Petrosphäre 3/13

Herausgeberin: Erdöl-Vereinigung www.erdoel.ch

Aktuelle Informationen rund um das Erdöl.

Nr. 3

November 2013

Gürtel enger schnallen: Gemäss Energiestrategie 2050 soll der Gesamtenergieverbrauch bis zum Jahr 2050 um bis zu 40% gesenkt werden.

Bild: iStockphoto

Energiestrategie: keine Überraschung aus Bern

Inhalt 1 Energiestrategie: keine Überraschung aus Bern 2 Persönlich 3 Ja zum «gesunden Menschenverstand» 4 «Schieferöl» bewegt den Erdölweltmarkt 6 Das unbekannte Bitumen 8 Spots 9 Der «Sunnapark» bleibt dem Heizöl treu 11 Wärmepumpenboiler –

Am 4. September 2013 hat der Bundesrat die Botschaft zur Energiestrategie 2050 verab- schiedet. Sie erntete von vielen Seiten viel Kritik und nur wenig Lob. Wirtschaftskreise verlangen zahlreiche Verbesserungen in der bevorstehenden parlamentarischen Beratung. Die politischen Parteien reagieren empört bis zufrieden auf die Botschaft. V ielleicht die grösste Überraschung an der Botschaft des Bundesrates ist, dass sie schlussendlich keine Überraschungen bereithält. Zumindest auf den ersten Blick schei- nen die 459 Stellungnahmen, welche die Parteien und Verbände in der Vernehmlassung zu Beginn des Jahres eingereicht haben, kaum eine Wir- kung erzielt zu haben. Es bleibt dabei: Mit der Energiestrategie 2050 sollen bewährte und heute sehr bedeutende Energieträger verboten oder zu Nischenplayern degradiert werden. Andrerseits werden teilweise unausgereifte, unerprobte und nicht marktreife Technologien stark priorisiert, obwohl sie in absehbarer Zeit keine vergleichbar tragende Rolle für die Energie-

versorgung der Schweiz spielen werden. Ver- schiedene Zielkonflikte bleiben bestehen. Zu nennen wäre etwa der Verzicht auf die weitge- hend CO 2 -freie Stromproduktion in inländischen Kernkraftwerken unter gleichzeitiger Einhaltung der Klimaziele. Oder der Konflikt zwischen Natur- und Heimatschutz auf der einen und dem Aus- bau der erneuerbaren Energiequellen auf der anderen Seite. Bis 2050 soll die Schweiz in der neuen Ener­ giewelt leben. Diese lässt sich nur erreichen durch ein radikales Umdenken und mit Ver-haltensänderungen aller beim Verbrauch, denn es gilt, 40% der heute benötigten Energie einzusparen. Nebst diesem gesellschaftlichen Wandel setzt der Bundesrat auf Technologien, die heute noch Zukunftsmusik sind. Die Geo­ thermie, die nach Basel und Zürich diesen Sommer in St. Gallen einen weiteren Rück­ schlag erlebte, soll beispielsweise 2050 mehr als 4 TWh liefern. Energiewende bedingt gesellschaftlichen Wandel

die unbeachtete Kombination mit einer Ölheizung

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