MattPost Nr. 26 Dez-2025
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matt post
Nr. 26 | Dezember 2025
UMBAU NEUHUSHOF 1 BIS 5 Das war eine sportliche Aufgabe | Seite 4
MEHR ALS 10 MILLIONEN MIETERTRAG | SEITE 8
BG MATT SEIT DER GEBURT | Seite 10
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IMPRESSUM
Informationszeitschrift der Baugenossenschaft Matt Littau
info@bgmatt.ch www.bgmatt.ch
Redaktion Philipp Unterschütz Markus Helfenstein Peter Joller
Konzept HOMM interactive GmbH, Luzern, www.homm.ch
Bild Vorderseite Neuhushof 1 & 2 mit Photovoltaikanlage
Druck Druckerei PK Druck, Luzern
Bild Rückseite Neuhushof Bad Abbruch
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MARKUS HELFENSTEIN Präsident Baugenossenschaft Matt
Geschätzte Leserinnen und Leser
Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu – ein Jahr voller Herausforderungen, die wir gemeinsam gemeistert haben. Es war geprägt von intensiver Arbeit, wichtigen Entscheidungen und Projekten, die unsere Zukunft nachhaltig beeinflussen werden. Besonders stolz sind wir auf die erfolgreichen Sanierungen der Liegenschaften Neuhushof 3 und 4 . Diese Sanierungen waren nicht nur baulich anspruchsvoll, sondern auch ein organisatorischer Kraftakt. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Betei ligten konnten beide Häuser termingerecht und im geplanten Rahmen erneuert werden. Damit haben wir einen wichtigen Beitrag zur Werterhaltung und Modernisierung unseres Bestands geleistet. Ein weiterer Meilenstein war der Abschluss des Projektwett bewerbs für die Arealentwicklung Luzernerstrasse 134–148 . Die Projektbeiträge werden in einer Ausstellung am 12. und 13. Dezember präsentiert. Eine grossartige Gelegenheit, die Zukunft dieses Areals sichtbar zu machen und gemeinsam einen Blick nach vorne zu werfen. Auch personell hat sich bei der BG Matt etwas geändert. In einem Porträt stellen wir unseren neuen Mitarbeiter Livio Capra vor. Abgerundet wird diese Ausgabe der Mattpost durch einen Bericht über unsere Generalversammlung Ende April 2025 , die einmal mehr gezeigt hat, wie gross das Interesse unserer GenossenschafterInnen ist, und wie wertvoll die persönlichen Kontakte mit unseren GenossenschafterInnen sind. Wir bedanken uns für das grosse Vertrauen und wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit, frohe Festtag und ein friedliches, glückliches neues Jahr.
FOKUS
UMBAU NEUHUSHOF 1 BIS 5
Seite 4
FOKUS Rückblick GV 2025
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Wir begrüssen Livio Capra 10 Arealentwicklung Luzernerstrasse 134–146 14
INTERNA Heizung/Besucherparkplätze Weihnachtszopf/Öffnungszeiten
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INSERAT Neuer Fischmarkt «Oltremare»
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Fokus
Über 30 Jahre ist es her, seit die Häuser im Neuhushof 1993 gebaut worden sind. Eine lange Zeit, die Spuren hinterlässt. Die Analyse des Zustands hatte denn auch gezeigt, dass etliche Teile der Bauten saniert oder gar ersetzt werden müssen. Eine umfassende Sanierung, war auch aus Gründen der Werterhaltung angezeigt. Im August 2024 begannen die Arbeiten am Neuhushof 1 und 2. Für die Baugenossenschaft Matt waren Nachhaltigkeit und energetische Faktoren besonders wichtige Elemente der Gesamtsanierung.
«Auf dem Dach Neuhushof 1 und 2 wurde eine Photovoltaikanlage (PV) installiert. Diese liefert sogar mehr Energie als die beiden Häuser brauchen können.»
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Fokus
«DAS WAR EINE ‹SPORTLICHE› AUFGABE»
Die Sanierung der Überbauung Neuhushof 1 bis 5 musste in engem Zeitrahmen und unter teilweise bewohntem Zustand erfolgen. Trotz der Herausforderungen wurde alles im Kosten- und Terminrahmen und zur Zufriedenheit unserer Mieterschaft erledigt.
