Blickpunkt Schule 4 2026
n v.l. obere Reihe: Oberkirchenrat Pfarrer Dr. Martin Mencke (evangelisches Büro Hessen), Domkapitular Prof. Dr. Tonke Dennebaum (Kommissariat Bischöfe), Gereon Geissler (Leiter Dezernat Bildung, Katholisches Bistum Mainz) v.l. untere Reihe: Thorsten Rohde (stellvertretender Vorsitzender hphv), Sven Hardegen (evangelisches Büro Hessen, Justiziar), Volker Weigand (hphv-Vorsitzender), Dr. Iris Schröder-Maiwald (Geschäftsführerin hphv), Thorsten Klug (Direktor Pädagogisches Zentrum der Bistümer im Land Hessen), Cornelia Müller (schul- und bildungspolitische Referentin Kommissariat Bischöfe)
Zu Gast beim hphv
Foto: hphv
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zung und die Fähigkeit zum Dialog sind Voraussetzungen für ein demokratisches Zusammenleben. Schülerinnen und Schüler lernen, unterschiedliche Überzeugungen aus zuhalten, Argumente auszutauschen und die eigene Posi tion zu begründen. Dies gilt in einer Gesellschaft, die religiös und welt anschaulich vielfältiger wird, in besonderer Weise. Religiöse Bildung hilft dabei, diese Vielfalt zu verstehen und sprach fähig mit ihr umzugehen. Sie kann Vorurteile abbauen und einen Beitrag dazu leisten, Unterschiede nicht als Bedro hung, sondern als Anlass für Begegnung und Verständi gung zu begreifen. Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht setzt dabei bewusst auf beides: auf die Gemeinsamkeiten des christlichen Glaubens und auf die jeweiligen konfessionel len Profile. Er verbindet ökumenische Zusammenarbeit mit der Möglichkeit, Unterschiede wahrzunehmen und zu re flektieren. Ein wichtiges Signal für die Schule Im Gespräch des Vorstandes mit den Vertreterinnen und Vertretern der christlichen Kirchen wurde deshalb deutlich,
dass der Religionsunterricht auch unter veränderten ge sellschaftlichen Bedingungen seinen festen Platz in der Schule behalten muss. Er ist ein ordentliches Lehrfach und verfassungsrechtlich fest verankert. Zugleich muss er sich den Lebenswirklichkeiten heutiger Schülerinnen und Schü ler stellen. Die Einführung des konfessionell-kooperativen Religi onsunterrichts bietet dafür eine interessante Perspektive. Sie ist ein Zeichen gelebter Ökumene und eröffnet neue Möglichkeiten gemeinsamen Lernens. Entscheidend wird sein, dass die neue Organisationsform mit qualifiziertem Unterricht, ausreichend Lehrkräften und guten Rahmen bedingungen verbunden wird. Religiöse Bildung kann jungen Menschen helfen, die Welt zu erschließen, den eigenen Standpunkt zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Gerade in einer Zeit, in der Orientierung nicht selbstverständlich ist, sollte Schule diesen Bildungsauftrag ernst nehmen. Der Religionsunter richt kann dazu einen wichtigen und unverzichtbaren Bei trag leisten.
Dr. Iris Schröder-Maiwald | Geschäftsführerin des Hessischen Philologenverbandes (hphv)
SCHULE 4|2026
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