GOLF TIME 4/2026
QUICK TIPP
IST ALLES ROUTINE
Mit seinem Sieg bei der TOUR Champion ship und dem FedEx Cup hat Scottie Scheffler seine Klasse erneut unter Beweis gestellt. Teil seines Erfolgs war dabei einmal mehr das Putten. Grund genug, einen Blick auf die Puttvorbereitung des Texaners zu werfen. Scotties Putting-Routine basiert beim Lesen der Grüns auf einem visuellen, gefühlsorientierten Ansatz. Dabei legt er größeren Wert auf die Kontrolle der Geschwindigkeit als auf eine möglichst exakt festgelegte Puttlinie. Zudem nutzt er den Claw-Griff für zusätzliche Stabilität. 1. VON HINTEN BEGINNEN Scottie beurteilt den Putt zunächst von hinter dem Ball, um sich einen ersten Eindruck vom gesamten Gefälle und der Ziellinie zu verschaffen. 2. ENTLANG DER PUTTLINIE Anschließend geht er die Linie ab und betrachtet den mittleren Bereich des Putts. Dabei achtet er auf Veränderungen der Break- und Graswuchsrichtung – besonders bei komplexen Putts oder solchen mit mehreren Breaks. 3. BLICK VON DER SEITE Von der Seite beurteilt er vor allem die Geschwin digkeit in der Schlussphase des Putts und achtet auf Änderungen der Graswuchsrichtung. Helle und dunkle Bereiche können Hinweise darauf geben, ob mit oder gegen die Wuchsrichtung gespielt wird. 4. DEN PUTT IN ABSCHNITTE UNTERTEILEN Statt auf einen winzigen Zielpunkt nahe am Loch zu zielen, unterteilt Scottie den Putt visuell in zwei Hälften. Dabei stellt er sich einen Bereich oder ein Zwischenfenster vor, durch das der Ball rollen soll. 5. KEINE AUSRICHTUNGSLINIE AUF DEM BALL Auf eine aufgemalte Linie auf dem Golfball oder eine körperliche Ausrichtung verzichtet Scottie in der Regel. Stattdessen bevorzugt er eine freiere, visuelle Vorstellung davon, wie der Ball zum Loch rollen soll. GT
SCOTTY SCHEFFLER Putting Ave. PGA Tour 2026
1,694 (3. Platz)
10 | GOLF TIME 4-2026
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