Fortbildung und Qualifizierung | 2. Schulhalbjahr 2020/2021

Fortbildung - Qualifizierung

■ ■ Creation Spirituality Frage des nachhaltigen Umgangs mit der Schöpfung Kompetenzorientierte Bausteine zumThema „Schöpfung“ für die Sek. I. Viele Jugendliche setzen sich nicht erst seit der Bewe- gung Fridays for Future für den Schutz des Klimas ein, übernehmen Verantwortung für den Umweltschutz und entwickeln eigene Ideen für ein Leben im ökologischen Gleichgewicht. Dabei ist es nicht immer leicht, gegen den Strom zu schwimmen und einer vom Nützlichkeitsdenken und Bequemlichkeit geprägten öffentlichen Meinung ent- gegenzutreten. Der Religionsunterricht kann die Jugend- lichen für eine ökologische Haltung sensibilisieren, denn erst, wenn die persönliche Verantwortung für die Bewah- rung der Schöpfung von den Schülerinnen und Schülern erkannt wird, kann ökologisches Engagement entstehen, das aus Überzeugung „alte“ Gewohnheiten und schlech - te Verhaltensweisen einschränkt. Der Religionsunterricht kann aber auch helfen, Schöpfungsverantwortung noch einmal tiefer zu verankern. So entfaltet Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si“ eine ganzheitliche Sicht. Der Grundgedanke: Schöpfung hat mit einem Plan der Liebe Gottes zu tun. Alles ist mit allem verbunden; es braucht daher eine universale Solidarität. Auf der Dankbarkeit für alles Geschenkte gründet sich ein achtsamer, liebevoller und bescheidener Lebensstil. Er trägt dazu bei, „unser ge- meinsames Haus“ zu schützen und zu bewahren, und führt zu einem erfüllten Leben. Zu Beginn der Fortbildung findet ein Besuch der Ausstel - lung zum Bildzyklus „Creation Spirituality“ der Schweizer Künstlerin Barbara Blum statt. „Dabei zeigen die Natur- wissenschaften Gesetzmäßigkeiten im Naturgeschehen auf, die Gotteserzählungen geben dem Ganzen einen Sinn“, so die Künstlerin und Tochter des Physikers und NobelpreisträgersWerner Heisenberg. Die Bilder von Ba- rabara Blum bieten eine Art Gesamtschau von dem, was wir heute zu jedem entsprechenden Schöpfungstag wis- sen und wahrnehmen können.Wissen und Glauben: „Da- bei übersehen wir allerdings gern, dass für beide Bereiche die gleiche Grundvoraussetzung gilt, nämlich ein offener Geist, ein Suchen und Einlassen und ein mutiges Betreten neuer Bereiche“, so die promovierte Neurobiologin und ehemalige Nonne Dr. Joanna Maria Otto, die in Vortrag und anschließendem Gespräch neue Perspektiven eröffnet.

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