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GOLF TIME
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4-2016
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sOs-KinDerDÖrFer WeLTWeiT
Wir sagen
„Danke“
D
as zweite Jahr in Folge sind die
„SOS-Kinderdörfer weltweit“ der
Social Partner der SAMSONITE
Club Tour presented by Dominika-
nische Republik Tourist Board. Im Anschluss
an das Finale 2015, Anfang Mai im Casa de
Campo Resort & Villas ausgetragen, nutzten
wir die Gelegenheit, dem begünstigten SOS-
Kinderdorf „Los Jardines“ in Santo Domingo
einen Besuch abzustatten und den Spenden-
scheck in Höhe von 13.377,89 Euro persönlich
zu übergeben. Das war die Summe, die über
die teilnehmenden Golfclubs bzw. Golfer
im Laufe der vergangenen Saison im Rah-
men der Turnierserie gesammelt werden
konnte und, um es vorweg zu nehmen:
Besser hätten die Gelder wohl nicht ein-
gesetzt werden können.
Die Eindrücke, die wir dabei sam-
meln konnten, waren schlicht
überwältigend: Schon auf der
zweistündigen Fahrt von Ro-
mana nach Santo Domin-
go zeigte sich der bisweilen
krasse Gegensatz zwischen
paradiesischer Karibik-Insel und armem
Dritte-Welt-Land: Links der Autobahn traum-
hafte endlose Sandstrände – so, wie man das
von der Bacardi-Werbung her kennt – auf der
anderen Seite Wellblechhütten und bittere
Armut. Entsprechend ruhig war es im Fahr-
zeug, immerhin hatten wir gerade mit 50 Teil-
nehmern eine Woche Luxus pur im Super-
edel-Resort verbracht.
Als uns unser Fahrer Rafael schließlich
wohlbehalten beim SOS-Kinderdorf ablie-
fert – Verkehrsregeln
werden in der
DomRep nur
Ortstermin
Spendenscheck-Übergabe an das SOS-
Kinderdorf „Los Jardines“ in Santo Domingo, DomRep.
bedingt befolgt – macht sich Erleichterung
breit: Das Dorf, bestehend aus 15 schlichten
Häusern, macht einen durchwegs positiven
Eindruck. Hier leben rund 100 Kinder im
Alter zwischen einem und 16 Jahren mit ihren
15 SOS-Müttern in einfachen, aber geordne-
ten und – besonders wichtig – überaus liebe-
vollen Verhältnissen. Sie alle haben in ihren
leiblichen Familien Gewalt, Missbrauch und
Vernachlässigung erlebt, bevor sie in ihrer
SOS-Familie ein neues Zuhause fanden.
Nach anfänglicher Scheu der Kids und einem
Mittagessen bei SOS-Mutter Magdalena mit
ihren sieben Kindern, haben wir ausgiebig
Gelegenheit, dem Tagesablauf im Dorf beizu-
wohnen. Es wird viel herumgetollt, gespielt
und vor allem gelacht, die älteren Kinder
liefern sich ein Basketball-Match. Unsere
Handys und besonders die Video-Kamera
haben es den Kids dabei angetan – Kamerafrau
Dagmar ist am Ende umringt von Kids, die
einerseits mit demMikrofon in der Hand
singen, tanzen und „moderieren“, wäh-
rend andere abwechselnd fasziniert
durch die Linse schauen. Am Ende des
Tages sind wir um eine emotionale
Erfahrung reicher und froh um
das Wissen, dass die Spen-
dengelder hier beste Ver-
wendung finden. Mehr
dazu, u. a. eine um-
fangreiche Bilderga-
lerie, finden Sie unter
Golftime.de.GT
strahlende gesichter
SOS-Kinderdorf „Los Jardines“-Leiter Roberto Watson (2. v. l.), Mitarbeiter
und Kinder, bei der Scheckübergabe durch Dawn Young (M. h.) und Marcus Brunnthaler (2. v. r.)
faszination
SOS-Kind José wollte das Mikro-
fon nicht mehr aus der Hand geben und mode-
rierte, später tanzte und sang er noch ausgiebigst
liebevoll
So ist der Umgang zwischen den
SOS-Mitarbeitern und den Kindern. Hier Jenny




