Blickpunkt Schule 2 2026

Fachverbände stellen sich vor

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Die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung e.V. (DVPB) 60 Jahre im Dienst einer politischen Bildung für die Demokratie Was ist die DVPB? Straftaten folgte. Nur fünfzehn Jahre nach dem Ende des Nationalsozialis

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unseren Verband und für unser Selbstverständnis als politische Bild nerinnen und Bildner die Orientierung an Grundrechten und den Prinzipien freiheitlicher, sozialer und pluraler De mokratie. Dies gilt auch für die innere Struktur unseres Ver bands. Die DVPB gliedert sich in sechzehn Landesverbände, die

Die DVPB ist ein überparteilicher, unabhängiger und ehrenamtlich ar beitender Fachverband von Menschen, die in der politischen Bildung in Schule, Hochschule sowie der außerschu lischen Jugend- und Erwachsenen bildung tätig sind, und sie ist mittler weile die größte Interessenvertretung politischer Bildnerinnen und Bilder in Deutschland. Gegründet wurde die DVPB im Jahr 1965 nicht zufällig in Frankfurt/Main. Denn in Hessen spielte die politische Bildung bereits während der US-amerikanischen Besatzungszeit eine besondere Rolle. Hessen war das erste Bundesland, in dem ‘Sozialkunde’, so hieß das Fach bis in die 1990er-Jahre, als reguläres Unterrichtsfach an den allgemeinbil denden Schulen unterrichtet wurde. Dass die politische Bildung auch in allen anderen Bundesländern Unter richtsfach wurde, geht auf einen KMK-Beschluss im Jahr 1960 zurück, der im Zusammenhang mit Haken kreuz-Schmierereien an der Kölner Synagoge im Jahr zuvor gestanden haben dürfte, denen eine Welle mit mehreren Hundert antisemitischen

mus brach sich die antisemitische Einstellung vieler Deutscher wieder Bahn und das Entsetzen der Öffent lichkeit im In- und Ausland war groß.

Mit der Gründung der DVPB verband man die Hoffnung, die junge Generation im Sinne demokratischer Werte und Toleranz erziehen und bilden zu können. Demokratien brau chen zu ihrer Über lebens- wie Ent wicklungsfähigkeit Demokratinnen und

im Rahmen der ge nerellen Verbands ziele selbstständig agieren und sich als Interessenvertretung gegenüber den Lan desparlamenten, den Wissenschafts- und

Demokraten. Diese werden aber nicht als solche geboren, sondern müssen die erforderlichen Kompeten zen genauso lernen wie die Kultur techniken des Lesens und Schreibens. Bürgerinnen und Bürger benötigen zur Wahrnehmung ihrer Rechte und ihrer Partizipationschancen Kenntnisse und Fähigkeiten, die ihnen nur durch qua lifizierte politische Bildung vermittelt werden können. Fehlende Bürgerkom petenzen beschädigen die Demokra tie. Unerlässliche Bedingung ist für

Kultusministerien der Länder verste hen. Sie kooperieren vielfach mit den Landeszentralen für politische Bil dung und den Institutionen der Leh reraus- und -fortbildung. Im Hinblick auf die Kulturhoheit der Länder hat der Aufgabenbereich der Landesver bände und ihrer Landesvorstände ein besonders großes Gewicht. Der Bun desvorstand vertritt die Interessen des Verbands gegenüber dem Bun destag, den Bundesministerien, der

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