Blickpunkt Schule 3 2026
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Berufsorientierung am Gymnasium Ein zentraler Aspekt ist die Berufswahlkompetenz selbst
D ie Berufsorientierung am Sie soll einerseits auf ein Studium vor bereiten, andererseits aber auch die duale Ausbildung als gleichwertigen Anschlussweg sichtbar machen. Für Gymnasiallehrkräfte ergibt sich da raus ein erweiterter Bildungsauftrag: Schülerinnen und Schüler sind zu re flektierten, tragfähigen Entscheidun gen zu befähigen. Angesichts eines steigenden Anteils von Abiturientin nen und Abiturienten in der dualen Ausbildung gewinnt diese Perspektive zunehmend an Bedeutung. Rahmen und Zielsetzung in Hessen Das Hessische Kultusministerium ver ankert die ‘Berufliche Orientierung’ als verbindlichen Bestandteil schu lischer Bildung – auch am Gymnasi Gymnasium steht vor einer doppelten Herausforderung:
um und in der gymnasialen Oberstufe. Ziel ist der systematische Aufbau von Berufswahlkompetenz. 1 Schülerinnen und Schüler sollen eigene Stärken und Interessen erkennen, Praxiserfah rungen sammeln und fundierte Ent scheidungen treffen können. Mit der landesweiten Strategie OloV (‘Optimierung der lokalen Vermitt lungsarbeit’) sowie dem Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung wird ein verbindlicher Qualitätsrahmen ge schaffen. 2 Dieser betont ausdrücklich die Gleichwertigkeit von akademi scher und beruflicher Bildung und fordert eine systematische, curricular verankerte Berufs- und Studienorien tierung. Was Betriebe erwarten Empirische Befunde zeigen überein stimmend, dass Betriebe bei Bewer berinnen und Bewerbern – auch mit
Abitur – weniger auf formale Ab schlüsse als auf Kompetenzen achten. Dies bestätigen auch meine vielen Gespräche mit Betriebspraktikern, insbesondere aus der chemisch-phar mazeutischen und kunststoffver arbeitenden Industrie. Erwartet werden zunächst trag- fähige fachliche Grundlagen: sichere Sprachkompetenz, Textverständnis sowie mathematische Basisfertig- keiten. 3 Darüber hinaus spielen per sonale Kompetenzen eine zentrale Rolle, insbesondere Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft und Selbst ständigkeit. 4 Ebenso bedeutsam sind soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und ein angemessenes Arbeitsverhalten. 5 Ergänzt werden diese durch metho dische Kompetenzen wie Lernfähig keit, Problemlösekompetenz und strukturiertes Arbeiten.
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