LSV-Sportforum
AUS DEN VEREINEN UND VERBÄNDEN
Am 22. Januar war Richtfest „HAUS DES SPORTS“ IN LÜBECK NIMMT GESTALT AN Rot und weiß flatterten die Bänder des Richtkranzes im Wind. Rot und weiß sind die Vereinsfarben der drei Vereine, die sich als Bauherrenkooperation zusammengeschlossen haben, um ein Leuchtturmprojekt für den Sport in Lübeck auf den Weg zu bringen. Der Lübecker Judo-Club (LJC) und der Tanzclub Hanseatic Lübeck (TCH) waren seit Langem auf der Suche nach einem neuen Domizil für ihren Vereins sport. Der Turn- und Sportbund (TSB) Lübeck als Kreissport verband verfolgte fast ebenso lange das Ziel, in eigenen Räumlichkeiten seine Angebote gestalten zu können. Gut ein Jahr nach dem ersten Spatenstich konnten die drei Bauherren am 22. Januar 2026 das Richtfest feiern. Trotz frostiger Temperaturen waren rund 80 Gäste aus Politik, Verwaltung und unterschiedlichen fördernden Institutionen der Einladung gefolgt. Natürlich durften die Mitwirkenden der planenden und ausführenden Firmen an einem so wichtigen Tag nicht fehlen. Insgesamt wird die Anlage rund 3.400 m² Nutzfläche haben. Es entsteht eine zweigeschossige Sporthalle, in deren Erd geschoss künftig die Budo-Sportler*innen des LJC trainieren werden, die aber auch für Allgemeinsport genutzt werden kann. Im Obergeschoss wird getanzt: Als großer Saal für Bälle und Turniere bestens geeignet, lässt sich die Fläche durch schalldichte Trennwände in mehrere kleinere Übungs räume teilen. An der Nordseite der Hallen wird ein drei geschossiger Gebäudeteil für die Vereinsräume des TCH, TSB und des LJC angesetzt: Hier werden sich Umkleiden, Clubräume, Vereinsbüros und ähnliches befinden. Ein Stockwerk dieses Gebäudeteils wird künftig der Turn- und Sportbund für seine Verbandsarbeit nutzen: Neben den Büroräumen für die Geschäftsstelle ist ein dreiteilbarer Seminar- und Sitzungsbereich geplant. Ein 150 m² großer Multifunktionsraum wird mit Sport- und Gymnastikgeräten ausgestattet für Bewegungsangebote in kleineren Gruppen. Außerdem wird es weitere Büroräume geben, die den angeschlossenen Vereinen und Verbänden als Co-Working
Foto: Karsten Schwarz
Space zur Verfügung stehen werden. Ziel ist ein offenes Haus als erste Adresse des Lübecker Sports.
Der Standort an der Falkenwiese ist nahezu ideal. In direkter Nachbarschaft befinden sich Lübecks beliebte Vorzeige Sportanlage Falkenwiese, mehrere Sportvereine, das Hoch schulsportzentrum und eine Flussbadeanstalt. So entstehe an der Falkenwiese fast schon ein Stadtteil für den Sport, betonte Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau gegenüber den Gästen. LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier lobte die drei Bauherren ausdrücklich für ihren Mut, ein solches Mammutprojekt gemeinsam auf den Weg zu bringen. Dem Haus des Sports komme eine hohe Bedeutung für die Nach wuchsförderung zu: „Vielleicht trainiert ja ein zukünftiger Olympiasieger von 2036, 2040 oder 2044 hier.“ Pito Bernet als Vorsitzender des TSB freute sich, „dass so ein tolles Projekt jetzt hier auf die Zielgerade geht.“ Gleich zeitig wachse aber auch das Bewusstsein für die Verant wortung: „Was bedeutet es, das Haus hier zum Leben zu erwecken, den Betrieb abzusichern, all das mit Leben zu füllen? Das steht uns noch bevor.“ Dafür gibt es bereits vielfältige Konzepte, denn in einem Jahr, also Anfang 2027, soll das „Haus des Sports“ seinen Betrieb vollständig auf genommen haben. All sind sich einig: Ein solches Projekt ist bislang einmalig in Lübeck und stärkt den Stellwert des Sports in der Hansestadt – deren Farben übrigens ebenfalls Weiß und Rot sind. Gefördert wird dieses Leuchtturmprojekt von der Hanse stadt Lübeck, der Possehl-Stiftung zu Lübeck, der Gemein nützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck, dem Landessport verband Schleswig-Holstein und dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.
Karsten Schwarz
Foto: Desiree Thurau
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SPORTFORUM NR. 226 | FEBRUAR 2026
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