LSV-Sportforum
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DAS MAGAZIN DES LANDESSPORTVERBANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN
SPORTFORUM NR. 233 | OKTOBER 2026
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EDITORIAL
LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,
die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sport- bundes (DOSB) hat sich am 26. September in Baden-Baden für München als deutschen Bewerber um Olympische und Paralympische Spiele entschieden. Gemeinsam mit Kiel als Austragungsort der Segelwettbewerbe geht die bayerische Landeshauptstadt damit in die nächste Phase des Bewerbungsverfahrens. Diese Entscheidung ist ein großer Erfolg – nicht nur für Kiel, für Schleswig-Holstein und den Segelsport, sondern über alle Sportarten für den gesamten Sport in Deutschland und eine riesige Chance für die Inklusion. Unser besonderer Dank gilt München für das Vertrauen in Kiel und die Einbindung unseres Standortes in das hervorragende Bewerbungskonzept. Viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben sich in der Bewerbungsphase mit großem Engagement für Kiel eingesetzt. Ihnen allen und den Kielerinnen und Kielern, die mit ihrem klar positiven Votum einen starken Rückhalt für die Bewerbung geschaffen haben, gilt unser ausdrücklicher Dank. Olympische und Paralympische Spiele sind nicht nur aus Sicht der Athletinnen und Athleten mit keiner anderen sportlichen Großveranstaltung zu vergleichen. Es werden Barrieren abgebaut und neue Brücken gebaut – sportlich, sprachlich, kulturell. Die enorme Strahlkraft, das riesige mediale Interesse sowie die politischen, wirtschaft lichen und gesellschaftlichen Effekte der Spiele suchen ihresgleichen. Darüber hinaus kann der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland gestärkt werden, wie das „Sommermärchen“ der Fußball-WM 2006 schon einmal auf beeindruckende Weise gezeigt hat. Unser Land kann diesen Zusammenhalt gerade in dieser herausfordernden und schwierigen Zeit sehr gut gebrauchen. Die beiden Landeshauptstädte München und Kiel verbindet seit 1972 eine gemeinsame olympische Geschichte, die wir nun erfolgreich fortschreiben wollen. Gemeinsam mit dem starken Partner München, dem DOSB, dem Land Schleswig-Holstein und der Stadt Kiel wollen wir als Landessportverband mit unseren Mitgliedsorganisa tionen die deutsche Bewerbung weiter voranbringen, um im internationalen Wett- bewerb zu bestehen.
Olympische und Paralympische Spiele sind nicht nur aus Sicht der Athletinnen und Athleten mit keiner anderen sport- lichen Großveranstaltung zu vergleichen.
Aber Olympische Spiele und Paralympische Spiele sind weit mehr als nur zweimal zwei Wochen spannende sportliche Wettkämpfe auf Weltniveau. Sie verleihen einer ganzen Region einen enormen Schub und können die gesamte Bevölkerung begeistern und dem Sport weit über die Wettbewerbe hinaus neue Impulse geben. Damit diese Wirkung tatsächlich bei den Menschen ankommt, muss schon heute damit begonnen werden, verlässliche Rahmenbedingungen in der Breite zu schaffen und gezielt mit nachhaltiger Wirkung in den organisierten Sport zu investieren. Ich denke dabei insbesondere an eine zeitgemäße und vor allem funktionale Infrastruktur, aber auch an mehr verbindliche Bewegungszeiten für Kinder und Jugendliche in der Schule oder auch an die gezielte Stärkung der Verbandsstrukturen zur Entlastung des Ehrenamts und der Vereine. Olympische wie auch Paralympische Spiele sind in diesem Kontext einzigartige Beschleuniger, um wichtige Projekte umzusetzen, die sonst viele Jahre länger dauern würden.
Hier bietet unser neues Positionspapier „Für mehr Spielraum: Sieben Punkte für ein starkes Sportland“ eine Vielzahl von geeigneten Ansatzpunkten.
