Profil 12/2017

PROFIL > meinung

ben, auf verschiedenen Wegen zum Ziel zu gelangen. Voraussetzung ist die Akzep- tanz eines ganzheitlichen Bil- dungsbegriffs: Wissensver- mittlung, Werteerziehung und Berufsorientierung sind Teile eines einheitlichen, in sich ge- schlossenen Ansatzes. Das schließt die Gleichwertigkeit der beruflichen Schulen und der allgemeinen Schulen ge- nauso ein wie die Vielfalt von Schulformen, die Existenz mehrerer Bildungsgänge und das Erfolgsmodell duale Aus- bildung. Der Auftrag des Gym- nasiums, insbesondere in der Oberstufe vertiefte Allgemein- bildung im Sinne der Wissen- schaftspropädeutik zu vermit- teln, gehört dazu. Auch die konkreten Bedingun- gen vor Ort, familiäre Verhält- nisse und demografisch be- gründete Erfordernisse haben zur Folge, dass es nicht das ei- ne, wahre Schulsystem geben

Lernen und Lehren ist in leistungshomogenen Gruppen einfacher und erfolgreicher. >

Foto: highwaystarz/AdobeStock

druck, dass sich im Erzie- hungs- und Bildungsverständ- nis der CDU werteerziehende, individuell persönlichkeitsbil- dende, gemeinwohlbezogene und berufsbefähigende Bil- dungsziele und -inhalte ver- binden. Die politisch-theoreti- schen Grundlagen eines diffe- renzierten Schulsystems bau-

Ländern mit Regierungsbetei- ligungen der CDU unter- schiedliche Schulsysteme an- zutreffen. In den Schranken der oben beschriebenen nor- mativen Grundsätze braucht es immer auch Offenheit in der Ausgestaltung. Der Bil- dungsexperte Jörg-Dieter Gauger brachte stets zum Aus-

kann. Schule ist ein Mikrokos- mos unserer Gesellschaft. Sie ist von allen gesellschaftlichen Veränderungen betroffen. Das Verständnis christlich-demo- kratischer Bildungspolitik ist von Werten und anthropologi- schen Prämissen bestimmt, aber eben auch von den Reali- täten vor Ort. Deshalb sind in

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