CF_4_2021

FUNDAMENT

Die Mitarbeiter in unseren Krankenhäusern und den anderen Einrichtungen haben manchmal geradezu Übermenschliches geleistet, um den Erkrankten und Gefährdeten beizustehen.

Menschen, soweit möglich, wieder gut leben oder, auch das ist wichtig, gut sterben können. Ihr Einsatz hat dazu beigetragen, dass unsere Gesellschaft nicht in unermessliches Leid gestürzt wur- de. Hier hat sich die Gemeinschaft der Mitarbeitenden in den Kranken- häusern und sozialen Einrichtungen bewährt und bewiesen, gegen jede Vereinzelungstendenz und nur am persönlichen Nutzen orientierten Egoismus. In wenigen Tagen feiern wir Weih- nachten, das Fest der Menschwer- dung Gottes. Gott, der in sich selbst Gemeinschaft ist, sucht die Ge- meinschaft mit uns Menschen. Die heilsame Begegnung mit seinem Sohn Jesus Christus hilft uns, unse- re Vereinzelung wie die Einsamkeit so vieler zu durchbrechen und uns am Ideal einer Gemeinschaft zu ori- entierten, in der jeder seinen richti- gen Platz hat. (R.N.)

ohne Mitglieder einer Hilfsorganisa- tion zu sein, einfach weil es gut tut, Menschen in Not zu helfen. Ähnliches gilt für die Zeit der Co- rona-Pandemie: Die meisten Men- schen in unserem Land waren und sind bereit, durch das Tragen einer medizinischen Maske, Abstandhal- ten und den Verzicht auf unnötige soziale Kontakte, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt deswe- gen unfrei gefühlt, wie manche ‚Querdenker‘. Die Mitarbeiter in den Krankenhäusern und den anderen Einrichtungen haben manchmal ge- radezu Übermenschliches geleistet, um den Erkrankten und Gefährde- ten beizustehen. Die vergangenen Monate haben einmal mehr deutlich gemacht, dass im ‚System Kranken- haus‘ und in den Seniorenhäusern jeder an seinem Platz wichtig und unverzichtbar ist, damit das gelingt, wozu wir alle hier arbeiten: dass

Der Autor

Pfarrer Dr. Reiner Nieswandt leitet seit 2019 die Katholische Krankenhausseel- sorge in Wuppertal. Er hat unter ande- rem geschrieben: „Reißt diesen Tempel nieder – Anstöße für eine andere Kirche“ (2019) und ganz aktuell: „Befreit. Gott – von der Enge in die Weite“.

CellitinnenForum 04 | 2021

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