Wenn es nun gelingt, alle Partner hinter der noch weiter zu konkretisierenden Olympiakampagne zu vereinen, bin ich überzeugt, dass unser Sportland Schleswig-Holstein über die nächsten Jahre und Jahrzehnte einen echten Mehrwert erfahren wird.
Barbara Ostmeier Präsidentin des Landessportverbandes Schleswig-Holstein
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LANDESSPORTVERBAND SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.
INHALT
INHALT
AKTUELLES
Neue Trikots für fünf Lübecker Vereine: Stadtwerke Lübeck engagieren sich für den Breitensport
München wird der deutsche Bewerber um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 − mit Kiel als Segelstandort 5
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Bundesverdienstkreuz für Dr. Thorsten Schmidt 30
Aktuelles aus dem „Team Schleswig-Holstein“
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SERVICE
Sportfördergesetz hat sich bewährt: jetzt Finanzierung bedarfsgerecht weiterentwickeln Für mehr Spielraum: Sieben Punkte für ein starkes Sportland
ARAG Sportversicherung informiert: Hallenbodenschäden: Wie Vereine teure Fehler vermeiden können Neues aus der Steuer-Hotline: Umsatzsteuer im gemeinnützigen Sportverein – Teil 2
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DER LSV UND PROJEKTE
Unsere Partner im Fokus: Orlen
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„Tag des Sports Schleswig-Holstein“ ein voller Erfolg – mehr als 30.000 Menschen in Bewegung 9
Color Line Mini-Kreuzfahrten zum Sonderpreis 36
75.787 Kilometer für den guten Zweck
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Informationen zum Datenschutz, Teil 66: KI im Sport: Wenn Bewegungsdaten zur Datenschutzfrage werden
Nachhaltiger Klimaschutz und Klimaanpassungen im Sport – NordBau 2026: Landessportverband startet die notwendigen Diskussionen 18 BildungsDIALOG 2027: Das Lernen gemeinsam gestalten 20
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Impressum
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Steuer-Hotline – Nächste Termine
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Das Herbstprogramm der Führungs-Akademie des DOSB
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Aktuelle Angebote des Bildungswerks Oktober / November
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Der direkte Draht zum Landessportverband
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Neue Vereine im LSV
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SPORTJUGEND SCHLESWIG-HOLSTEIN
Ein Sommer voller Engagement: Starter-Pakete für starke Kinder- und Jugendarbeit Ehrung junger Ehrenamtlicher im Kieler Landeshaus: Auszeichnung für 67 engagierte Nachwuchskräfte im Sport
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Redaktionsschluss für die November-Ausgabe des SPORTFORUM: 17. Oktober 2026
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Start der neuen Freiwilligen im Jahrgang 2026/2027
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Sportjugend-Terminkalender
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AUS DEN VEREINEN UND VERBÄNDEN
Unser „Vereinsheld des Monats“: Timo Nagel vom SC Kaköhl
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Titelseite und Seiten 9 bis 16: Frank Peter
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SPORTFORUM NR. 233 | OKTOBER 2026
AKTUELLES
MÜNCHEN WIRD DER DEUTSCHE BEWERBER UM DIE OLYMPISCHEN UND PARALYMPISCHEN SPIELE 2036, 2040 ODER 2044 − MIT KIEL ALS SEGELSTANDORT
Die Entscheidung für München als Bewerber fiel bereits im ersten Wahlgang − und mit 91:50 Stimmen deutlich aus. Im Kurhaus von Baden-Baden ent schieden dies am 26. September 42 olympische Sportverbände sowie das Präsidium und persönliche Mitglieder des Deutschen Olympischen Sport bundes (DOSB). 141 Stimmen waren insgesamt zu vergeben. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Thomas Weikert verkündeten das Ergebnis.