Sämtliche Fenster wurden durch eine dreifach Isolier verglasung ersetzt. Bauphysikalische Untersuchungen hatten aber gezeigt, dass die Fassaden immer noch den geforderten Dämmwerten entsprechen, sodass auf zusätzliche wärmetechnische Massnahmen ver zichtet werden konnte. Auf dem Dach von Haus 1 und 2 wurde eine Photo voltaikanlage(PV) installiert. Diese liefert sogar mehr Energie als die beiden Häuser brauchen können. Die Energie wird für die gesamte Überbauung gebraucht.
Weil es dann aber doch knapp werden könnte, wird auf Haus 5 eine weitere zusätzliche PV-Anlage realisiert. Dass auf den Häusern 3 und 4 keine PV gebaut wird, liegt an den «unruhigen» Dachflächen mit Lukarnen und Dachfenstern. Auch an den Küchen und Bädern in der Überbauung hat der Zahn der Zeit genagt. Deshalb wurden sie vollständig ersetzt. Die Abwasserhauptleitungen bestanden aus Gusseisenrohren, was heute wegen Rostgefahr nicht mehr gemacht wird. Sie wurden durch
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Fokus
Neuinstallation der Sanitären Einrichtungen
Kunststoffrohre ersetzt – eine der Herausforderungen des Projekts, weil die Hauptstränge, die sich jeweils über vier Stockwerke erstrecken, in einem Zug ersetzt werden müssen. Dies bedingte eine genaue Planung der Abläufe. Für die Küchen gab es modernere
Outfits, hochwertige Abdeckungen aus Kunststein oder Glas und energieeffiziente Geräte. Die neuen Induktionsherde brauchen deutlich weniger Energie. In den Bädern wurden in den 3½-Zimmer-Wohnungen die Badewannen durch Duschen ersetzt.
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Fokus
Die Arbeiten wurden mehrheitlich an Littauer Betriebe vergeben. «Teilweise waren diese sogar schon beim Bau 1993 dabei, was dazu führte, dass auch gewisse Handwerker von damals erneut mitwirkten. Ein grosser Vorteil, weil sie den Bau kennen, mitdenken, und so Fehler vermieden werden», erklärt Daniel Schumacher, Tripol Architekten, der im Vorstand der BG Matt sitzt und das Sanierungsprojekt leitet. Die Bauleitung übten Markus Studer und Ernst Zimmermann aus. Die Sanierung erfolgte in rekordverdächtigem Tempo. Im Neuhushof 1 und 2 von August bis November 2024, in Haus 3 vom April bis Juli 2025, in Haus 4 vom August bis November 2025 und als letzte Etappe wird Neuhushof 5 vom August bis November 2026 folgen. Im Haus 5 befinden sich vor allem Alterswohnungen und die Mieterschaft anderswo unterzubringen, ist anspruchsvoll. Weil das Haus in einem Zustand ist, der es erlaubt, noch vier bis fünf Jahre zuzuwarten, wird vorerst nur eine Aussensanierung gemacht und die Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. Rückblickend sagt Daniel Schumacher, dass der enge Zeitplan mit drei Wochen für Planung und Ausführung durch die Handwerker für bis acht Badezimmer und vier Küchen tatsächlich sehr eng war. In Spitzenzeiten waren bis 30 Arbeiter vor Ort. «Gegen Ende wurde der Druck immer spürbarer. Trotzdem gab es aber keine Unfälle und wir blieben im Kostenrahmen. Bei einem gleichen Projekt werden wir künftig wohl
längere Zeitfenster einplanen. Ein grosser Dank gilt den Handwerkern für ihren enormen Einsatz unter Stress, das ist nicht selbstverständlich.» Dass sich die Mieterschaft über die Sanierung gefreut hat, zufrieden ist und es durchwegs gute Rückmel dungen gab, freut nicht nur die BG Matt. «Auch für uns und die Handwerker ist das nach dem grossen Einsatz eine Genugtuung. Ein schönes Gefühl, wenn das Echo gut ist», sagt Daniel Schumacher. Gemeinsam mit den am Bau beteiligten Handwerkern und Planern werden wir im Frühling 2026 einen Anlass als Dankeschön für die erfolgreiche Zusammenarbeit durchführen.
