impuls | August - Oktober 2022

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Antonius von Padua

Helenas Glaube und ihr christlicher Eifer waren erstaunlich. Sie stiftete viele Gotteshäuser, ihr Palast wurde zum Dom in Trier. Dort wird ihr Haupt bis heute aufbewahrt. Werktätige Liebe zu den Armen, große Frömmigkeit und großer Glaubenseifer zeichneten sie aus. Sie erreichte die Rückerstattung früher eingezogener Gotteshäuser und Güter. Kaiser Konstantin fasste den Plan, an der Stätte, wo Jesus den Tod erlitten hatte, ein Gotteshaus zu bauen. Helena reiste nach Palästina. Die Frage war, wo war das Kreuz Christi? Bei Ausgrabungen wurden drei Kreuze gefunden. Welches war das Richtige? Helena lies eine kranke Frau bringen, die nacheinander auf die Kreuze gelegt wurde. Das dritte Kreuz brachte die Heilung der Frau.

Auf der Auffindungsstätte ließ Helena die Grabeskirche errichten, die heute noch als Wunderwerk bestaunt wird. Sie legte auch den Grund für Kirchen über der Geburtsgrotte Jesu und auf dem Ölberg. Auf der Rückreise von Palästina verschied die fast achtzigjährige Helena in den Armen ihres Sohnes Konstantin. Ihr Leichnam liegt in Konstantinopel in der Kaisergruft. Leid hatte Helena zum Kreuz geführt. Im Zeichen des Kreuzes siegte ihr Sohn. Ihr war die Gnade der Kreuzauffindung geschenkt. Aus dem Kreuz schöpfte sie Kraft.

Auch für uns kann das Kreuz Heilung und Kraft bedeuten.

Elke Lindemann St. Josef

Quellen: „Heiligenlegende“ / Lorenz „An ewigen Brünnlein“ / Mutter Huberta

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