und dem Bundesstützpunkt bietet Kiel hervorragende Voraussetzungen.“
Landtagspräsidentin Kristina Herbst sagte: „Die Entscheidung ist eine große Chance, unsere lange olympische und maritime Tradition fortzuschreiben und zugleich ein neues Kapitel aufzu schlagen. Besonders freut mich, dass nicht nur alle Fraktionen des Schleswig Holsteinischen Landtages, sondern auch so viele Menschen in Kiel hinter der Bewerbung stehen und damit deutlich gemacht haben: Wir wollen die Olympischen und Paralympischen Spiele und wir trauen uns zu, Gastgeber für die Welt zu sein.“ Kiels Ober- bürgermeister Dr. Samet Yilmaz hob hervor, dass die Stadt „in den vergan genen Jahren mit großer Leidenschaft und viel Engagement für Olympia in Kiel gekämpft“ habe − „und jetzt ist der Traum Wirklichkeit geworden“. München tritt nach der Entscheidung von Baden-Baden als deutscher Bewerber in einen Wettstreit mit zahlreichen internationalen Kontrahenten ein. Die Spiele 2036 will das Internationale Olympische Kommitee (IOC) 2029 vergeben. Bislang hatten 1936 in Berlin und 1972 in München Olympische Sommerspiele auf deutschem Boden stattgefunden. Kiel darf sich damit Hoffnungen machen, zum dritten Mal nach 1936 und 1972 der Austragung olympischer Segelre gatten zu werden. 1972 hatten die maritimen Wettbewerbe der Münchner Spiele ebenfalls in dem weltbekannten und erprobten Revier vor Kiel-Schilksee stattgefunden. Stefan Arlt Kiel war schon 1936 und 1972 als Segelrevier dabei
Foto: Jonas Makoschey
„Die Entscheidung ist ein großer Erfolg für Kiel, für Schleswig-Holstein und für den Segelsport. Unser besonderer Dank gilt München für das Vertrauen in Kiel und die Einbindung unseres Standortes in das hervorragende Bewerbungskonzept. Viele Mitstreiter- innen und Mitstreiter haben sich in der Bewerbungsphase mit großem Engagement für Kiel eingesetzt. Ihnen allen und den Kielerinnen und Kielern, die mit ihrem Votum einen starken Rückhalt für die Bewerbung geschaffen haben, gilt unser ausdrücklicher Dank“, erklärte LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier. „Die Entscheidung bedeutet für uns Freude und Auftrag zugleich. Olympische und Paralympische Spiele können die gesamte Bevölkerung begeistern und dem Sport weit über die Wettbewerbe hinaus neue Impulse geben. Damit diese Wirkung tatsächlich bei den Menschen ankommt, brauchen
wir schon jetzt verlässliche Rahmen bedingungen und gezielte, nachhaltige Investitionen in den Sport“, so die LSV-Präsidentin weiter. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther war nach der Entschei dung „sehr, sehr glücklich“ und nannte diese „fantastisch. Was für ein groß artiger Erfolg und Vertrauensbeweis“, sagte er in Baden-Baden. „Wenn die deutsche Bewerbung erfolgreich ist, werden auf der Kieler Förde wieder olympische und hoffentlich auch erst mals paralympische Segelwettbewerbe ausgetragen. Mit Kiel ist der Standort gewählt, an dem der Segelsport in Deutschland zu Hause ist.“ Kiel verbinde die Erfahrung und Tradition der Olympischen Spiele von 1972 mit einer bis heute herausragenden inter nationalen Segelsportkompetenz. „Mit dem Olympiazentrum Schilksee
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LANDESSPORTVERBAND SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.
AKTUELLES
AKTUELLES AUS DEM „TEAM SCHLESWIG-HOLSTEIN“ Die vergangenen Wochen hielten wieder besondere Erfolgsmomente für die Athlet*innen aus dem „Team Schleswig-Holstein“ (Team SH) bereit. Insbesondere Tanja Scholz zeigte sich bei den Para-Schwimm-Europameisterschaften in bestechender Form. Mit gleich drei Goldmedaillen, einer Silbermedaille und drei geschwommenen Weltrekorden im Gepäck kehrte die Schwimmerin des PSV Neumünster mit einer herausragenden Bilanz aus dem türkischen Kocaeli zurück.