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FOKUS
«ERSTMALS MEHR ALS 10 MILLIONEN MIETERTRAG»
Die Generalversammlung der Baugenossenschaft Matt durfte von einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2024 Kenntnis nehmen. Die neue Überbauung Bernstrasse zahlt sich aus. Und an der Luzernerstrasse wartet schon das nächste Grossprojekt.
Bernstrasse übertrifft Erwartungen Zum Erfolg trug aber auch der erfolgreiche Abschluss der Überbauung an der Bernstrasse bei, die gemein sam mit der Baugenossenschaft abl realisiert worden war. Die Zusammenarbeit war Neuland, habe aber bestens geklappt, hiess es. Die Wohnungen in den neuen Liegenschaften Bernstrasse 76/78/80, die der BG Matt gehören, waren im September 2024 bereits alle vermietet. Dies führte dazu, dass erstmalig in der Geschichte der BG Matt der Mietzinsertrag netto die Hürde von 10 Millionen Franken überstieg. «Die schnelle Vermietung hat alle unsere Erwartungen übertroffen, wir hatten eher mit einigen Leerstän den gerechnet», kommentierte Präsident Markus Helfenstein in seinem Jahresrückblick und meinte, die Wohnungsknappheit habe der BG Matt in die Hände gespielt. Aber auch das Team auf der Geschäftsstelle habe eine aussergewöhnlich gute Arbeit geleistet, habe sie den ganzen Vermietungsprozess doch neben dem normal anfallenden Arbeitspensum bewältigt. Mit den neuen Liegenschaften an der Bernstrasse ist das Portfolio der BG Matt um 62 Wohnungen und drei Ateliers auf 685 Einheiten angewachsen, eine Zunahme von beinahe 10 Prozent des Bestands. Auch mit der Bauabrechnung darf die Genossenschaft zufrieden sein. Der Kredit/Kostenvoranschlag betrug 28,5 Millionen, die Bauabrechnung schliesslich 30,5 Millionen. «Die Mehrkosten sind angesichts der Bau teuerung und Corona bedingten Auswirkungen (z.B. Lieferengpässe) während der Bauzeit ein sehr gutes Ergebnis. Sie bewegen sich im Rahmen der üblichen Bauteuerung», freute sich Markus Helfenstein. Architekturwettbewerb für nächstes Grossprojekt Gut verlaufen sind auch die Sanierungen am Neu hushof 1 und 2. Das zuständige Vorstandsmitglied Daniel Schumacher zeigte der Versammlung auf, was für Kosten von 1,78 Millionen Franken alles erreicht wurde, unter andrem neue Küchen, Bäder und Böden. Mit einer guten Kommunikation und Planung war es möglich, dass trotz der umfangreichen Arbeiten keine Kündigungen nötig waren und alle Mieterinnen und Mieter schon nach drei Wochen in ihre neuen
Vorstand BGM vorne von links Markus Helfenstein Nicole Rey Roger Sonderegger hinten von links Daniel Schumacher Andreas Meier Rolf Fischer
Es gibt kaum ein besseres Zeugnis für einen Vor stand oder eine Geschäftsleitung, als wenn die Stim menzählerinnen oder Stimmenzähler nichts zu tun haben, weil im Saal Einigkeit herrscht. So konnte sich der Vorstand der Baugenossenschaft Matt im Zentrum St. Michael an der Generalversammlung am 2. Mai freuen, dass die 273 anwesenden Genossen schafterinnen und Genossenschafter sämtliche An- träge guthiessen. Dazu gab es auch keinen Grund. Die BG Matt hat das Geschäftsjahr 2024, trotz des nach wie vor schwie rigen Umfelds mit vielen Unsicherheiten, erfolgreich bewältigt. Weil die Jahresrechnung mit einem aussergewöhnlich hohen Jahresgewinn von knapp 1,9 Millionen Franken abschliesst, durften sich die Genossenschafter selber beschenken und sich zur geplanten Verzinsung des Anteilscheinkapitals noch einen Bonuszins von 0,5 Prozent zusprechen. Den für die BG Matt hohen Erfolg erklärte Vizeprä sident und Finanzchef Rolf Fischer unter anderem damit, dass die kantonale Steuerverwaltung in Ab weichung der bisherigen Praxis nicht alle Abschrei- bungen akzeptierte. Dadurch resultierte ein höherer Steueraufwand, aber eben auch ein höherer Jahres- gewinn.
