Weekend Magazin Oberösterreich Großraum Linz 2026 KW13

Garten hilft Arten LEBENSRAUM. Es geht ganz leicht, den Garten oder den Balkon tierfreundlich zu gestalten. Damit leistet man auch einen wichtigen Beitrag zu wichtiger Biodiversität. Von Philipp Eitzinger

E in Admiral landet auf der Fetten Henne. Die Bienen summen umher und können sich aus suchen, welche Blüte sie an steuern. Und dann kommt noch eine Hummel vorbeige brummt... Schmetterlinge und Insekten hätten ein har tes Leben, wenn sie nur auf akkurat getrimmte Beete und kurz gemähte Rasenflächen treffen würden. Dabei kann ein Garten für dutzende Tier arten ein Zuhause sein. Im Sinne einer stabilen Ökologie

Pflanze blüht, nicht alle auf einmal. „Im Frühjahr bilden Primeln, Hyazinthen und Nar zissen die Vorhut“, erklärt Christiane Bigl aus der Ge schäftsleitung von „Blumen B&B“, „blühende Kräuter wie Lavendel, Thymian und Ros marin sind super Nahrungs quellen vom Frühjahr bis in den Herbst. Phazelien („Bie nenfreund“), die etwas später ausgesät werden, können dann bis in den Herbst hinein blü hen. Für Hummelköniginnen ist Lungenkraut im Frühling

gibt es kaum etwas Wertlose res als einen radikal aufge räumten Garten. Eine robuste Ökologie reguliert Schädlin ge, verbessert Böden, spei chert Wasser kühlt die Umge bung. All das müsste sonst teuer ersetzt werden. Natur nahe Gärten senken langfris tig Aufwand und Kosten. Das ganze Jahr Will man etwa Bienen oder Hummeln entgegenkommen, gilt es, darauf zu achten, dass im Saisonverlauf immer eine

wichig, in der Folge fliegen Hummeln etwa auf Akelei, Fingerhut sowie Rot- und Weißklee. Entscheidend ist, dass die Pflanzen ungefüllte Blüten haben – denn gefüllte Zuchtblumen liefern keinen Nektar und viele Pflanzen werden nur von bestimmten Wildbienen effizient bestäubt. Die Bodenpolizei Igel fressen Schnecken, Enger linge, Larven und andere Schädlinge. Sie sind die „Bo denpolizei“, können aber nur

FOTO: LARYSA PASHKEVICH/ISTOCK/GETTY IMAGES

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