Bei der Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaft 2026 in Dortmund, die erstmals nach vielen Jahren nicht am Timmendorfer Strand ausgetragen wurde, gewannen Momme Lorenz (1. Beachclub Kiel) und Tilo Rietschel (VSG Lübeck) die Silbermedaille. Bis die beiden Schleswig-Holsteiner das beste DM-Ergebnis ihrer Karriere bejubeln konnten, bedurfte es aber eines harten Stücks Arbeit. Nach einer Auftaktnieder- lage kämpften die beiden sich über die Hoffnungsrunde zurück in das Turnier und schafften mit fünf Siegen in Folge den Einzug in das Finale. Dort hatten sie gegen das Top-Duo Nils Ehlers/Lui Wüst mit 0:2 Sätzen (16:21, 16:21) das Nach sehen, durften sich dennoch zu Recht über ein starkes Turnier und den zweiten Platz auf dem Podium freuen. Bei den Frauen erreichte Josefine Schäkel (1. Beachclub Kiel) mit ihrer Partnerin einen guten neunten Platz. Hennes Nissen (TSB Flensburg) komplettierte das Abschneiden der Team SH-Athlet* -innen mit Platz 13.
Den ersten Weltrekord stellte Tanja Scholz zum Auftakt über 50 Meter Brust in 56,44 Sekunden auf und sicherte sich damit erstmals eine Gold medaille bei Europameisterschaften. Zuvor hatte die Paralympics-Siegerin von Paris bereits acht WM-Titel gewonnen. Im Vorlauf über 150 Meter Lagen ließ die 42-Jährige den nächsten Weltrekord folgen. Im Finale verbesserte sie ihre eigene Bestmarke noch einmal um knapp vier Sekunden und holte in 2:40,35 Minuten ihre zweite Gold- medaille. Den Schlusspunkt setze sie mit Gold über 50 Meter Freistil. Für den erst 17-jährigen Bálint Köszegváry (SC Delphin Lübeck) war die EM die erste interna tionale Meisterschaft im Erwachsenen bereich. Er durfte über fünf Strecken in das Becken springen, schaffte dabei viermal den Einzug ins Finale und schwamm mehrfach neue Bestzeiten. Sein erfolgreiches Debüt krönte er mit der Bronzemedaille über 400 Meter Freistil in seiner Startklasse S10. Bei der Weltmeisterschaft der ILCA-7 Segler vor der irischen Küste segelte Ole Schweckendiek als bester Deut scher unter 141 Startern auf einen hervorragenden elften Platz. In der Qualifikationsserie überzeugte er mit starken Einzelrennen (Platz 6, 3, 1, 8 und 2) und zog als Gesamtzweiter in die Hauptrunde ein. In der anschlie ßenden Goldflotte machten jedoch wechselhafte und teils schwer einzu schätzende Windbedingungen die Rennen deutlich anspruchsvoller. Der erst 21-jährige Segler vom Kieler Yacht-Club konnte seine Spitzen- platzierung infolgedessen nicht halten und verpasste in seinem ersten vollen
Seniorenjahr mit Platz elf denkbar knapp den Einzug in die Finalrennen der Top 10. Iliane Hein (RV Südangeln) sicherte sich bei den Junioren-Europameister schaften der Vielseitigkeitsreiter* -innen gemeinsam mit der deutschen Mannschaft die Goldmedaille. Mit einer starken Dressur setzte sie sich von Beginn an mit an die Spitze des Feldes und überzeugte anschließend sowohl im Gelände als auch im Springen mit fehlerfreien Runden. Damit trug sie maßgeblich zum Goldmedaillen gewinn des deutschen Quartetts bei. In der Einzelwertung gewann sie dank ihrer tadellosen Leistung die Silber medaille, nur knapp hinter ihrer deut schen Teamkollegin. Als Einzelreiterin war zudem Jona Isabell Heine (RuFG Bargfeld-Stegen) bei der Europa- meisterschaft am Start. Bei ihrem EM Debüt überzeugte sie mit zwei Null runden im Gelände sowie im Springen und beendete den Wettbewerb auf einem hervorragenden sechsten Platz.