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FOKUS
angesichts der schnellen baulichen Entwicklung in Littau durchaus auch kritische Stimmen gebe, die sich fragten, ob denn alle Grünflächen in Littau überbaut werden müssen. Erfreulich ist auch die Entwicklung auf der Geschäfts stelle, wo in der jüngeren Vergangenheit vor allem wegen den Pensionierungen von Peter Joller und Angelo Walker grosse Änderungen vollzogen wurden. Allerdings seien auch die Herausforderungen für die Mitarbeitenden gestiegen, so Markus Helfenstein. Es gebe leider zunehmend Mietende, welche die Sorgfaltspflicht teilweise gravierend verletzten. Die Mitarbeitenden jedoch bekamen für ihren grossen Einsatz den verdienten langen Applaus von der Versammlung. Momentan genug Kapital vorhanden Dass es der Baugenossenschaft Matt sehr gut geht, zeigt auch der Umstand, dass die Genossenschaft mindestens momentan keinen Kapitalbedarf habe. Markus Helfenstein: «Wir haben viele Anfragen von Leuten, die den gemeinnützigen Wohnungsbau unterstützen wollen, oder von solchen, welche ihr Geld zu unseren guten Zinskonditionen parkieren wollen. Wir mussten diverse Aufnahmegesuche ablehnen, die Mitgliedschaft wird vorwiegend Mieter innen und Mietern gewährt.» Die Generalversammlung wählte sämtliche Vor standsmitglieder für eine weitere Amtsperiode. Auch Präsident Markus Helfenstein wurde einstimmig und mit Applaus im Amt bestätigt. Er kündete aber an, dass er in zwei Jahren 2027 die Präsidentschaft abgeben wolle. «Wir sind aber in der glücklichen Lage, dass sich eine interne Lösung abzeichnet», sagte Vize präsident Rolf Fischer, der sich erfreut zeigte, dass Helfenstein noch die zwei kommenden Jahre enga giere. «Es sind viele sehr wichtige Entscheide zu fällen, wir brauchen ihn.» Nach den vielen positiven Informationen konnte sich die Generalversammlung anschliessend das gemein same Nachtessen schmecken lassen und genoss das gemütliche Zusammensein.
Wohnungen einziehen konnten. Im Mai 2025 erfolgt der Start der Sanierung Neuhushof 3.
Dass es der BG Matt gelungen ist, nach etlichen Versuchen Ende 2024 endlich die Liegenschaft Luzernerstrasse 134 zu kaufen, erlaubt ein wichtige Erweiterung des Planungsperimeters für das nächste anstehende grosse Projekt. Die bereits früher ange kündigte Arealentwicklung an der Luzernerstrasse 134 bis 148, wo sich einige der ältesten Gebäude der Genossenschaft aus den 1950-er Jahren befinden, ist weiter fortgeschritten. Allen Mietern wurde bereits in einem Schreiben mitgeteilt, dass basierend auf der erfolgten Machbarkeitsstudie ein Architekturwettbewerb mit 12 eingeladenen Teams durchgeführt wird. Der Vorstand rechnet mit einem Baustart frühestens 2028 und einem Bezug ab 2030. «Wir werden die Mieterschaft bei der Planung ihrer künftigen Wohnsituation unterstützen», versprach Markus Helfenstein. Die bestehenden Bauten mit etwa 70 Wohnungen sollen durch Neubauten ersetzt werden. Vorgesehen sind 90 bis 100 Wohnungen, sowie Büros und Dienstleistungen, ein Café, Kinder garten oder eine Gästewohnung. Auch die BG Matt wird ihre Büros in die neuen Liegenschaften verlegen. Angestrebt wird ein hochwertiger und gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum. Städtische Wohnraumpolitik unterstützen Wie Präsident Markus Helfenstein weiter informierte, wolle die BG Matt weiter wachsen, «damit wir unseren Beitrag zur städtischen Wohnraumpolitik leisten können». So prüfe man auch die Angebote, die durch die Wohnbauinitiative der Stadt entstehen, weil städtische Areale im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträger abgegeben werden sollen. Doch Helfenstein wies darauf hin, dass solche Vergabe verfahren sehr aufwendig seien und es sich um so grosse Areale und Projekte handle, dass die BG Matt das nicht allein stemmen könne. «Wir werden die Zusammenarbeit mit Immobilienentwicklern und anderen Baugenossenschaften prüfen.» Bei der Aus schreibung von Littau West hat die BG Matt nach anfänglichem Interesse darauf verzichtet, ein Ent wicklungskonzept einzureichen. Im Vordergrund stehe das Areal Längweiher/Udelboden, welches an die BG Matt-Liegenschaften Längweiherstrasse 28 bis 32 grenzt. Markus Helfenstein bemerkt darauf, dass es
Die nächste GV der BG Matt findet am Freitag, 24. April 2026 im Zentrum St. Michael statt.
