GOLF TIME 2/2026

dominant ist, lässt sich mit einem einfachen Test herausfinden: Dabei wird ein entferntes Objekt durch ein kleines Dreieck aus Daumen und Zeigefingern fixiert. Schließt man anschließend abwechselnd ein Auge, bleibt das Objekt nur mit dem domi nanten Auge stabil im Zentrum. Beim Putten verarbeitet das Gehirn permanent visuelle Informationen. Deshalb spielt die Stabilität des Blicks eine zentrale Rolle. Ein effektiver Drill besteht darin, abwechselnd mit dem linken und rechten Auge zu put ten, um Unterschiede in der Ziel wahrnehmung zu erkennen. Dadurch entsteht ein besseres Gefühl dafür, wie stark das dominante Auge die Ausrichtung beeinflusst. Ebenso sinnvoll sind sogenannte Fixationsübungen. Dabei bleibt der Blick stabil auf dem Ball, während Kopf oder Hüfte leicht bewegt wer den. Das trainiert die Fähigkeit, visu elle Informationen auch unter Bewe gung ruhig zu halten. Ergänzend dazu lässt sich das periphere Sehen schulen: Der Fokus bleibt auf dem Ball, gleichzeitig wird das Loch oder eine Zielmarke bewusst im Randbe reich des Sichtfelds wahrgenommen. Das verbessert die räumliche Orien tierung und die Kontrolle über die Puttlinie. VESTIBULÄRES TRAINING: GLEICHGE WICHT ALS UNTERSCHÄTZTER FAKTOR Auch das Gleichgewichtssystem spielt beim Putten eine größere Rolle, als viele Golfer vermuten. Das soge nannte „vestibuläre System“ liefert dem Gehirn Informationen über Kör perlage und Bewegung im Raum. Schon kleine Instabilitäten können die Präzision beeinflussen. Eine einfache Übung besteht darin, den Kopf langsam zu drehen, wäh rend der Blick weiterhin auf das Loch gerichtet bleibt. Dadurch wird die Verbindung zwischen Auge und Gleichgewichtssystem trainiert. Noch intensiver wird der Reiz durch Ein beinstand oder leicht instabile Unter gründe. Das Gehirn lernt dabei, trotz Balanceanforderungen ruhig und kontrolliert zu arbeiten. VISUELLES TRAINING FÜR MEHR ZIELKONTROLLE

ZIEL: Das Gehirn soll das Zielbild stabil und präzise verarbeiten. DOMINANTES AUGE TESTEN UND KALIBRIEREN: Abwechselnd mit linkem und rechtem Auge putten, um Unterschiede in Zielwahrnehmung und Treffgenauigkeit zu spüren (o.). FIXATIONSÜBUNGEN: Blick stabil auf dem Ball halten, während der Körper leicht bewegt wird (z. B. Kopf oder Hüfte). Das stärkt die visuelle Stabilität. PERIPHERES SEHEN TRAINIEREN: Fixiere den Ball, aber nimm gleichzeitig das Loch oder eine Zielmarke im peripheren Blickfeld wahr. Das verbessert die visuell räumliche Kontrolle. SAKKADEN: Vom Ball über ein Zwischenziel zum Loch und vom Loch zurück über das Zwischenziel zum Ball blicken. VISUELLES TRAINING

GOLF TIME 2-2026 | 75

www.golftime.de

Made with FlippingBook - professional solution for displaying marketing and sales documents online