Linda Gering
Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport
Dokumentations-Tipp: In Zusammenarbeit zwischen Magenta TV und der Sportstiftung NRW ist ein 40-minütiger Beitrag über unseren Team SH-Athleten Mio Lukas Wagner entstanden. Der im Tischtennisinternat in Düsseldorf lebende und im Para Sport für den Krummesser SV startende 18-Jährige wurde in dieser Saison Deutscher Meister sowohl im Para- als auch im Regelsport. Der Film zeigt Einblicke in seine Sport- und Gedankenwelt und beschreibt seinen erfolg reichen Weg in zwei Sportsystemen. Der Beitrag „Ich will mein Potenzial
nutzen“ – Tischtennis-Talent Mio zwischen Para Sport und Olympia“ kann kostenlos auf Youtube angeschaut werden: „Ich will mein Potenzial nutzen“ – Tischtennis-Talent Mio zwischen Para Sport und Olympia I Doku
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SPORTFORUM NR. 233 | OKTOBER 2026
AKTUELLES
SPORTFÖRDERGESETZ HAT SICH BEWÄHRT: JETZT FINANZIERUNG BEDARFSGERECHT WEITERENTWICKELN • Evaluation bestätigt Ziel- und Zweckerreichung • Organisierter Sport ist starker und verlässlicher Partner des Landes • Erfordernis auskömmlicher Finanzierung
Der Evaluierungsbericht der Landesregierung kommt zu einem klaren Ergebnis: Das 2022 in Kraft getretene Sport fördergesetz Schleswig-Holstein hat sich bewährt. Die mit dem Gesetz verfolgten Ziele und Zwecke werden erreicht. Dies hat der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) in einer 92-seitigen Stellungnahme umfassend dargestellt. Einen Anpassungsbedarf am Gesetz stellt die Landesregierung nicht fest. Damit hat sich die neue gesetzliche Grundlage der Sportförderung in der Praxis bewährt. „Die Evaluation bestätigt, dass das Sportfördergesetz sich als richtige Grundlage für die Sportförderung in Schleswig Holstein bewährt hat. Es stellt die Sportförderung auf eine eigenständige und verlässliche gesetzliche Grundlage und hat mit seiner neuen Fördersystematik einen wichtigen Paradigmenwechsel vollzogen. Zugleich stärkt es die Auto nomie des organisierten Sports“, erklärt LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier.
deutlich übersteigen. Damit bleibt die angemessene Höhe der Förderung die zentrale Zukunftsfrage.
