Fortbildung und Qualifizierung | 2. Schulhalbjahr 2020/2021

Fortbildung - Qualifizierung

■ Hand in Hand Möglichkeiten zur Gestaltung schulischer Inklusion von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten Mit Blick auf die Forderung nach Inklusion an Regel- schulen in Rheinland-Pfalz und Hessen sehen sich die Lehrkräfte insbesondere an Grundschulen vor großen Herausforderungen. Neben den Verhaltensauffällig- keiten sind es die sehr unterschiedlichen Lernvoraus- setzungen der heutigen Grundschüler*innen, die von Lehrkräften eine pädagogische Haltung abverlangen, die Lernerfolge für alle Kinder möglich macht. Kennt man die Zusammenhänge zwischen sozialem Hintergrund der Kinder und dem Auftreten von Verhaltensauffällig- keiten und Lernbeeinträchtigungen, wird deutlich, dass Schule und speziell die Grundschule für arme Kinder mehr sein muss als ein Ort der formalen Bildung. Um sich positiv entwickeln zu können und ihre Armut- serfahrung zu kompensieren, brauchen diese Kinder Lehrkräfte, die ihnen die Gestaltungsmöglichkeiten von Schule zugänglich machen (vergl. Holz 2008,27). Ziel der Fortbildung ist es, den Teilnehmenden einer- seits diese Zusammenhänge zu vermitteln und ihnen andererseits zu ermöglichen, erste relevante Kompe- tenzen für den Förderschwerpunkt Lernen zu erlangen. Die Teilnehmer*innen, die beide Teile der Fortbildung „Hand in Hand“ (erster Teil: Schulische Inklusion von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten) besucht haben, können die Zertifizierung „Berater für inklusive Pro- zesse an Schulen“ erwerben. Da im Laufe des Jahres 2022 der erste Teil der Fort- bildung nochmals angeboten wird, ist es möglich die Zertifizierung auch in umgekehrter Reihenfolge zu er- langen.

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