CF_03_2020

FUNDAMENT

Schwester Dominica, Delegationsoberin der Teresian Carmelites, im Gespräch mit Wolfgang Allhorn, Leiter der Stabsstelle Kirchliche Unternehmenskultur.

Enge Verbundenheit Zwei Ordensgemeinschaften unter einem Dach – wie geht das? Die Teresian Carmelites (CTC) aus Indien und die Schwestern der Cellitinnen zur hl. Maria leben es vor.

Schwester Dominica, seit vielen Jahren unterstüt- zen Sie und ihre Mitschwestern die Cellitinnen in deren Kloster in Köln-Longerich. Sie leben in ei- nem eigenen Konvent, teilen aber die Mahlzeiten, die Arbeit, die täglichen Gebetszeiten und Mess- feiern.Welche Unterschiede, welche Gemeinsam- keiten machen Sie im Ordensleben aus? Wie die Cellitinnenschwestern früher, legte unse- re Ordensgründerin neben dem geistlichen Leben Wert auf die Ausbildung von Mädchen und Frau- en. In Indien betreiben wir Schulen, in denen sie

auch einen Beruf erlernen, wie beispielsweise das Nähen oder die Krankenpflege. Mit den Kindergär- ten, den Pflege-, Näh- und Hauswirtschaftsschu- len versuchten früher auch die Cellitinnen, das Los der Frauen zu verbessern, sie selbstbewuss- ter und unabhängiger zu machen. Wie wir gingen auch sie in die Familien und versorgten dort die Alten und Schwachen. Beide Ordensgemeinschaf- ten versuch(t)en in ihrer Zeit und ausgerichtet an der frohen Botschaft, die Gesellschaft lebenswer- ter zu gestalten.

34 CellitinnenForum 03 | 2020

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