ADS Mandantenrundschreiben 03.13

Mandanten-Rundschreiben 3. Ausgabe 2013

I n h a lt 1. Steuern sparen bei der Vermögensübertragung 2. Aufzeichnung verdorbener Waren? 3. Aktuelles zum Datenzugriff und zu den Befugnissen der Betriebsprüfung 4. Baukosten für ein fremdes Gebäude 5. Vorsicht bei Rechnungsberichtigungen! 6. So können Sie den Personalaufwand Ihres Unternehmens bewerten

1.

Steuern sparen bei der Vermögensübertragung

Werden Vermögensgegenstände wie Immobilien, Autos oder Haus- rat verschenkt oder vererbt, fällt grundsätzlich Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer an. Diese Steuer kann reduziert oder im Idealfall so- gar vermieden werden, wenn man die gesetzlichen Freibeträge optimal ausnutzt. Damit eröffnen die Freibe­ träge, die alle 10 Jahre in Anspruch genommen werden können, attrak- tive Gestaltungsmöglichkeiten. Neben den persönlichen Freibeträ- gen (500.000,00 € für Ehegatten, 400.000,00 € für Kinder) können die weniger bekannten Freibeträge für Hausrat und andere Gegenstände effektiv genutzt werden. Die Übertra- gung solcher Vermögensgegenstän- de ist bereits zu Lebzeiten möglich. Der Freibetrag für Hausrat, der an die Kinder oder den Ehegatten ver- schenkt bzw. vererbt wird, beträgt 41.000,00 €. Zum Hausrat gehören beispielsweise Wohnungseinrichtungs­ gegenstände, Fotoapparate, Uhren, Goldschmuck und Silberbesteck.

Zusätzlich gibt es den Freibetrag für bewegliche körperliche Gegenstände, die nicht bereits zum Haushalt ge­ hören. Damit können zum Beispiel Autos und Fahrräder im Wert von bis zu 12.000,00 € steuerfrei an Kinder oder Ehegatten übertragen werden. Nicht steuerbefreit sind Zahlungs­ mittel, Münzen, Wertpapiere, Edel- metalle, Edelsteine und Perlen. Die Freibeträge für Hausrat und an- dere Gegenstände sind vor allem für die Übertragung von Schmuck oder Kunstgegenständen aus dem Wohn- umfeld interessant. Beispiel Ein Enkel möchte sich eine neue Wohnzimmereinrichtung samt passenden, angemessenen Kunst­ge- genständen für 40.000,00 € anschaf- fen. Die Großmutter könnte ihm hier- zu direkt 40.000,00 € schenken oder ihm denselben Betrag mit der Bestim- mung zuwenden, dass er damit vorab festgelegte Gegenstände erwirbt.

für Hausrat ist die gesamte Zuwen- dung steuerfrei, denn das Wohnzim- mer mit den passenden Kunstgegen- ständen ist als Hausrat anzusehen. Der persönliche Freibetrag wird da- durch nicht verbraucht und kann für Immobilien, Wertpapiere oder ande- res Vermögen genutzt werden. Wenn man bei der Zuwendung von Hausrat und beweglichen Gegen- ständen geschickt vorgeht, lässt sich die Steuerbelastung senken. Dies er- fordert eine entsprechende langfristi- ge Planung, bei der Ihr ADS-Berater Sie gerne unterstützt.

Sprechen Sie jetzt mit uns über das, was zählt.

Sofern der Abgrenzung von Hausrat und anderen Gegenständen eine erhebliche Bedeutung zukommt und es planerisch möglich ist, sollte sowohl der Freibetrag für Hausrat von 41.000,00 € als auch der Freibetrag für bewegliche körperliche Gegenstände von 12.000,00 € ausge- schöpft werden.

Durch Ausnutzung des Freibetrags

2.

Aufzeichnung verdorbener Waren?

Muss der Unternehmer bei einer Betriebsprüfung nachweisen, dass Waren seines Handelsbetriebes verdorben waren und nicht mehr

verkauft werden konnten? Der Verderb von Waren wird nicht gebucht, weil sich die Gewinnaus‑

wirkung automatisch ergibt: Waren- und Materialeinkäufe bucht der Kauf- mann in seiner Buchhaltung als Aufwand; den Bestand ermittelt er

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