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«SEIT SEINER GEBURT GEHÖRT ER SCHON ZUR BG MATT» Sein Grossvater schenkte Livio Capra zur Geburt einen Anteilschein. Offensichtlich eine gute Investition. Seit Anfang November 2025 ist der 26-Jährige nicht nur Genossenschafter, sondern arbeitet als Hauswart für unsere Baugenossenschaft.
L ivio Capra ist ein äusserst sozialer Mensch. «Den grössten Teil seiner Freizeit verbringt er in verschiedene Vereinen in Littau», schwärmt er und strahlt, während er aufzählt, wo er überall mitmacht. Und in den meisten dieser Vereine sitzt er auch im Vorstand. Auch wer sich nur am Rand mit dem Vereinsleben befasst, weiss, wie schwierig es mittlerweile für Vereine ist, motivierte und tatkräftige Leute für die Vorstandsaufgaben zu finden. Dieses Engagement für die Gesellschaft kommt Livio nun aber auch in seinem Beruf zugute, wo neben dem
Fachwissen doch auch eine grosse Portion soziales Gespür nötig ist. Schliesslich verfügt die Baugenossen schaft Matt über eine äusserst breite Mieterschaft, sei es bei der Altersstruktur oder bei der Nachhaltigkeit. Und mit allen will Livio Capra den Rank finden. Schon früh nach seiner Schreinerausbildung stellte er fest, dass ihm möglichst vielseitige Arbeiten gefallen, Selbständigkeit, Pflichtbewusstsein, Ordnungssinn. «Ich merkte, dass Hauswart genau das Richtige für mich wäre», erzählt Livio.
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Bereits vor ein paar Jahren, war ein mögliches Enga gement bei der BG Matt ein Thema. Dass es nicht schon damals klappte, lag an der noch fehlenden Berufs erfahrung als Hauswart. Nachdem er eine Stelle bei einer privaten Immo bilienverwaltung in Luzern fand, konnte er sich auch die nötigen zwei Jahre Berufserfahrung aneignen, die es brauchte, um die zweijährige Hauswartschule abschliessen zu können. Diese schloss er schliesslich im Oktober 2023 mit der eidg. Berufsprüfung erfolgreich ab. Seither darf sich Livio Capra als Hauswart mit eidg.
Fachausweis bezeichnen. Zu seiner Ausbildung für die Berufsbewilligung gehörten neben viel praktischem und technischem Wissen auch Computerkenntnisse, Nothelferkurs oder die Fachbewilligung zur Anwen dung von Pflanzenschutzmitteln aber auch Verhal tensschulung zum Umgang mit Mietern bei Notfällen oder Problemen, um nur einige Beispiele zu nennen. Doch nach der erfolgreichen Ausbildung stellte er fest, dass er viel von seinem Wissen an der alten Stelle nicht anwenden konnte, er war in etwa 20
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Liegenschaften für Garten, Reinigung und gewisse technische Aufgaben zuständig. Als sich im Sommer 2025 die BG Matt bei ihm meldete, weil nach dem Ausfall von Stefan Vuleta Not am Mann war, kam ihm das mehr als recht. Und seit dem 1.11.2025 ist er nun als verantwortlicher «Chef-Hauswart» für sämtliche Liegenschaften unserer Baugenossenschaft zuständig für die technischen Belange. Er unterstützt die Haus warte der einzelnen Liegenschaften, überwacht und koordiniert externe Handwerker oder kümmert sich um den Winterdienst oder das Rasenmähen. Weitere Aufgaben sind noch zu koordinieren. «Die ersten Wochen durfte ich auf die Unterstützung von Angy Walker und Stipo Vuleta zählen und ich konnte von ihnen viel Wissen übernehmen.» Er freut sich darauf, dass er jetzt sein Wissen von der Haus wartschule auch wirklich anwenden kann. Sein Ein stieg verlief von Null auf 100, sagt er. «Die Bau genossenschaft hat ein Einführungsprogramm für mich vorbereitet.» Das beinhalte unter anderem die Besichtigung und das Kennenlernen sämtlicher Liegenschaften und ihrer Eigenheiten, das Kennen lernen der Hauswarte, erste Reparaturaufträge oder die Einführung in die Organisation der BG Matt.
