GOLF TIME 2/2026
COVER | MASTERS TOURNAMENT
Heiß begehrt: Der Masters „Gnome“
so eine Vielzahl an Schlägen und gleichzeitig viele Spieler beobach ten kann. „Der Amen Corner wird völlig überschätzt. Klar, als Neuling lohnt es sich, hier ein paar Gruppen zu beobachten. Aber die 12 ist ein Gimmick-Loch, zudem sieht man ohne Fernglas wenig. Auf Dauer langweilig. Ich bevorzuge einen Stuhl oberhalb des Par 3 Nummer 16, wenn ich mal viel Zeit an einer Position verbringen will. Und zum Abschluss mein wichtigster Rat: MASTERS CLUB DINNER D as Dinner ist eine der bekann testen Traditionen des Masters und findet am Dienstagabend für alle ehemaligen Champions statt. Als Titelverteidiger zeichnete dieses Jahr Rory McIlroy für die Menü
Versuche niemals, einem Spieler zu folgen, vor allem nicht den Stars. Totales Chaos, man sieht kaum etwas und wird nur frustriert.“ Auch wenn Rorys Grand Slam im letzten Jahr die vermeintlich größere Story war, wird das 90. Masters trotzdem als eines der denkwürdigsten Turniere im Augusta National Golf Club in die Geschichte eingehen – so wie eigentlich jedes Masters zuvor. GT auswahl verantwortlich, wie folgt: Als Vorspeise u. a. speckumwickelte Datteln, gegrillte Elch-Slider, Stein garnelen-Tempura und Fladenbrot, gefolgt von Gelbflossenthunfisch Carpaccio und als Hauptgang die Wahl zwischen Wagyu Filet Mig non oder gebratenem Lachs. Als Dessert entschied sich der Nordire für einen Klassiker: Sticky Toffee Pudding.
Champion, dessen Sieg Stephen hautnah miterlebt hat. Er hat Nick laus 1984 genauso siegen sehen wie den ersten Schlag des schlaksigen Amateurs Tiger Woods 1995, dem jeder ansah, dass er etwas ganz Be sonderes sein würde. „Das Erlebnis beim Masters ist noch exakt so wie vor fast 50 Jahren, nur besser. Und das möchte in der heu tigen Zeit etwas heißen“, beginnt Lange zu schwärmen. „Es gibt heute mehr Parkplätze, Imbissstationen und Toiletten. Aber sonst ist alles wie damals. Deshalb komme ich jedes Jahr wieder. Hier werde ich wieder zum Kind, die Erinnerungen bleiben lebendig.“ Was Stephen einem Erstbesucher des Masters raten würde, frage ich ihn, während Rory McIlroys Gruppe das Grün räumt. „Höhe schlägt Nähe“, lautet sein Grundsatz – man sollte sich von Tribüne zu Tribüne bewegen und nicht krampfhaft versuchen, mög lichst nah an eine Bahn heranzu kommen. Außerdem schätzt er noch heute, wenigstens eine Stunde an der Range zu verbringen, da man
30 | GOLF TIME 2-2026
www.golftime.de
Made with FlippingBook - professional solution for displaying marketing and sales documents online