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So können Sie von ERP-Software profitieren In ERP-Programmen werden alle Daten zentral gespeichert. Prozesse und Kosten können dadurch sehr transparent einge- sehen und negativen Entwicklungen viel schneller entgegen- gewirkt werden. Wenn jeder mit einem oder wenigen Klicks auf dieselben Informationen zugreifen kann, spart das wertvolle Zeit – Zeit, an der es in Kleinbetrieben oft mangelt. Gleichzeitig sind Mitarbeiter besser in die Geschäftsprozesse integriert. Wer auf öffentliche Aufträge spekuliert, sollte auf den elektronischen Datenaustausch mit den Behörden vorbereitet sein. Für Ausschreibungen des Bundes gilt sie seit April 2017. Spätestens in zwei Jahren wird die Vergabe für europaweite Ausschreibungen ebenfalls nur noch in elektronischer Form gelten. Doch nicht nur Behörden, sondern auch viele industrielle Auftraggeber erwarten einen digitalen Datenaustausch (z. B. Bilder, Mess- und Prüfergebnisse, Berechnungen). Sinnvolle ERP-Lösungen ERP-Software-Systeme können so unterschiedlich sein wie die Aufgaben, die sie erfüllen. Von Software-Modulen zur Angebots- und Rechnungstellung über die Buchung von Geschäfts- prozessen bis zur komplexen Baustellenplanung können im Grunde genommen alle betriebsrelevanten Prozesse abgedeckt werden. Damit die ERP-Software tatsächlich die gewünschten Vorteile bringt, muss sie zu den Kernprozessen im Unternehmen passen. Ein Fleischereibetrieb, der seinen Rohstoff in mehrere Teile zerlegt, benötigt zur Verwaltung seines Warenbestands beispielsweise eine andere Software als ein Montagebetrieb, der neue Produkte fertigt und dafür Verbrauchsmaterialien einsetzt. Die Auswahl des passenden ERP-Systems Die Auswahl eines passenden ERP-Systems gehört wohl zu den schwierigsten Entscheidungen. Die riesige Anzahl an auf dem Markt befindlichen Lösungen und unterschiedliche Bezeichnungen für grundlegende Funktionen machen es nicht eben leichter.

Nicht für jeden Bereich ist die Digitalisierung im gleichen Maße relevant. Speziell für kleine und mittelständische Unternehmen gibt es ERP-Pakete, die an die Anforderungen in einzelnen Branchen angepasst sind (z. B. für Tischlereien, Bau- oder Kfz-Betriebe).

Die wichtigsten Auswahlkriterien Anwenderfreundlichkeit

Ist die Software auch für Laien leicht verständlich und kann ohne großen Aufwand eingesetzt werden? Lassen sich Angebote mit vorgegebenen Textbausteinen leicht erstellen und aus der Software heraus versenden? Zu komplizierte Systeme kosten wertvolle Zeit und Nerven. Wählen Sie daher besser ein Programm aus, das Sie nicht überfordert, In der Regel kommen die Systeme viele Jahre lang zum Einsatz. Wartungs-, Service- und Aktualisierungskosten sollten sich daher im vertretbaren Rahmen bewegen. Dabei sollten sowohl der Aufwand für den Betrieb (bestenfalls automatisches Update) als auch mögliche Servicekosten beim Software- Anbieter berücksichtigt werden. Letztere können teilweise erheblich ins Geld gehen. Flexible Nutzung Um einen unkomplizierten Datenaustausch zu ermöglichen, kann es, je nach Modulauswahl, sinnvoll sein, wenn die Programme auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten genutzt werden können. Dies ist z. B. dann der Fall sein, wenn auf der Baustelle Daten zu Dokumentationszwecken erhoben werden. Betriebsrelevante Module Welche Module sind zwingend notwendig und welche für Ihren Betrieb eher optional? Die Anpassung eines Systems an die individuellen, betriebsspezifischen Anforderungen ist in der Regel kostenintensiv. Wählen Sie im Zweifel weniger komplexe und leichter zu bedienende Systeme aus – vor allem, um Fehler bei der Anwendung zu vermeiden. sondern einen echten Mehrwert bietet. Geringe Service- und Wartungskosten

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