GOLF TIME 5/2025
Geht man durch eine kleine unscheinbare Tür hinter der Bar in den nächsten Raum, dann steht man plötzlich mitten in einem sensationellen Grillrestaurant. Steaks, Lamm und Lobster werden hier über Feu er gegrillt. Kein Wunder also, dass ich bei meinem Besuch plötzlich neben Raphaël Jacquelin stehe. Der französische Golfprofi ist mit einem anderen Franzosen gerade in Portrush, um den Open-Platz im Vorfeld des Major zu spielen. „AUFWÄRMEN“ IN PORTSTEWART Vor meiner Runde auf dem Dunluce Championship Course geht es für mich aber erst einmal nach Portstewart, fünf Kilometer südwestlich von Portrush. Dort gibt es gleich drei Linksplätze. Für mich geht es zur Eingewöhnung auf den Strand Course, auf dem Jon Rahm bei der Irish Open 2017 seinen ersten Sieg auf der DP World Tour feiern konnte. Leider macht das Wetter, was das Wetter in Nordirland so macht, und wechselt dauerhaft zwischen böigem Wind, moderatem oder auch mal stärke rem Regen und gelegentlichem Sonnen schein. Doch weil ich so etwas wegen der Lage der grünen Insel im Atlantik erwartet hatte, bin ich vorbereitet: Schirm, Regen überzug und wasserfeste Kleidung gehören hier einfach zur Standardausrüstung. Mit einem „Have fun, Guys“ schickt uns der Starter auf unsere Runde. Der erste Abschlag ist gleich mal ein absolutes High light. Von einem Plateau hoch über dem Meer schlägt man den Ball mit Blick auf einen kilometerlangen weißen Sandstrand auf das etwa 30 Meter tiefer gelegene schmale Fairway, das auf beiden Seiten von tiefem Rough begrenzt wird. Überall sieht man die typischen kreisrunden Pot-Bun ker, die einen Ball, den sie mal verschluckt haben, nicht so leicht wieder hergeben. Gerade die ersten neun Loch sind extrem abwechslungsreich und bieten ein perma nentes Rauf und Runter. Mein absolutes Lieblingsloch ist gleich die Zwei. Von einem Plateau aus sieht man in etwa 160 Metern Entfernung das Fair way. Um dahin zu kommen, muss man den Ball aber mindestens 150 Meter Carry schlagen, damit er über einen am Boden vielleicht drei Meter breiten Einschnitt fliegt, der sich nach oben wie ein „V“ auf macht. Das ist Nervenkitzel, denn wenn das nicht gelingt, landet man an einem steilen Hang im typischen Dünengras. Immerhin lassen sich die Bälle dort recht leicht finden, wenn man weiß, wo man suchen muss. Das Herausspielen ist aller dings meist deutlich problematischer.
„The official 19 th Green of the Open 2025“: The Harbour Bar in Portrush
The Harbour Bar: Riesenlobster im Grillrestaurant (l.); jede Menge Open-Souvenirs (r.)
Sensationelles Layout: Der Strand Course im Portstewart Golf Club
GOLF TIME | 5-2025
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