GOLF TIME 2/2026
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können, wenn sie den Berg „Mas ters-Sieg“ schon einmal erklommen haben. „Hätte mir jemand gesagt, es genüge, einfach nur Even Par am Wochenende zu spielen, um zu gewinnen, hätte ich es nicht ge glaubt. Aber ich hatte meinen Job wohl schon an den ersten beiden Tagen erledigt“, sagte ein sicht lich erschöpfter Rory McIlroy in der Pressekonferenz nach seinem Sieg. Doch anders als im letzten Jahr, als er mit den Tränen kämpfen musste, strahlte er in diesem Jahr einfach nur überglücklich. Manch ein Be obachter hatte vor dem Wochen ende befürchtet, es könnte ein ödes Masters werden. „Aber mit mir wird es eben nie langweilig“, scherzte der Champion. „Früher habe ich es leicht aussehen lassen. Da habe ich die Dinger mit acht Schlägen Vor sprung gewonnen.“ PHÄNOMEN BRANDON HOLTZ So endet die Hauptgeschichte des 90. Masters. Da dies jedoch seit 1983 das erste Masters war, bei dem kein deutscher Spieler mitmischen durfte, war ich doppelt gezwungen, mich auf dem Augusta National auf die Suche nach den Storys hinter der Story zu begeben. Und bin dabei auf Brandon Holtz gestoßen, einen 39-jährigen Immobilienmakler aus Illinois. STEINHEILIG W er genau hinsieht, kann auf dem Pult am ersten Abschlag zwei runde, braune Steine ent decken, die die Blätter mit den Platzregeln und die Ausdrucke mit den Lochpositionen beschweren. Natürlich sind diese Stücke ebenso traditionsbehaftet wie alles andere beim Masters. Irgendwann in den Fünfziger jahren waren die Augusta-National Mitglieder Phil Harison und sein Bruder Gummy Starter des Turniers. Holtz’ Familie gewann 2004 in der Masters-Lotterie Tickets auf Lebens
Augusta-National-Chairman Fred S. Ridley streift Rory McIlroy das Green Jacket über
zeit. Seither pilgerte Brandon mit seinem Vater jedes Jahr im April nach Augusta, um das Masters mit zuerleben. Als junger Mann spielte Holtz Basketball und befand sich sogar auf dem Sprung in die NBA. In einem College-Finale erzielte er einmal sagenhafte 68 Punkte. Golf spielte er damals eher sporadisch. Doch der junge Brandon war mit derartig vielen Begabungen geseg net, dass er mit Anfang 20 über raschend auf Golf umsattelte und relativ schnell ins Profilager wech selte. Auf diversen drittklassigen
Mini-Touren war er leidlich erfolg reich; einmal gewann er ein Tur nier und einen Scheck über 14.000 Dollar. Jedoch überstiegen die Ausgaben – wie bei so vielen halb garen Rookies – die Einnahmen bei Weitem, weshalb Holtz die Schläger an den Nagel hing und lernte, wie man Häuser verkauft. UNGLAUBLICHE VORGESCHICHTE 2023 ließ sich der im Leben stehen de Ehemann und zweifache Vater reamateurisieren und schnappte sich ab und an sein Golfbag – aber nur, wenn es Zeit und Wetter in Illinois erlaubten. 2025 juckte es Brandon wieder, und er meldete sich spontan für die U.S. Mid-Amateur an, sein erstes USGA-Turnier über haupt. Und – Sie werden es nicht glauben – Brandon gewann das im Matchplay-Format ausgetragene Amateur-Major und damit einen Startplatz beim Masters 2026. Als Holtz am Montag vor Turnier start seine erste Proberunde spielte, machte der hünenhafte Typ mit dem Körperbau eines American-Football Spielers keinen Hehl daraus, dass er der glücklichste Teufelskerl im Feld des U.S. Masters ist. Bar jedweder Ambitionen und schon vor dem
Als ein heftiger Sturm wehte, flogen ihnen unentwegt die Unterlagen davon. Also ging Gummy in den Amen Corner und fischte eben diese Steine aus dem Rae’s Creek. Auch heute noch, mehr als 70 Jahre spä ter, werden diese Steine dazu ge nutzt, die losen Blätter zu fixieren.
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