, ZAHLEN… Was man nicht messen kann, kann nicht verbessert werden. Von dieser Aussage bin ich ein grosser Ver- fechter. Seit ich hier in Engelberg angefangen habe, war ich auf der Suche nach besseren Zahlen, um zu analysieren, was in der Destination passiert, wo wir erfolgreich sind und wo wir noch Potentiale haben. Die Hochschule Sion bietet zusammen mit Swisscom einen Service an, der uns auf einen Schlag sehr vie- le Informationen liefert. Kernstück des Tools ist eine Auswertung der SIM-Karten, die sich in Engelberg bewegen. Die Swisscom kennt ihre Marktanteile in der Schweiz und beim Roaming im Ausland und kann eine relativ genaue Hochrechnung abgeben, wer mit welchem Herkunftsort nach Engelberg kommt. Er- gänzt werden die Daten durch AirDna – einem Tool, welches das Angebot und die Nachfrage auf Miet- wohnungsplattformen analysiert. Die nicht unerheb- lichen Kosten für diese Daten werden gemeinsam von der Einwohnergemeinde, dem Hotelierverein, den Titlis Bergbahnen und von ETT getragen. Auf den Seiten 24 bis 28 sind erste Analysen und Zahlen aus diesem Tool kombiniert mit unseren ei- genen Erhebungen dargestellt. Zum ersten Mal ha- ben wir Zahlen zu den Tagesgästen, eine Schätzung zum Gesamtferienwohnungsmarkt und eine Schät- zung zur Belegung unserer Zweitwohnungen. Leider haben wir den Vergleich zum Vorjahr noch nicht für alle Zahlen, werden dies aber in Zukunft darstellen können. Ich wünsche viel Spass bei der Lektüre und der Interpretation der Daten!

Hier möchten wir unsere Kräfte und die Tourismus- gelder einsetzen – sei es für die Unterstützung und Koordination attraktiver Angebote und Events, für die Bewerbung neuer Gäste und Firmenkunden, für eine hohe Auslastung der Zweitwohnungen, für die Be- treuung und Information der Gäste vor Ort oder für Aktivitäten, um zufriedene Stammgäste zu generieren. Welches Hotel, welche Ferienwohnung, welches Res- taurant, Bergbahn, Skischule oder Konzert sie dann buchen, oder ob sie sogar in einer Zweitwohnung wohnen, überlassen wir der freien Marktwirtschaft und stellen den Betrieben entsprechende Plattformen zur Verfügung. Die Details zu diesen Aktivitäten sind in den nachfolgenden Bereichsberichten ausgeführt. Ein wichtiger Schritt, damit wir uns auf unsere Kern- aufgaben konzentrieren können, ist die Übergabe der Veranlagung der Tourismusabgaben an die Ein- wohnergemeinde. Seit dem 1. Januar 2022 erfolgt die Rechnungstellung an die Betriebe und die Zweit- wohnungsbesitzer durch die Einwohnergemeinde. Diese Umstellung bewirkt einige Veränderungen in der Darstellung der Bilanz und Erfolgsrechnung, da wir die Tourismusabgaben neu monatlich als Akonto- zahlung von der Gemeinde erhalten und die Beiträge an die touristische Infrastruktur bereits abgezogen sind. Auf den Gesamtbetrag, den wir zur Verfügung haben, hat die Umstellung jedoch keinen Einfluss.

Andres Lietha, Direktor

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