Gate to Travel No 16
nennen. Besser gesagt, hätte man. Denn die Diva der Berggipfel hüllt sich bei unserer Ankunft in Wolken. Das gibt Gelegenheit, sich ein bis schen genauer mit dem schönen Ho tel zu befassen, das vor gut hundert Jahren 1907 zur Blütezeit des Alpi nismus im eleganten Belle-Époque Stil errichtet und vom Zürcher In nenarchitekturbüro Atelier umfassend renoviert wurde. Dass die Lobby very British ein gerichtet wurde mit Sesseln von Ge orge Smith aus London und Mulberry Textilien, kommt nicht von ungefähr. Die Briten waren die Pioniere des Bergsteigens, lieferten sich regelrechte Wettbewerbe bei der Eroberung der umliegenden Viertausender-Gipfel. Die Geschichte des Bergsteiger ortes Zermatt einfangen und weiter schreiben, will man im BEAUSiTE. Ein wenig augenzwinkernd, farben froh und fröhlich, mit einer guten Portion britischem Humor. Es lohnt sich, die Augen offen zu halten. Eine Tapete mit Banjo spielenden Eich hörnchen und Shisha rauchenden Faultieren ziert das Gym. Retroge räte aus Holz sorgen für ein unge wöhnliches Workout-Erlebnis. Wesentliches Element bei der Ge staltung ist das Seil, das sich als Leit motiv durch das gesamte Interior zieht vom Empfangsdesk zu den Bettrücken bis zu den Türrahmen. Und das hat gute Gründe. Bei der Erstbesteigung des Matterhorns 1865 war es zu einem verhängnisvollen Unfall gekommen. Vier der sieben Bergsteiger unter Führung des Briten Edward Whymper stürzten beim Ab stieg über die Nordwand in den Tod, weil das Seil riss. Um dieses Drama ranken sich viele Geschichten. Die Ursache wurde nie geklärt. Nur eines ist sicher: Das
nennen. Besser gesagt, hätte man. Denn die Diva der Berggipfel hüllt sich bei unserer Ankunft in Wolken. Das gibt Gelegenheit, sich ein bis schen genauer mit dem schönen Ho tel zu befassen, das vor gut hundert Jahren 1907 zur Blütezeit des Alpi nismus im eleganten Belle-Époque Stil errichtet und vom Zürcher In nenarchitekturbüro Atelier umfassend renoviert wurde. Dass die Lobby very British ein gerichtet wurde mit Sesseln von Ge orge Smith aus London und Mulberry Textilien, kommt nicht von ungefähr. Die Briten waren die Pioniere des Bergsteigens, lieferten sich regelrechte Wettbewerbe bei der Eroberung der umliegenden Viertausender-Gipfel. Die Geschichte des Bergsteiger ortes Zermatt einfangen und weiter schreiben, will man im BEAUSiTE. Ein wenig augenzwinkernd, farben froh und fröhlich, mit einer guten Portion britischem Humor. Es lohnt sich, die Augen offen zu halten. Eine Tapete mit Banjo spielenden Eich hörnchen und Shisha rauchenden Faultieren ziert das Gym. Retroge räte aus Holz sorgen für ein unge wöhnliches Workout-Erlebnis. Wesentliches Element bei der Ge staltung ist das Seil, das sich als Leit motiv durch das gesamte Interior zieht vom Empfangsdesk zu den Bettrücken bis zu den Türrahmen. Und das hat gute Gründe. Bei der Erstbesteigung des Matterhorns 1865 war es zu einem verhängnisvollen Unfall gekommen. Vier der sieben Bergsteiger unter Führung des Briten Edward Whymper stürzten beim Ab stieg über die Nordwand in den Tod, weil das Seil riss. Um dieses Drama ranken sich viele Geschichten. Die Ursache wurde nie geklärt. Nur eines ist sicher: Das
N
ach Zermatt fährt man nicht einfach so, etwa
ach Zermatt fährt man nicht einfach so, etwa
Seil war viel zu schwach, um der Be anspruchung Stand zu halten. Begra ben sind die Bergsteiger auf dem sehenswerten Kirchhof, der die Ge schichte des Alpinismus im vorletzten Jahrhundert anschaulich erzählt. Zwei Restaurants, ein Wine-Tas ting-Room, Bar und eine kleine Holzhütte für Fondues sorgen für kulinarische Abwechslung. Nicht entgehen lassen sollte man sich die Fleisch- und Fischspezialitäten, die im „The Grill“ vom offenen Holz feuergrill kommen und von heraus ragender Qualität sind. Nach dem Aufwachen, ein erster Kaffee auf dem Zimmerbalkon. Mit Blick auf Zermatt und seine aus dunklem Holz gebauten jahrhun dertealten Valser Häuser. Ein wenig E-Mails checken, was man halt so macht an einem Morgen. Und dann passiert Unglaubliches. Der Himmel reißt auf, die Mor gensonne bringt das Matterhorn auf eine fast mystische Art zum Leuch ten. Es ist pure Magie. Zum Glück liegt das iPhone schon in der Hand, Bruchteile von Sekunden später ver hüllen die Wolken erneut die Spitze. Wären die Fotos nicht der Beweis, hätte man meinen können, es handele sich um einen Spuk.
