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Open-Source-ERP-Software: eine Alternative? Neben den lizenzpflichtigen ERP-Produkten gibt es eine Reihe von lizenzfreien Software-Lösungen. Sie haben beispielsweise den Vorteil, dass sie in der Anschaffung keine oder nur geringe Kosten verursachen. Änderungs-, Service- und Wartungskosten können jedoch unter Umständen sehr hoch sein, teils höher als bei Lizenzprodukten. Was Open-Source-Programme nicht enthalten, sind ganz konkrete branchenspezifische Lösungen wie Module, die beispielsweise auf die Anforderungen von Tischlereien zuge- schnitten sind. Insgesamt verlangen die Systeme einiges mehr an Entwicklungs- bzw. Anpassungsaufwand und oft auch an technischen Kenntnissen. Wer dauerhaft auf technischen Support angewiesen ist, für den ist eine Open-Source-Lösung daher nicht unbedingt empfehlenswert.
Lizenzfreie ERP-Systeme Kivitendo Kivitendo ist aus dem ursprünglichen LX-Office hervorgegangen. Bei dem Programm handelt es sich um ein einfaches Basis-ERP-System mit verschiedenen, frei wählbaren Modulen wie Artikel – und Warenlager, Lieferantenportal, Angebots- und Rechnungstellung, Mahnwesen, Buchungsvorbereitung oder Kundenmanagement mit grundlegenden CRM-Funktionen. www.kivitendo.de Odoo Odoo ist eine Weiterentwicklung des Programms OpenERP. Die Software umfasst unterschiedliche Module, unter anderem die Lagerverwaltung, das Projektmanagement, die Finanzbuch- haltung, die Personalplanung und das Kundenmanagement. Insgesamt kann aus einer Vielzahl an Modulen (über 700 auf Launchpad, 3000 Apps auf der OpenERP-Seite) gewählt werden, die nach Belieben im Baukastenprinzip nachgerüstet werden können. Die Nutzung ist sowohl lokal als auch online möglich. Es fallen keine Lizenzgebühren an. Drei mögliche Editionen sind wählbar: Community, Enterprise und Online. www.odoo.com
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