Livio Capra
Geburtsdatum: 7. Juni 1999
Wohnort: Gasshofstrasse, Littau
Zivilstand: Ledig
Beruf: Schreiner EFZ, Fachrichtung Möbel / Innenausbau Hauswart mit eidg. Fachausweis
Hobbies: Schwyzerörgeli spielen Schwingfeste besuchen
Vereine: Chlaus + Trychlergruppe Littau (Vorstand), Guuggemusig Gögguschränzer Littau (Tambourmajor), Herti Chärn Littau (Ehemaligenverein Jungwacht Littau), Musikgesellschaft Littau, Quartierverein Littau Dorf (Vorstand) & 11er Club Littau
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Fokus
Per 30. November 2025 verabschieden wir uns von Stipo Vuleta. Wir danken ihm herzlich für seinen engagierten Einsatz und die wertvolle Unterstützung, die er unserem Team in den vergangenen Jahren gegeben hat. Stipo Vuleta ist seit November 2024 aufgrund einer Schulterverletzung ausgefallen. Es ist derzeit nicht absehbar, ob und wann er wieder voll einsatzfähig sein wird. Leider ist eine zweite Schulteroperation unumgänglich. Je nach Verlauf der Genesung ist es möglich, dass Stipo Vuleta im Rahmen seiner Möglich keiten wieder nebenamtlich als Hauswart für uns tätig sein wird. Wir danken ihm herzlich für seinen bisherigen Ein satz und wünschen von Herzen, dass er vollständig genesen wird. Und was macht denn nun den guten Hauswart aus? Für Livio ist klar, dass es neben dem ganzen Fach wissen eben noch etwas mehr braucht: «Man sollte diesen «Hauswartblick» haben, dass man viele Dinge einfach grad sieht, ohne dass man zuerst darauf auf merksam gemacht werden muss.» Damit meint er Dinge wie herumliegende Zigarettenstummel, ob der Pflanzenwuchs gut ist, ob die Technik einwandfrei läuft. Oder beim Blick auf die Häuser mitbekommen, wenn irgendwo nicht richtig gelüftet wird. «Und dann braucht es Geduld, Ruhe und vor allem auch Dis kretion. Man muss offen sein und gemeinsam nach Lösungen suchen.» Für Kinder müsse man ebenfalls Stipo (Stefan) Vuleta Als eine der ersten Arbeiten verschafft er sich einen Überblick über das Magazin und ordnet es nach «seinem» System. Über seinen Einstieg findet Livio nur lobende Worte: «Ich darf in einem eingespielten Team mitarbeiten und fühle mich bestens integriert. Man gibt mir hier das Gefühl, dass man meine Mitarbeit schätzt und das macht Freude.» Schon am zweiten Tag hätte er Aufträge rausgeben können, für ihn ein Vertrauensbeweis.
Verständnis haben. «Ich erwarte aber schon, dass die Eltern auch aufmerksam sind und mithelfen.»
Die Anspruchshaltung der Mieterschaft ist hoch. Auch Livio Capra kann vieles selber reparieren, es ist aber wichtig, dass es immer richtig abläuft, erklärt er. «Grundsätzlich müssen Reparaturwünsche über die Geschäftsstelle laufen, es gibt auf der Webseite auch ein entsprechendes Formular.» Die ersten Kontakte mit den Mieterinnen und Mietern waren sehr angenehm, sagt er. Da zeigt sich ein weiterer Vorteil, dass die BG Matt einen waschechten Littauer gefunden hat, der hier aufgewachsen und fest im sozialen Leben verankert ist. «Ich kenne viele schon aus dem täglichen Leben hier und auch aus den Vereinen. Zudem war ich die letzten Jahre immer an den Generalversammlungen der BG Matt. Viele haben gewusst, dass ich hier arbeiten werde und mir gratuliert und gesagt, dass sie sich freuen würden. Es hat sich schnell rumgesprochen, Littau ist halt immer noch ein Dorf, sagt Livio Capra und lacht.
