ADS Mandantenrundschreiben 02.13

Mandanten-Rundschreiben 2. Ausgabe 2013

I n h a lt 1. Was bei der Aufzeichnung von Werbeausgaben zu beachten ist 2. Einkünfteerzielungsabsicht bei langjährigem Wohnungsleerstand 3. Aufgepasst bei zusätzlichen Warenlagern 4. Neuregelung des Abzugs von Kinderbetreuungskosten 5. Jahressteuergesetz „light „ 6. Streubesitzdividenden inländischer Kapitalgesellschaften werden künftig besteuert 7. Anpassung streitanfälliger Gewinnabführungsverträge bis Ende 2014 8. ADS-UnternehmensPlan® – gestalten Sie Ihre Zukunft den gebunden und neue dazu- gewonnen. Allerdings prüft das Finanzamt bei diesen Ausgaben ganz genau, ob alles richtig ver- bucht wurde und alle Aufzeich- nungspflichten erfüllt wurden. Geschenke an Geschäftspartner und Kunden dürfen steuerlich nicht als Betriebsausgaben geltend ge- macht werden, wenn die Kosten je Empfänger und Wirtschaftsjahr mehr als 35,00 € netto betragen haben. 1. Was bei der Aufzeichnung von Werbeausgaben zu beachten ist Am Jahresende muss aus den Buchführungsunterlagen ersichtlich sein, wie viele Geschenke jeder Emp- fänger zu welchem Preis erhalten hat. Verteilen Sie an Kunden und Ge- schäftspartner Eintrittskarten für Spor- tevents, Theater oder Konzerte, ohne dass ein Zusammenhang mit dem Kauf von Waren besteht, handelt es sich nicht um Werbe- oder Repräsen- tationsaufwendungen, sondern um Geschenke. Übernehmen Sie zusätz- lich die An- und Abfahrts- sowie Über- nachtungskosten, sind auch das 2. Einkünfteerzielungsabsicht bei langjährigem Wohnungsleerstand Mit beliebten Werbemitteln wie kleinen Geschenken werden Kun-

Geschenke. Die Aufwendungen sind nicht abziehbar, wenn die 35,00-€- Grenze überschritten ist.

Sprechen Sie jetzt mit uns über das, was zählt.

Wir empfehlen, Geschenkelisten in einer Excel-Datei zu führen und diese am Jah- resende alphabetisch zu sortieren. Wer- den keine ordentlichen Geschenkelisten oder ähnliche Aufzeichnungen geführt, nimmt das Finanzamt in aller Regel Sicherheitsabschläge vor und kürzt den Betriebsausgaben- und Vorsteuerabzug.

Mit Vermietungsobjekten werden nicht nur Einnahmen erzielt, sie verursachen auch Kosten. Diese werden aber nur dann steuerlich berücksichtigt, wenn eine Absicht besteht, mit dem Vermietungsob- jekt Einkünfte zu erzielen. Steht ei- ne Wohnung aber leer, weil sich kein Mieter findet, und werden so- mit keine Einnahmen erzielt, könn- ten beim Finanzamt Zweifel an der erforderlichen Einkünfteerzie- lungsabsicht aufkommen. Zwei Fälle können vorliegen: - Die Wohnung steht nach Herstellung, Anschaffung oder Selbstnutzung leer:

Hier können die Kosten als vorab ent- standene Werbungskosten abziehbar sein. Voraussetzung hierfür ist, dass der Eigentümer erkennbar eine Ein- künfteerzielungsabsicht aufgenom- men und diese später nicht aufgege- ben hat. - Die Wohnung steht nach Vermie- tung leer: In diesem Fall sind die Kosten auch während des Leerstands abziehbar. Voraussetzung ist, dass der Eigen­tümer den ursprünglichen Entschluss zur Ein- künfteerzielung nicht endgültig aufge- geben hat. Im Einzelfall kann allerdings ein besonders lang andauernder Leer-

stand zum Wegfall der Einkünfteerzie- lungsabsicht führen. Es ist Aufgabe des Eigentümers, die Vermietungsab- sicht nachzuweisen.

Sprechen Sie jetzt mit uns über das, was zählt.

Gerade bei einem lang anhaltenden Leerstand eines Vermietungsobjekts sind die Vermietungsbemühungen sorgfältig zu dokumentieren, etwa die Beauftragung eines Maklers oder die Schaltung von Anzeigen. Dabei gilt: Je länger die Vermietungsbe­mühungen dauern, desto intensiver müssen sie sein.

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