ADS Mandantenrundschreiben 05.12

MANDANTEN-RUNDSCHREIBEN 05.12

I N H A LT 1. So schnell kann Schenkungsteuer entstehen 2. Ihr neuer Garten – vom Finanzamt finanziert 3. Fahrtenbuch – ein Buch mit sieben Siegeln? 4. Elektronische Bilanz – optimal vorbereitet 5. Klarheit bei der Ist-Versteuerung 6. Müssen Rechnungsnummern fortlaufend sein? 7. Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften

1.

So schnell kann Schenkungsteuer entstehen

Zahlt ein Ehegatte auf ein Gemein- schaftskonto (sog. Oder-Konto) der Eheleute ein, kann dies grund- sätzlich Schenkungsteuer auslö- sen. Dies entschied der Bundes­ finanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil. Beispiel: Ehegatte A besitzt ein wertvolles Grundstück. A verkauft dieses Grund- stück für 1,1 Mio. €. Das Geld zahlt A auf ein Konto ein, welches den Ehe- leuten A und B gemeinsam gehört. Mit der Einzahlung hat A Ehegatte B 50 % des Geldes, also 550.000,00 € Möchten Sie Ihren Garten neu an- legen oder umgestalten? Dann übernimmt auch das Finanzamt ei- nen Teil der Handwerkerrechnung. Für 20 % der Renovierungs-, Erhal- tungs- und Modernisierungsmaßnah- men von höchstens 6.000,00 € wird eine Steuerermäßigung bei der Ein- kommensteuer gewährt, sodass der Steuerabzug höchstens 1.200,00 € beträgt. Begünstigt sind dabei nur die reinen Arbeitskosten des Handwer- kers, nicht aber die Materialkosten. Die Arbeiten müssen im Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden. Ausgeschlossen sind damit die antei- 2.

ist es empfehlenswert, bei der Anlage von Oder-Konten schriftliche Verein- barungen zu treffen, in denen u. a. die anteilige Zurechnung des Kontos (z. B. 50:50) und die Ausgleichspflich- ten geregelt werden. Auch ist zu berücksichtigen, dass der Freibetrag von 500.000,00 € alle Schenkungen innerhalb eines Zeit- raums von zehn Jahren einbezieht. Insofern ist vor Schenkungen unter Ehegatten sorgfältig zu prüfen, ob und in welcher Höhe in dem Zehnjah- reszeitraum bereits Schenkungen vorgenommen wurden.

geschenkt. Diese Schenkung löst Schenkungsteuer aus. Allerdings bietet das Schenkung­ steuerrecht Eheleuten einen gewis- sen Handlungsfreiraum, bevor tat- sächlich Schenkungsteuer anfällt. So sind Schenkungen an den Ehegatten bis 500.000,00 € steuerfrei. Außer- dem muss das Finanzamt entspre- chend dem BFH-Urteil nachweisen, dass der nicht einzahlende Ehegatte tatsächlich und rechtlich frei zur Hälf- te über das eingezahlte Guthaben verfügen kann. Zur Vermeidung die- ser schenkungsteuerlichen Probleme ligen Leistungen, die in der Werkstatt des Handwerkers „für“ den Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht wer- den. Im Haushalt bedeutet in der vor- handenen privaten Wohnung bzw. dem Haus einschließlich Zubehörräu- men und Garten. Der Neubau eines Hauses ist deshalb nicht begünstigt. Alle Arbeitskosten eines Handwerkers im vorhandenen Haushalt, zu dem auch der dazugehörige schon vorhan- dene Grund und Boden gehört, sind also begünstigt. In diesem Zusam- menhang entschied der Bundesfi- nanzhof (BFH), dass nicht nur die Gartenumgestaltung, sondern auch die Gartenneuanlage dazu gehört.

Ihr neuer Garten – vom Finanzamt finanziert

Der Steuerpflichtige hat dem Finanz- amt die Rechnung des Handwerkers vorzulegen, in der die Arbeitskosten

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Wird das fertiggestellte Einfamilienhaus bereits bewohnt, kann die Steuerer­ mäßigung auch für die Erd- und Pflanz- arbeiten des Gartens steuermindernd bei der Einkommensteuer geltend ge- macht werden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Garten neu angelegt oder ein naturbelassener Garten umge- staltet wird.

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