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AREALENTWICKLUNG LUZERNERSTRASSE 134–148: EIN NEUES KAPITEL FÜR DIE BG MATT
Die Baugenossenschaft Matt (BG Matt) startet ein weiteres bedeutendes Projekt: die Arealentwicklung an der Luzernerstrasse 134–148 in Luzern.
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Fokus
Blick Luzernerstrasse 134 Richtung Luzernerstrasse 150
Auszug aus demWettbewerbsprogramm Die Baugenossenschaft Matt plant die Entwicklung eines Areals an der Luzernerstrasse mit einer Misch nutzung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeitangeboten. Vorgesehen sind 90 bis 100 Wohnungen mit einem Schwerpunkt auf Kleinwohnungen sowie einem Mindestanteil von 25 % altersgerechten Wohn raum. Darüber hinaus sind Gewerbe- und Dienst leistungsflächen vorgesehen, die flexibel gestaltet und zu günstigen Konditionen angeboten werden sollen. Ergänzt wird das Angebot durch Gemein schaftseinrichtungen wie Seminarräume, Gäste wohnungen sowie publikumsorientierte Nutzungen im Erdgeschoss, darunter ein Bistro und ein Kinder- garten. Die Arealentwicklung verfolgt hohe Ansprüche an die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit. Das Projekt setzt auf 100% erneuerbare Energien und fördert die Biodiversität durch Stärkung der natürlichen Wasserkreisläufe und Schaffung von mehr Lebensräumen und Artenvielfalt für Flora und Fauna. Der Verkehr wird fussgänger- und velo freundlich gestaltet, oberirdische Parkplätze werden auf Besucherinnen und Besucher aller Nutzungen beschränkt. Die städtebauliche Vision sieht eine hohe Aufenthaltsqualität vor, insbesondere durch publi kumswirksame Erdgeschossnutzungen, durchlässige Freiräume und eine gute Zugänglichkeit für alle. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein architektonisch, städtebaulich und freiraumplanerisch überzeugendes Gesamtkonzept zu entwickeln, das die Bildung eines lebendigen Quartierzentrums in Littau unterstützt. Das Projekt soll zur Belebung der Luzernerstrasse beitragen, indem öffentlich zugängliche Angebote und attraktive Freiräume für Anwohner und Gewer- betreibende geschaffen werden. Durch die enge Ver zahnung von Wohn-, Arbeits- und Gemeinschafts nutzungen entsteht ein vielfältiger, integrativer und nachhaltiger Raum, der den Anforderungen der Stadt Luzern und dem Leitbild der Baugenossenschaft Matt entspricht.
angebots abdeckt. Hindernisfreie Wohnungen und deren Zugänge sollen den Bedürfnissen einer sozial vielfältigen Mieterschaft gerecht werden; » Einbindung des Entwurfs in das umliegende Sied lungsgefüge (Ortsbild) und in die laufende Zent rumsentwicklung. Unterstützt wird dies durch die Anordnung publikumswirksamer Nutzungen im Erdgeschoss und die Ausrichtung der Gebäude adressen inkl. derer Vorzonen hin zum öffentli chen Raum, insbesondere zur Luzernerstrasse;
«Das Projekt schafft nicht nur Wohnraum, sondern auch ein lebendiges Quartier.»
» Ein qualitativ hochwertiges Freiraumkonzept soll Aussagen zur Einbettung in den ortsbaulichen Kontext, privaten, gemeinschaftlichen und öffent lichen Bereichen, Durchwegungen, Adressierun gen, Positionierung und Ausrichtung der Bauten, Ergänzung der Durchgrünung und Beschattung durch Bäume, nachhaltigen Pflege sowie den As pekten Biodiversität, Schwammstadt (Retention) und Hitzeminderung enthalten; » Die Mobilitätsplanung zielt auf eine nachhaltige Erschliessung des Areals für alle Mobilitätsformen ab. Ein zukunftsweisendes Konzept fördert den Fuss- und Radverkehr, reduziert oberirdischen Parkraum zugunsten hochwertiger sowie multi funktionaler Freiräume und gibt unterirdischen Lösungen unter Berücksichtigung der Freiraum planung den Vorrang. Der Strassenraum wird nut zer*innenfreundlich gestaltet, um die Aufent haltsqualität und die Vernetzung im Quartier zu verbessern; Bis Ende August haben 12 ausgewählte Architek tenteams ihre Beiträge ausgearbeitet und einge reicht. Nach erfolgter Vorprüfung fanden im Oktober/ November zwei Jurierungstage statt. An der Vernissage vom 12. Dezember 2025 werden das Siegerprojekt und alle Wettbewerbsbeiträge vorgestellt.