„Die gesetzlich festgeschriebene Fördersumme stellt uns angesichts steigender Kosten, wachsender Aufgaben und Anforderungen sowie der vielfältigen Investitionsbedarfe vor große Herausforderungen. Die Sportförderung muss mit dieser Entwicklung Schritt halten, damit die vielfältige Vereins- und Verbandslandschaft in Schleswig-Holstein auch künftig stark, lebendig und leistungsfähig bleibt. Gerade mit Blick auf den bedeutsamen Wert des organisierten Sports für unser Land und besonders für das unverzichtbare ehrenamtliche Engagement gilt es, in die Strukturen zu investieren, die unseren organisierten Sport tragen und überhaupt erst möglich machen. Deshalb gilt es, die Höhe der Förderung im Rahmen der Haushaltsberatungen angemessen zu bewerten und dem Wert gerecht zu werden, den der organisierte Sport Tag für Tag für unser Land leistet“, betont LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier. starkes Sportland“ ein. (Auf Basis eines Grundsatzbeschlusses des außerordentlichen Landessportverbandstages vom 20. Juni 2026 hatten sich der LSV und seine Mitglieds- organisationen darauf verständigt, den organisierten Sport im Vorfeld der Landtagswahl 2027 gemeinsam und geschlossen sportpolitisch zu positionieren.) Das Positionspapier bündelt die zentralen sportpolitischen Forderungen des organisierten Sports und formuliert dessen Erwartungen an die Landes politik. Der LSV sieht die Evaluation als klare Bestätigung des gemeinsamen Weges von Land und Sport. Jetzt gilt es, die erfolgreiche Partnerschaft fortzusetzen und die Sport- förderung so auszustatten, dass der organisierte Sport seine vielfältigen Aufgaben auch künftig verlässlich erfüllen kann. Damit kann das Sportland Schleswig-Holstein nach haltig weiterentwickelt werden. Darauf zahlt auch das bereits am 10. September vom LSV im Rahmen einer Presse- konferenz vorgestellte Posi tionspapier „Für mehr Spiel raum: Sieben Punkte für ein
Diese Bewertung ist eine deutliche Anerkennung der Arbeit des gesamten organisierten Sports. Barbara Ostmeier, LSV-Präsidentin
Besonders wichtig ist für den LSV die Bestätigung der starken Partnerschaft zwischen Land und organisiertem Sport. Die Landesregierung bescheinigt dem LSV, sich als „verlässlicher, zielorientierter und in seiner operativen Umsetzungskraft
beachtlicher Partner des Landes“ erwiesen zu haben. Über alle Förderzwecke hinweg wird eine umfassende und teilweise über das gesetzlich Geforderte hinausgehende Aufgaben wahrnehmung bescheinigt. „Diese Bewertung ist eine deutliche Anerkennung der Arbeit des gesamten organisierten Sports. Rund 2.500 Sportver eine und -verbände und die vielen ehrenamtlich Engagierten leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für Gesundheit, Bildung, Integration, Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der organisierte Sport ist ein starker Partner des Landes und übernimmt Verantwortung weit über den Sport hinaus“, so Ostmeier weiter. Gleichzeitig bestätigt die Evaluation eine zentrale Feststellung des LSV: Die insgesamt zur Verfügung stehenden Sport fördermittel reichen nicht aus, um die anerkannten Mehr bedarfe des organisierten Sports, insbesondere zur Umsetzung des Zukunftsplans „Sportland Schleswig- Holstein“, zu decken. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass diese Bedarfe die gesetzlich garantierte Zusatzförderung
Stefan Arlt
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LANDESSPORTVERBAND SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.
AKTUELLES
FÜR MEHR SPIELRAUM: SIEBEN PUNKTE FÜR EIN STARKES SPORTLAND Der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) hat im Rahmen einer Pressekonferenz am 10. September im Kieler „Haus des Sports“ zentrale sportpolitische Forderungen vorgestellt und seine drängendsten Hand lungsbedarfe vorgestellt, um die politischen Entscheidungsträger bei den Haushaltsberatungen und auch dem anstehenden Landtagswahl kampf aktiv zu begleiten und für Unterstützung zu werben.
