Petrosphäre 3/16

Petro sphäre

Aktuelle Informationen rund um das Erdöl Nr. 3 / September 2016

— Präsidiale Stabsübergabe Daniel Hofer zum neuen Präsiden­ ten der EV gewählt. Seiten 4/5 — Das eine tun und das andere nicht lassen Effizientere Nutzung der vor­ handenen Verkehrsfläche ist unumgänglich. Seite 6 — Marketing in einem anspruchs- vollen Umfeld Marketingseminar von EV und Swissoil für Brennstoffhändler. Seite 7

Verkehrsfinanzierung am Scheideweg Im Juni hat der Bundesrat das Konzept eines künftigen Mobility Pricing skizziert. In dieser Form dürfte es bei der Bevölkerung einen schweren Stand haben.

© Foto: Keystone/Caro/Rupert Oberhaeuser

D er am 29. Juni veröffentlichte Kon­ zeptbericht krankt daran, dass er offen lässt, welches Ziel mit Mobi­ lity Pricing erreicht werden soll. Einer­ seits wird die Herausforderung bei der zukünftigen Finanzierung der bundes­ eigenen Verkehrsinfrastruktur anerkannt, «insbesondere, weil die Einnahmen aus Mineralölsteuer und -zuschlag […] trotz wachsenden Verkehrsaufkommens stag­ nieren»¹. Eine Untertreibung, denn ge­

mäss Energiestrategie 2050 des Bundes gehen die Einnahmen deutlich zurück (Abb. Seite 2). Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen (Astra), warnt denn auch davor, die künftige Finanzierung der Schweizer Strassen ein­ seitig über Mineralölsteuerabgaben zu berappen (siehe Interview auf Seite 6). Solcher Erkenntnis zum Trotz steht un­ übersehbar die Modellierung des Ver­ kehrsaufkommens im Zentrum des nun

vorliegenden Berichts: «Mit Mobility Pri­ cing sollen Verkehrsspitzen verkehrsträ­ gerübergreifend gebrochen und eine bes­ sere und gleichmässigere Auslastung der Verkehrsinfrastrukturen erreicht werden», so das Fazit². Das vorgelegte Konzept kann die Sorge nicht aus der Welt räumen, dass zwecks Brechung der Verkehrsspitzen vor allem die Pendler zur Kasse gebeten werden, somit die werktätige Bevölkerung. Die

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Herausgeberin: Erdöl-Vereinigung  /  www.erdoel.ch

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