Blickpunkt Schule 3 2026
Der 13. dbb Bundesfrauenkongress in Berlin ‘Jetzt oder nie: Frauen. Macht. Demokratie.’
Ihre Analyse machte deutlich: Mehr Frauen in politischen Prozessen und Führungspositionen stärken nicht nur die Repräsentativität, sondern auch die demokratische Qualität. Neuwahlen: Kontinuität und neue Impulse Ein zentraler Programmpunkt waren die Neuwahlen des dbb Bundesfrauen vorstands. Milanie Kreutz wurde erneut zur Bundesvorsitzenden der dbb Frau envertretung gewählt. In ihrer Rede unterstrich sie die Dringlichkeit der kommenden Jahre für die gleichstel lungspolitische Entwicklung im öffent lichen Dienst. Ihr Statement brachte die Stimmung des Kongresses präzise auf den Punkt: »Gerade in schwierigen Zei ten und andauernden Krisen braucht es die Perspektive von Frauen mehr denn je.« (Quelle: dbb magazin 4/2026, S. 28 ff.) Für den Deutschen Philologenver band besonders erfreulich: Martina Scherer , Landesvorsitzende des Phi lologenverbands BadenWürttemberg, wurde als Beisitzerin in das neu ge wählte Präsidium des dbb Bundes frauenvorstands gewählt. Ihre Wahl stärkt die bildungspolitische Expertise im Gremium und verleiht den Anliegen der Gymnasiallehrkräfte zusätzliche Sichtbarkeit. Parität als Leitmotiv – und als Auftrag Die Diskussionen des Kongresses machten unmissverständlich deutlich, dass die paritätische Besetzung poli tischer und ehrenamtlicher Ämter weit über eine Gleichstellungsfrage hinausgeht. Die Referentinnen waren sich einig: Mehr Frauen in Verantwor tung bedeutet mehr Demokratie. Der Kongress setzte damit ein star kes Signal – gleichermaßen an Politik, Verbände, Verwaltungen und Bil dungseinrichtungen. Für den öffent lichen Dienst, der sich als Garant de mokratischer Stabilität versteht, bleibt die Förderung weiblicher Füh rungskräfte eine zentrale Zukunfts aufgabe. Tanya Gotta-Leger | Vorsitzende des Pädagogischen Ausschusses
dbb intern
M it eindrucksvoller Präsenz, spürbarem Gestaltungswillen und einer unüberhörbaren po litischen Botschaft trat am 20. und 21. März 2026 der 13. dbb Bundesfrauen kongress im Estrel Convention Center in Berlin zusammen. Unter dem Motto ‘Jetzt oder nie: Frauen. Macht. Demo kratie.’ kamen 500 Delegierte aus den Mitgliedsverbänden des dbb zusam men, um die frauenpolitische Agenda der kommenden Jahre entschlossen neu auszurichten. Die dbb Bundes frauenvertretung repräsentiert mit rund 500000 weiblichen Mitgliedern die größte Interessenvertretung von Frauen im öffentlichen Dienst – und sie mach te in Berlin deutlich, dass Gleichstel lung kein Randthema, sondern ein demokratischer Auftrag ist. Tanya Gotta-Leger nahm als eine der Man datsträgerinnen für Hessen am dbb Bundesfrauenkongress in Berlin teil. Demokratie braucht Frauen – Impulse aus Politik und Wissenschaft Im Zentrum der zweitägigen Veran staltung stand die Frage, wie Frauen in politischen, beruflichen und ehren amtlichen Entscheidungsstrukturen endlich die sichtbare Wirksamkeit erhalten, die ihnen zusteht. Die Refe rentinnen aus Politik, Verband und Wissenschaft setzten dabei klare, teils
kämpferische Akzente. Die Bundes ministerin für Bildung, Familie, Senio ren, Frauen und Jugend, Karin Prien , sowie die Bundesjustizministerin Stefanie Hubig machten unmiss- verständlich deutlich, dass demo kratische Teilhabe ohne weibliche Perspektiven unvollständig bleibt. Beide betonten, wie dringend es sei, dass Frauen sich mehr aktiv in politi sche Prozesse, Verbandsarbeit und Ehrenämter einbringen – denn rund die Hälfte der Bevölkerung ist weib lich, und das müsse sich in allen Ent scheidungsebenen widerspiegeln. Einen wissenschaftlich fundierten und zugleich pointierten Beitrag lie ferte Prof. Dr. Silke Ruth Laskowski (Universität Kassel). Unter dem Titel ‘Parlamentarische Demokratie nur mit Frauen – Jetzt: Paritätische Sit zungszuteilung’ zeigte sie auf, wie es senziell paritätische Strukturen für eine funktionierende Demokratie sind. n Die hessischen Philologinnen waren gut vertreten beim Kongress: Edith Krippner Grimme, Tanya Gotta-Leger, Susanne Lin-Klitzing und Ulrike Rau sowie aus Berlin Gabriela Kasigkeit (v.l.n.r.)
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Foto: Tanya Gotta-Leger
Foto: Gabriela Kasigkeit
SCHULE 3|2026
n Die Kongressteilnehmerinnen des DPhV aus allen Bundesländern; ganz links Martina Scherer, die Landesvorsitzende des PhV Baden-Württemberg und neu gewählte Beisitzerin im Präsidium des dbb Bundesfrauenvorstands
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