Gate to Travel No 16
My Way – Hotels&Appartements oder Wohmobil? Auf die Frage, wie man Island am besten bereise gibt es im Wesentlichen zwei Antworten: im gemieteten PKW von einem Hotel oder Ferienappartement zum nächsten reisen oder sich ein Wohnmobil mieten. Letzteres sollte man sich sehr früh überlegen, gibt es doch nur eine be grenzte Anzahl von Wohnmobilen auf der Insel und zur Hauptsaison im Sommer sind diese hochbegehrt. Mit dem Wohnmobil die Vulkaninsel zu bereisen ist grund sätzlich angenehm, hat man doch nicht die Qual der Stre ckenwahl, da es eigentlich nur eine große Straße gibt: die legendäre Ringstraße Nr. 1, auf der man die Insel einmal umrundet und Islands Landschaft in all seiner Vielfalt erlebt. Ins Landesinnere führen dann jedoch kleinere Straßen und die sind nicht alle für jeden Camper geeignet und es ist müßig, mit dem großen Camper 15 Kilometer auf buckeliger Schotterpiste zu einer Attraktion wie dem Gullfoss-Wasserfall zu fahren. Und Wege, die in sensible Biotope führen sind sogar für Wohnmobile gesperrt. Ebenfalls im Auge zu behalten sind sogenannte „F Straßen”. Dabei handelt es sich um Hochlandpisten, die nur für Fahrzeuge mit Vierradantrieb zugänglich und darüber hinaus während der Wintermonate, also von November bis Mai oder Juni, geschlossen sind. Früher war sogar wildes Campen erlaubt, doch die Menge an Besuchern führte zu einer Verschärfung der Camping-Regeln auf Island, da sich viele leider nicht an die (eigentlich recht einfachen) Regeln hielten. Nun ist zum Beispiel das Wildcampen im Süden komplett verbo ten. Wohnwagen, Autos, Vans und PKW dürfen nicht mehr irgendwo parken und dort übernachten. Sie alle müssen auf einem Campingplatz untergebracht werden. Island ist zwar sehr dünn besiedelt, doch man findet auf der ganzen Insel zahlreiche Campingplätze (rund 150). Insbesondere nahe der touristischen Hotspots gibt es aus reichend viele Campingplätze, vor allem im Süden ent lang der Ringstraße.
Ich selbst bin kein ausgesproche ner Camping-Fan, obwohl ich gerade in Island gerne einmal so ein luxuriöses Campingmobil auspro biert hätte. Doch leider war ich dafür viel zu spät dran und habe mich so mit für die zweite Variante ent schieden und ein Auto gemietet. Vorausschauend ein 4x4 SUV zu nehmen hat sich sehr gelohnt, denn
wie schon erwähnt ist fast jeder Weg, der von der Ring straße abgeht, sei es zu einer Sehens würdigkeit oder zu einer gemieteten Ferienwohnung äu ßerst unterschied lich befahrbar. Hier gibt einem der 4x4 doch die Sicherheit, gut anzukommen und das Auto nicht zu beschädigen.
Über Online-Plattformen zu buchen ist dagegen äußerst einfach und ich bin positiv überrascht, dass die Isländer mit ihren Ferienhäusern sehr großzügig sind und auch ohne Probleme nur für eine Nacht vermieten.
Rundkurs – Einmal um die Insel Die Gretchenfrage lautet auf Island nicht „Wohin?“, sondern vielmehr „In welcher Richtung?“ Wie bereits er wähnt gibt es die Ringstraße 1 und anfangs muss man hier höchstens entscheiden, ob man im Uhrzeigersinn oder dagegen fährt. Dabei stellt sich vor allem die Frage, wie man sich die Strecke und die Übernachtungen auf teilt, besonders wenn die Urlaubstage knapp kalkuliert sind. Hat man sich für eine Woche entschieden, ist die Ringstraße gut in der Zeit machbar und bietet dabei die meisten Hauptattraktionen Islands. Natürlich ist man viel unterwegs (Länge der Ringstraße ca. 1.300 Kilometer) und trifft eine Auswahl. So muss man beispielsweise die Halbinsel Snaefellsnes weglassen, die mit ihrem großen Nationalpark ein absolutes Highlight darstellt. Der malerische Kirkjufell ist eines der Top-Fotomotive aber von der Ringstraße abbiegend bei Vesturland zum Kirkjufell sind es satte 160 Kilometer Schotterpiste. Dafür sind dann schon zehn Tage Aufenthalt insgesamt das Minimum. Eine perfekte Aufteilung von Übernachtungen würde sich z. B. wie folgend gestalten:
sehr großzügig sind und auch ohne Probleme nur für eine Nacht vermieten. Alle Ferienhäuser sind mehr als zufriedenstellend mit toller Ausstattung und immer fantastischer Lage. Die Vermieter sind durchwegs hilfreich und zuvorkom
Autovermieter gibt es am Flughafen in Reykjavik jede Menge, alles läuft sehr professionell ab. Im Gegensatz zum Camper sollte man seine Route im Voraus auf jeden Fall sorgfältig planen, um gerade in der Hauptsaison jede Nacht auch sicher eine Unterkunft zu haben. Nach der Reise bin ich zwar über zeugt, dass man auch kurzfristig überall noch irgendwie ein Hotel oder eine Ferienwohnung bekom men hätte, doch das kostet Zeit und Nerven. Über Online-Plattformen zu buchen ist dagegen äußerst einfach und ich bin positiv überrascht, dass die Isländer mit ihren Ferienhäusern
mend, die Schlüssel bekommt man unkompliziert direkt über einen Code an einer Box am Haus selbst. Die Hotel auswahl ist dagegen nicht überwältigend, wobei ich Ferienhäuser in dieser Natur charmanter und passender finde. Es gibt jedoch eine pfiffige Hotelkette namens Ice landair Hotels, die mittlerweile acht Hotels über die Insel verteilt hat, die nicht zu groß sind und mit einem modernen nordischen Design begeistern. Ich nächtige im Icelandair Hotel Myvatn und bin mit der Lage, den Zim mern und auch dem Restaurant hoch zufrieden. www.icelandairhotels.com
Gate to travel 16|2023
84
85
Made with FlippingBook Online newsletter creator