Seil war viel zu schwach, um der Be anspruchung Stand zu halten. Begra ben sind die Bergsteiger auf dem sehenswerten Kirchhof, der die Ge schichte des Alpinismus im vorletzten Jahrhundert anschaulich erzählt. Zwei Restaurants, ein Wine-Tas ting-Room, Bar und eine kleine Holzhütte für Fondues sorgen für kulinarische Abwechslung. Nicht entgehen lassen sollte man sich die Fleisch- und Fischspezialitäten, die im „The Grill“ vom offenen Holz feuergrill kommen und von heraus ragender Qualität sind. Nach dem Aufwachen, ein erster Kaffee auf dem Zimmerbalkon. Mit Blick auf Zermatt und seine aus dunklem Holz gebauten jahrhun dertealten Valser Häuser. Ein wenig E-Mails checken, was man halt so macht an einem Morgen. Und dann passiert Unglaubliches. Der Himmel reißt auf, die Mor gensonne bringt das Matterhorn auf eine fast mystische Art zum Leuch ten. Es ist pure Magie. Zum Glück liegt das iPhone schon in der Hand, Bruchteile von Sekunden später ver hüllen die Wolken erneut die Spitze. Wären die Fotos nicht der Beweis, hätte man meinen können, es handele sich um einen Spuk.
Gipfelblick - Drama inklusive BEAUSITE ZERMATT
auf der Durchfahrt in den Süden. Der Ort im Westschweizer Kanton Wallis liegt auf 1620 Metern Höhe am Ende des Mattertals. Es gibt keine Durch gangsstraße. Nach Zermatt fährt man, weil man den meist fotografierten Gipfel der Welt sehen will – vielleicht ihn sogar erklimmen will: das Matter horn. Was nur äußerst erfahrenen Bergsteigern in Begleitung eines hei mischen Bergführers anzuraten ist. Es ist Wahrzeichen der Schweiz, gab der Urschweizer Schokolade Tob lerone die charakteristische Form, was den Herstellern gerade aberkannt wurde wegen mangelnder ‚Swissness‘. Aber das ist eine andere Geschichte. Nach Zermatt fährt man mit dem Zug, genießt die Strecke mit Ausbli cken auf wilde Bergbäche und Gipfel, eines der Wunderwerke Schweizer Bahnbaus. Man lässt sich abholen von einem der nostalgischen Mini Elektrobusse. Denn Zermatt ist auto frei und das seit Zeiten, in denen man das Wort Nachhaltigkeit noch nicht einmal buchstabieren konnte. Einen der schönsten Ausblicke auf den pyramidenförmigen Solitär hat man vom Hotel BEAUSiTE, das auf eine Sonnenterrasse etwas ober halb des Ortes platziert ist. Der Lo genplatz für den Blick aufs Horu, wie die Einheimischen das Matterhorn
auf der Durchfahrt in den Süden. Der Ort im Westschweizer Kanton Wallis liegt auf 1620 Metern Höhe am Ende des Mattertals. Es gibt keine Durch gangsstraße. Nach Zermatt fährt man, weil man den meist fotografierten Gipfel der Welt sehen will – vielleicht ihn sogar erklimmen will: das Matter horn. Was nur äußerst erfahrenen Bergsteigern in Begleitung eines hei mischen Bergführers anzuraten ist. Es ist Wahrzeichen der Schweiz, gab der Urschweizer Schokolade Tob lerone die charakteristische Form, was den Herstellern gerade aberkannt wurde wegen mangelnder ‚Swissness‘. Aber das ist eine andere Geschichte. Nach Zermatt fährt man mit dem Zug, genießt die Strecke mit Ausbli cken auf wilde Bergbäche und Gipfel, eines der Wunderwerke Schweizer Bahnbaus. Man lässt sich abholen von einem der nostalgischen Mini Elektrobusse. Denn Zermatt ist auto frei und das seit Zeiten, in denen man das Wort Nachhaltigkeit noch nicht einmal buchstabieren konnte. Einen der schönsten Ausblicke auf den pyramidenförmigen Solitär hat man vom Hotel BEAUSiTE, das auf eine Sonnenterrasse etwas ober halb des Ortes platziert ist. Der Lo genplatz für den Blick aufs Horu, wie die Einheimischen das Matterhorn
www.beausitezermatt.ch/de
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Gate to travel 16|2023
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