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Hier eine kleine Kostprobe urbayerischer Küche, die den experimentierfreudigen Lesern hoffentlich schmecken
wird aber auch zum Üben und Überwinden sprachlicher Barrieren dienen kann….
Heute gibt’s „Obatzda“ (im sprachlichen Bereich durchaus schon eine Herausforderung)
Für 4 Personen:
• 200 g reifer Camembert
• 50 g weiche Butter
• 1 fein gewiegte (gewürfelte) Zwiebel
• etwa 3 EL Bier, Sahne oder Milch
• Salz, Pfeffer
• 1 TL Paprikapulver edelsüß
• 1 TL ungemahlener Kümmel
• Zwiebelringe und Schnittlauch-
(nach Geschmack)
röllchen zum Garnieren
Die Butter sollte weich sein, keinesfalls welche aus dem Kühlschrank verwenden. Die Butter in eine Schüssel
geben undmit einemSchneebesen schaumig schlagen. Danach den Camembert (sollte sehr reif sein) mit einer
Gabel fein zerdrücken und zur Butter geben, verrühren. Ebenso die Zwiebeln, das Bier (wahlweise die Sahne
oder die Milch) dazugeben und danach mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver pikant abschmecken. Der Obatzda
wird mit Paprikapulver oder etwas Kümmel (oder mit beidem) bestreut. Als Garnitur dienen die Zwiebelringe
und Schnittlauchröllchen. Zum Obatzden isst man in Bayern vorzugsweise Brezn oder Schwarzbrot.
Heute gibt’s „Obatzda“
Bayern, ein Land voller Traditionen und
Brauchtümer. Den „waschechten“ Bayern
erkennt man nicht allein am Tragen einer echten
„Krachledernen“ auf dem Oktoberfest sondern
viel mehr daran, dass er die dort angebotenen,
traditionellen Spezialitäten fehlerfrei in der
Aussprache und ohne sich die Zunge dabei
zu brechen, bestellen kann. Als gebürtige
Münchnerin muss ich zugeben: Ganz einfach ist
das nicht!