multifunktionalen Anlage besser geschaffen
würde. Denn hier würden auch alle Abteilun-
gen berücksichtigt und könnten sich dann
auch wie „zuhause“ fühlen. Im übrigen könnte
das dort auch für „Nicht-Mitglieder“ zutreffen.
Als „neues Zuhause“ der Handballabteilung
wird in dem Strategiepapier die „Sportland-
halle“ genannt. Leider wird dabei nicht
berücksichtigt, dass die Halle Sportland
unbestritten und umfänglich sanierungsbe-
dürftig ist und in keinem Fall ein Zuhause
darstellen kann. Schon der Hallenboden
widerspricht diesem Gedanken.
Das löchrige Dach und die im Sommer
schwer auszuhaltenden klimatischen
Bedingungen tun den Rest.
Weder mit Zukunft noch mit Perspektive hat
das etwas zu tun. Für uns wird schon allein
durch diese Vorstellung deutlich, was nach
demWillen des SVHU e.V. aus der Handball-
abteilung werden soll. Ausdrücklich wird
über das Sportland geschrieben: „Aufwendi-
ge und sehr kostspielige Sanierungen können
ausgesetzt werden. Das für die Sanierung
erforderliche Geld kann sinnvoller für den
Bau neuer zukunftsträchtiger Sporträume
genutzt werden. Die Sporthalle wird
weiterhin für den Sportbetrieb benötigt.“
Eine Zukunft ohne den Handballsport?
Über die Kosten und deren Verteilung
schweigt man sich aus. Auf der Delegierten-
versammlung wurde aus den Reihen der
Handballabteilung diese Frage gestellt.
Beantwortet wurde die Frage so: „Über Geld
haben wir uns bei der Planung keine
Gedanken gemacht!“ Weder über die Kosten
der Errichtung noch über die Kosten des
Betriebes? Da bleiben doch viele Fragen
offen. Doch es dürfte selbstverständlich sein,
dass nach einem Bau einer solchen Anlage
über Jahrzehnte kein Spielraum mehr zur
Verfügung steht, der den Bau einer Halle
ermöglichen würde. Und das, wo schon
heute der Bedarf nicht zu übersehen ist. Mit
Zukunft und Perspektive hat das Strategiepa-
pier aus unserer Sicht nichts zu tun. Als
Handballer möchte ich meinen Bedarf
berücksichtigt wissen. Schließlich sind es
auch meine Beiträge, die für diese Strategien
dann herhalten müssen.
Wir Handballer würden uns freuen, wenn
wir an einer Bedarfsfeststellung und einem
Strategiepapier beteiligt werden und nicht
nur hinnehmen müssen, was sich an der
Geschäftsstelle ausgedacht wird. Auch das
zeichnet einen Sportverein aus, der zum
größten Teil aus ehrenamtlich tätigen
Menschen besteht, die ihren Sport mit
Leidenschaft und nicht mit Kalkül betreiben,
unterstützen und leben.
Für uns als Handballabteilung ist
das Strategiepapier keine Vision,
keine Perspektive und keine
Zukunft, sondern eine Absage
an den Handballsport.
Die schließende Bemerkung, dass mit einer
weiteren Verringerung der Hallenkapazitä-
ten durch den zunehmenden Ganztagesbe-
trieb der Schulen zu rechnen ist, ist
bemerkenswert. Ebenso das daraus gezogene
Fazit, dass dieser Entwicklung nur mit dem
Bau einer Drei-Feld-Sporthalle begegnet
werden könnte, die aber nicht Teil des
Strategiepapiers ist.
Abschließend stellen wir uns die Frage, ob die
Planungen und Strategien des SVHU e.V.
eher den marktwirtschaftlichen Gesetzen
unterliegen als dem tatsächlichen Bedarf
seiner Mitglieder und, bezogen auf den
kulturellen Nutzen einer Multifunktionsanla-
ge, auch dem Bedarf der Nicht-Mitglieder.
SPORTSTÄTTEN-ENTWICKLUNG
(Beispiele und Optionen aus der
Präsentation des SVHU e.V.)




