Previous Page  19 / 24 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 19 / 24 Next Page
Page Background

multifunktionalen Anlage besser geschaffen

würde. Denn hier würden auch alle Abteilun-

gen berücksichtigt und könnten sich dann

auch wie „zuhause“ fühlen. Im übrigen könnte

das dort auch für „Nicht-Mitglieder“ zutreffen.

Als „neues Zuhause“ der Handballabteilung

wird in dem Strategiepapier die „Sportland-

halle“ genannt. Leider wird dabei nicht

berücksichtigt, dass die Halle Sportland

unbestritten und umfänglich sanierungsbe-

dürftig ist und in keinem Fall ein Zuhause

darstellen kann. Schon der Hallenboden

widerspricht diesem Gedanken.

Das löchrige Dach und die im Sommer

schwer auszuhaltenden klimatischen

Bedingungen tun den Rest.

Weder mit Zukunft noch mit Perspektive hat

das etwas zu tun. Für uns wird schon allein

durch diese Vorstellung deutlich, was nach

demWillen des SVHU e.V. aus der Handball-

abteilung werden soll. Ausdrücklich wird

über das Sportland geschrieben: „Aufwendi-

ge und sehr kostspielige Sanierungen können

ausgesetzt werden. Das für die Sanierung

erforderliche Geld kann sinnvoller für den

Bau neuer zukunftsträchtiger Sporträume

genutzt werden. Die Sporthalle wird

weiterhin für den Sportbetrieb benötigt.“

Eine Zukunft ohne den Handballsport?

Über die Kosten und deren Verteilung

schweigt man sich aus. Auf der Delegierten-

versammlung wurde aus den Reihen der

Handballabteilung diese Frage gestellt.

Beantwortet wurde die Frage so: „Über Geld

haben wir uns bei der Planung keine

Gedanken gemacht!“ Weder über die Kosten

der Errichtung noch über die Kosten des

Betriebes? Da bleiben doch viele Fragen

offen. Doch es dürfte selbstverständlich sein,

dass nach einem Bau einer solchen Anlage

über Jahrzehnte kein Spielraum mehr zur

Verfügung steht, der den Bau einer Halle

ermöglichen würde. Und das, wo schon

heute der Bedarf nicht zu übersehen ist. Mit

Zukunft und Perspektive hat das Strategiepa-

pier aus unserer Sicht nichts zu tun. Als

Handballer möchte ich meinen Bedarf

berücksichtigt wissen. Schließlich sind es

auch meine Beiträge, die für diese Strategien

dann herhalten müssen.

Wir Handballer würden uns freuen, wenn

wir an einer Bedarfsfeststellung und einem

Strategiepapier beteiligt werden und nicht

nur hinnehmen müssen, was sich an der

Geschäftsstelle ausgedacht wird. Auch das

zeichnet einen Sportverein aus, der zum

größten Teil aus ehrenamtlich tätigen

Menschen besteht, die ihren Sport mit

Leidenschaft und nicht mit Kalkül betreiben,

unterstützen und leben.

Für uns als Handballabteilung ist

das Strategiepapier keine Vision,

keine Perspektive und keine

Zukunft, sondern eine Absage

an den Handballsport.

Die schließende Bemerkung, dass mit einer

weiteren Verringerung der Hallenkapazitä-

ten durch den zunehmenden Ganztagesbe-

trieb der Schulen zu rechnen ist, ist

bemerkenswert. Ebenso das daraus gezogene

Fazit, dass dieser Entwicklung nur mit dem

Bau einer Drei-Feld-Sporthalle begegnet

werden könnte, die aber nicht Teil des

Strategiepapiers ist.

Abschließend stellen wir uns die Frage, ob die

Planungen und Strategien des SVHU e.V.

eher den marktwirtschaftlichen Gesetzen

unterliegen als dem tatsächlichen Bedarf

seiner Mitglieder und, bezogen auf den

kulturellen Nutzen einer Multifunktionsanla-

ge, auch dem Bedarf der Nicht-Mitglieder.

SPORTSTÄTTEN-ENTWICKLUNG

(Beispiele und Optionen aus der

Präsentation des SVHU e.V.)