Blickpunkt Schule 2 2026
IMPRESSUM
Der Hessische Philologenverband ist der Gesamtverband der Lehre rinnen und Lehrer an den Gymna sien in Hessen sowie an Schulen mit gymnasialem Bildungsange bot. Er ist der Fachverband im Deutschen Beamtenbund, Lan desbund Hessen (dbb), er ist dem Deutschen Lehrerverband Hessen (dlh) und durch den Deutschen Philologenverband (DPhV) dem Deutschen Lehrerverband (DL) angeschlossen. Für den Inhalt verantwortlich: Der Vorstand des Hessischen Philologenverbandes. Chefredaktion: Boris Krüger (V.i.S.d.P.) Mail: blickpunkt-schule@hphv.de Mit dem Namen der Verfasser gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Hessischer Philologenverband e.V. Geschäftsstelle: Schlichterstraße 18 Hessischen Philologenverbandes erscheint fünfmal im Jahr 2026. 76. Jahrgang | ISSN 0723-6182 Verleger: Hessischer Philologen- verband e.V. Die Zeitschrift »BLICKPUNKT SCHULE« des DE57 6609 0800 0018 4532 68 Der Verkaufspreis ist durch die Mitgliedsbeiträge abgegolten. Verlag und Anzeigenverwaltung: Pädagogik & Hochschul Verlag Graf-Adolf-Straße 84 40210 Düsseldorf Tel.: 0211 3558104 Fax: 0211 3558095 Mail: dassow@dphv-verlag.de Satz und Layout: Tel.: 0211 1795965 Fax: 0211 1795945 Mail: heinemann@dphv-verlag.de www.dphv-verlag.de Anzeigenverwaltung: 65185 Wiesbaden Tel.: 0611 307445 Fax: 0611 376905 Mail: hphv@hphv.de Web: www.hphv.de Bank: BBBank BIC: GENODE61BBB IBAN:
Editorial
Foto: Wolfilser|AdobeStock
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in Nordamerika feiert man an ver schiedenen Orten den Murmeltiertag, auch filmisch umgesetzt in dem Klas siker ‘Und täglich grüßt das Murmel tier’ aus dem Jahr 1993. Angesichts der bangen Frage, ob die Sparmaß nahmen der Landesregierung im Be reich Bildung abgeschlossen sind, könnten vielleicht auch unkonventio nelle Methoden wie die ‘Beobachtung’ eines Murmeltiers helfen, ob im über tragenen Sinne der ‘Winter’ jetzt vor bei ist. Spaß beiseite. Haushaltspolitik ist zunächst eine Frage der verfügbaren Mittel. Und ja, der Bildungsetat steigt weiter an, von 5,8 auf 6,2 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Nicht nur angesichts weiter steigender Steuer einnahmen auf fast 29 Milliarden in 2026 ein durchaus beachtlicher Haus haltsposten. Aber: Haushaltspolitik ist auch eine Frage der Prioritäten. Und trotz des Gesamtvolumens im Bil dungsetat ist festzuhalten, dass die Sparliste im Kultusbereich seit Monaten fortgeführt wird: Besoldungs verschiebung um vier Monate, Budget rückforderungen, Kürzung des Ausbil dungsfaktors bei der LiV-Betreuung, dazu Streichungen bei der Stellen zuweisung über den Sozialindex und zumindest temporär Kürzungen an Integrierten Gesamtschulen. Das alles so zu entscheiden wird nicht nur den Bildungspolitikern der Regierungs fraktionen schwergefallen sein – keine Frage. Letztlich ist es aber so gekom men, und die Auswirkungen auf den Bildungssektor sind als größere He rausforderung deutlich spürbar, auch wenn sie als Einzelmaßnahme immer nur Teilgruppen betreffen. Und da wäre es, um wieder an den Anfang dieser Zeilen zurückzukehren, durch aus interessant, vom Murmeltier zu erfahren, ob es jetzt endlich Sommer wird oder eine Streichung der Alters ermäßigung ab 55, das Kürzen von
von VOLKER WEIGAND Vorsitzender des Hessischen Philologenverbandes
Deputaten oder eine Pflichtstunden erhöhung den ‘Winter verlängern’. Der hphv fordert die Landesregie rung auf, die Sparmaßnahmen zu beenden und das Thema Bildung wieder darauf zu fokussieren, dass Hessen im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht den Rotstift an setzt. Insbesondere der Zielsetzung, ‘ein attraktiver Arbeitgeber’ zu sein, wird man mit Einsparungen nicht näherkommen, da sowohl die Repa ratur der verfassungswidrigen Alimen tation als auch die Arbeitsbedingun gen zwei Seiten einer Medaille sind, die nur gemeinsam einen attraktiven Arbeitsplatz ausmachen. Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Bildung ist alleine schon aus ökonomischer Sicht das Funda ment für Innovation und Wohlstand. Sie ist weiterhin der Schlüssel zur Beseitigung von sozialer Ungleichheit, und ermöglicht Persönlichkeitsent wicklung und gesellschaftliche Teil habe. Die Schlussfolgerung und Forde rung kann somit nur lauten, mehr Geld für die schulische Bildung zur Verfügung zu stellen. Für kleinere Klassen und Kurse, für eine verfas sungskonforme Besoldung, für mehr Zeit für den Unterricht, für eine gute Materialausstattung, für intakte Schulgebäude. Das kostet, ist nach haltig und jeden Cent wert!
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SCHULE 2|2026
SCHULE 2|2026
Volker Weigand
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