engelberg magazin nummer16 sommer

Auch die Organisation von Seminaren oder Gruppenreisen gehört zum Aufgabengebiet der Engelberg-Titlis Tourismus AG. Seminars and group trips are also among the ser- vices offered by Engelberg- Titlis Tourismus AG.

in Zürich, Engelberg blieb sie aber immer treu. Hier sei ihre Wahlheimat. «Mir gefällt, dass ich etwas verkaufen kann, hinter dem ich zu 100 Prozent stehe.» Ihre grösste Herausforderung ist das Abschalten nach der Arbeit. «Ich würde die Journalisten und Tour Operator manchmal gerne länger begleiten, doch ich kann mich schlecht zweiteilen.» Entspannung findet die Sales Managerin in den Bergen. Also genau dort, wo ihre starken Verkaufsargumente liegen. Auch wenn viele Gäste der Natur und des Sports wegen nach Engelberg kommen – die Kultur spielt im Dorf ebenfalls Kurdirektor amtete, organisiert Konzerte und koordiniert Anlässe des Klosters, des Talmuse- ums oder des Herrenhauses in Grafenort. «Das Benediktinerkloster ist kulturell gesehen die Hauptattraktion», sagt Charles Christen. Ihm ist wichtig, dass er Einheimischen und Gästen einen Zugang zu Künstlern und Werken bieten kann, von denen viele Leute noch keine Ahnung haben. «Kultur ist für mich keine elitäre Sache. Anlässe im Bereich des Brauchtums sind ebenfalls Kultur und gehören zur Identität von Engelberg.» Wie jede Firma muss auch das ETT finan- ziell auf gesunden Füssen stehen. Dafür sorgt Sabrina Suter als Leiterin Finanzen. Grund- sätzlich macht sie alles, was mit Zahlen zu tun hat. Dazu gehören nicht nur die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, sondern auch das Erstellen von Statistiken, das Qualitätsmanage- ment oder die Unterstützung des Tourismusdi- rektors bei strategischen Aufgaben. Gut acht Millionen Franken Umsatz macht die Engel- berg-Titlis Tourismus AG im Jahr. Die grösste eine wichtige Rolle. Dafür, dass das Brauchtum weiter- hin gepflegt wird und nicht verschwindet, sorgt Charles Christen als Kulturbeauftrag- ter. Er, der von 1968 bis 1993 als

Einnahmequelle bilden die Tourismusabgaben. Die Ausgaben gehen insbesondere zu Lasten der Lohnkosten und der Vermarktung. «Im Moment würde ich sagen, investieren wir am meisten Geld in die Angebotsattraktivitätssteigerung», sagt Sabrina Suter. Sie muss dafür sorgen, dass das Budget eingehalten wird. Spielverderberin zu sein, liegt ihr aber nicht. «Ich nehme an, das kommt davon, dass mir als Frau das Geld aus- geben leichter fällt als das Sparen», lacht sie. Die Aufgaben der vorgestellten Personen sind genau definiert. Bei Tourismusdirektor

Frédéric Füssenich ist die Jobbeschreibung schon um einiges umfangreicher. Auf die Frage, was seine Aufgabe sei, sagt er: «Breit gefasst führe ich ein KMU mit acht Millionen Umsatz und rund 20 Mitarbei-

Die Kultur spielt im Dorf eine wichtige Rolle.

tern. Ich gleise Projekte auf und habe den Lead bei verschiedenen Events.» Frédéric Füssenich ist ein Generalist. Einmal legt er zusammen mit dem Verwaltungsrat die Strategie fest, dann hat er Kontakt mit Journalisten und Reiseveranstal- tern. «Am Job gefällt mir vor allem Engelberg. Es ist ein Privileg, ein Produkt zu vermarkten, mit dem man sich voll und ganz identifizieren kann.» Auch wenn die Zeiten – dem starken Franken sei Dank – nicht einfach sind, ist er für die Zukunft optimistisch. «Engelberg hat alle Vorausset- zungen, gestärkt aus der Krise hervorzuge- hen. Wichtig ist nur, dass wir unsere Chancen gemeinsam nutzen.» Diesen Optimismus hat Frédéric Füssenich sicherlich nicht zuletzt des- halb, weil er ein starkes Team hinter sich weiss, das sich mit viel Herzblut für Engelberg einsetzt.

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