TSVO 100 Jahre Magazin

I n der a-k lasse (7 m annschaften ) startete man als f avorit , konnte sich jedoch erst im letzten s piel vor dem a bstieg retten . 1930 s pielbetrieb in der a-klasse 1931 a m 13. A pril erfolgte wieder der z usammenschluß von tv o ttobeuren und den f ußballern . D er neue v erein heißt “tsv o ttobeuren ” D azu ein a uszug aus der m emminger z eitung : 1929 s cheinbar hatte man sich 1928 finanziell etwas übernommen. E s gab keinen größeren f aschingsball . I n der k rone fand jedoch eine maskierte d amen - und h errenkneipe statt . E s war eine “ehrenpflicht” aller aktiven und passiven m itglieder, ganz gleich wie, zu erscheinen .

“Ü bersetzung” :

i nternationales f ußball -w ettspiel in o ttobeuren . E in e mpfang , einzig wohl dastehend in seiner a rt ward am gestrigen f aschingssonntag nach der vom hiesigen f ußballklub verpflichteten n egermannschaft aus s t . P aolo d e l aonda zuteil . K urz nach a nkunft ratterte und pfauchte ein aus mehreren “w agen ” bestehender f estzug, den berittene p olizei und ein t rupp bis an die z ähne bewaffneter b eduinen und a raber eröffnete , durch die von dichten m enschenmassen umsäumten h auptstraßen nach dem s port platz . N ebst der n egermannschaft selbst erregten die in einem kunst voll gezimmerten fahrenden bauwerk untergebrachten m enschen fresser ( wen schüttelt es nicht bei den g edanken ...?) B erechtigtes auf sehen . W ie ganz anders doch die s pitzen eines hohen r ats , milde und gü tig lächelnd . W eisheit schaut den h erren aus den k nopflöchern. E in h och der k ultur , der z ivilisation ! W as soll ich erst sagen von den holden f estjungfern , die so verführerisch mit den a ugen zwinkern , Und dann kommt die k apelle, darauf in einer e quipage (K utsche ) der hochachtbare f estausschuß . A uf dem s portplatz ist eine riesige t ribüne errichtet . V on da aus begrüßt der erste b ürgermeister vor allem die g ästemannschaft , die sich auf der r eise zur o lympiade in a msterdam befindet und nun in o ttobeuren ein g astspiel absolvieren will . D ie r ede war ja ganz gut, wurde aber weit übertroffen von einem genialen g emeinderatsmitglied, dem es dank seiner früheren w eltrei sen möglich war , d ie r ede des s prechers der n egermannschaft satz weise zu verdolmetschen . ( Es ist übrigens erstaunlich, welche f ülle von g edanken in wenigen a usdrücken des sich äußerst lebhaft gebärdenden a frikaners liegt. Allerdings sprach der schwarze s ohn des heißen e rdteils gleichwohl mit m und , h änden und a ugen ). U nser g emeinderatsmitglied hob in seiner “tiefsinnigen” r ede auch hervor das die v eranstaltung unter dem hohen p rotektorat des p rinzen k arneval stehe . N ach solch sport begeisterten und begeisterten r eden führte die n egermannschaft einen höchst komisch wirkenden n ationaltanz auf . N och ein b egrüß ungsgedicht aus holdem m und einer f estjugfrau und das w ettspiel be gann . E ine z uschauermenge wie man sie auf dem s portplatz selten gese hen , verfolgte das fair durchgeführte s piel . E rgebnis : 1 : 1 u nentschieden . S chiedsrichter t sching -l ung leitete ein wandfrei . D em s piel schloß sich eine gesellige u nterhalung mit t anz im ” z irkus k rone ” an . -- d as gesamte u nternehmen war vorzüglich ins zeniert. M an kann sich von diesem i nternationalen t reffen bis 21. F eb ruar in außenpolitischer h insicht viel versprechen .

“Ü bersetzung” : d er einen h offnung a usdruck verleihend , dass durch die z usammenlegung beider v ereine am o rt dem eigentlichen z iele der p flege der l eibeserziehung und v olksertüchtigung besser gedient sein möge, schloß H err d irektor b aur in fortgeschrittener s tunde die im a llgemeinen sachlich und anregend verlaufene v ersammlung .

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