Dazu sollen nachstehende Themen untersucht und Lösungsansätze erarbeitet werden:
» Entwicklung eines vielfältigen Wohnungsange bots, das die Qualitäten des genossenschaftlichen Wohnens betont und einen Anteil an altersgerech ten Wohnungen von 25% des Gesamtwohnungs
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INTERNA
INFORMATION ZUR HEIZSITUATION IN DER ÜBERGANGSZEIT
In der Übergangszeit zwischen Sommer und Winter kann es zu wechselhaften Temperaturen kommen. Wir möchten Sie daher über die Heizregelung in den Liegenschften informieren:
Tipps für die Übergangszeit: » Bitte stosslüften statt dauerhaft gekippte Fens ter, um Wärmeverluste zu vermeiden. » Nutzen Sie bei Bedarf wärmere Kleidung oder Decken. » Bei besonders kalten Tagen ausserhalb der Heizperiode können Sie sich gerne beim Hauswart melden.
Heizperiode: Die Heizperiode beginnt in der Regel ab Oktober und endet im April. In dieser Zeit wird die Heizung bei Bedarf aktiviert, um eine Mindesttemperatur von 20–22°C in den Wohnräumen sicherzustellen. Übergangszeit: Vor und nach der Heizperiode kann es vereinzelt kühl werden. Die Heizung wird dann situativ eingeschaltet – abhängig von den Aussentemperaturen und Wetterprognosen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
NUTZUNG BESUCHERPARKPLÄTZE
Wichtiger Hinweis für alle Mieter und Besucher Parkieren auf den Besucherparkplätzen ist Mieterinnen und Mietern strengstens verboten!
Die markierten Besucherparkplätze (mit Schild «Besucher» bzw. entsprechender Kennzeichnung) sind ausschliesslich für Gäste und Besucher der jeweiligen Liegenschaften reserviert. Mieterparkkarten oder das Abstellen durch Mieter und deren Angehörige ist auf diesen Plätzen nicht gestattet – auch nicht kurzfristig.
Mieterparkplätze befinden sich in der Tiefgarage oder auf den separat gekennzeichneten Flächen
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe – nur so können wir sicherstellen, dass Besucher immer einen freien Parkplatz vorfinden.
Bei Zuwiderhandlung behalten wir uns folgende Massnahmen vor:
» Verwarnung mit Dokumentation » Abschleppen des Fahrzeugs auf Kosten des Halters » Hausrechtliche Massnahmen bis hin zur ausser ordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses (bei wiederholtem Verstoss)
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WEIHNACHTSZOPF
Eine alte Tradition lebt weiter: der beliebte Weihnachtszopf wird auch 2025 verteilt.
Sie erhalten den Zopf von Ihrem Hauswart am
Dienstag 23. Dezember 2025
im Verlauf des Vormittages.
Wir wünschen schon jetzt «en Guete» und frohe Festtage
Vorstand und Verwaltung wünschen allen Leserinnen und Leserinnen und Lesern besinnliche Festtage und alles Gute im neuen Jahr!
Wichtige Mitteilung
ÖFFNUNGSZEITEN DER GESCHÄFTSSTELLE
Wir bitten Sie, diese zu beachten und danken für ihr Verständnis. Montag 13.30 bis 18.00 Uhr Dienstag – Freitag 09.30 bis 11.45 Uhr Sie erreichen uns telefonisch während den Bürozeiten unter 041 259 22 88 oder über E-Mail info@bgmatt.ch oder www.bgmatt.ch.
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Baugenossenschaft Matt Grubenstrasse 16
Postfach 241 6014 Luzern
Tel 041 259 22 88 info@bgmatt.ch www.bgmatt.ch
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