POSITIONIERUNG: FÜR MEHR SPIELRAUM: SIEBEN PUNKTE FÜR EIN STARKES SPORTLAND
Das vom LSV vorgestellte Positions papier „Für mehr Spielraum: Sieben Punkte für ein starkes Sportland“ benennt sieben Kernforderungen, die der LSV für zwingend erforderlich hält, damit Breiten- und Leistungs sport mit verlässlichen Rahmenbedin gungen auch zukunftsfähig aufgestellt sind und der organisierte Sport seiner gesellschaftlichen Bedeutung und Verantwortung weiterhin gerecht werden kann. „Mehr denn je braucht das Ehrenamt Unterstützung. Starke Vereine brau chen starke Strukturen im Hinter grund, ein starkes, serviceorientiertes Verbandssystem. Und sie brauchen eine Sportstätte“, sagte LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier bei der Vorstellung des neuen Positionspapiers. Sie unter strich, dass der Bedarf steigt und gleichzeitig der finanzielle Spielraum 1. Sportpolitik ressortübergrei fend gestalten 2. Sport verlässlich fördern und strategisch entwickeln 3. Bewegung von Anfang an, ein Leben lang 4. Ehrenamt stärken und Engagierte qualifizieren 5. Sportstätten sichern, moder nisieren und zukunftsfähig gestalten 6. Talente fördern, Leistungs sport stärken 7. Sport als gesellschaftspoliti schen Partner stärken Die Positionierung umfasst sieben sportpolitische Hand lungsfelder:
der Vereine und Verbände kleiner wird – dies zeige der Evaluierungs bericht des Landes zum Sport fördergesetz Schleswig-Holstein. „Mit unseren sieben Punkten zeigen wir konkret, was aus unserer Sicht notwendig ist, damit der Sport in Schleswig-Holstein auch in Zukunft stark, eigenständig und gesellschaftlich wirksam bleiben kann“, so Ostmeier weiter. Besonderen Handlungsbedarf sieht der LSV bei der Sport- förderung, der Sportstätten- infrastruktur und den Rahmenbedin gungen für das Ehrenamt. Die wach senden Aufgaben des Sports erforderten eine langfristige Planungssicherheit und die konsequente Umsetzung der landesweiten Sportentwicklungs- planung. Zugleich müsse Sportpolitik ressortübergreifend gestaltet werden. Der Sport sei mehr als die Aufgabe eines einzelnen Ministeriums und müsse in allen Politikfeldern von Anfang an mitgedacht werden. Barbara Ostmeier betonte: „Wir legen damit keine Wunschliste vor. Gerade beim Thema Sportstätten und bei der Sportförderung sehen wir einen erheb lichen Handlungsbedarf. Der Sport braucht Planungssicherheit und Inves titionsmöglichkeiten – und er braucht die notwendige Beinfreiheit, um seine Verantwortung auch weiterhin eigen ständig wahrnehmen zu können. Wir wollen gemeinsam mit dem Land und den kommunalen Spitzenverbänden auf Augenhöhe nach tragfähigen
Foto: fotosr52/stock.adobe.com
Lösungen suchen, um den Sportland Prozess erfolgreich voranzubringen.“
Beim außerordentlichen Landessport verbandstag am 20. Juni 2026 hatten sich der LSV und seine Mitgliedsorga nisationen darauf verständigt, den organisierten Sport im Vorfeld der Landtagswahl 2027 in Schleswig- Holstein gemeinsam und geschlossen sportpolitisch zu positionieren. Auf dieser Grundlage hat der LSV das neue Positionspapier entwickelt. Das LSV-Positionspapier „Für mehr Spielraum: Sieben Punkte für ein starkes Sportland“ ist unter www.lsv-sh.de/mehrspiel raum zu finden.
Stefan Arlt
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SPORTFORUM NR. 233 | OKTOBER 2026
DER LSV UND PROJEKTE
Zentral in Kiel rund um das „Haus des Sports“ und landesweit mit 60 regionalen Aktionen „TAG DES SPORTS SCHLESWIG-HOLSTEIN“ EIN VOLLER ERFOLG – MEHR ALS 30.000 MENSCHEN IN BEWEGUNG Am 6. September war es wieder so weit: Der „Tag des Sports Schleswig-Holstein“ des Landessportverbandes Schleswig-Holstein (LSV) stand an und hat bei angenehmen Wetterbedingungen um 20 Grad wieder Jung und Alt bei Spiel und Sport in Bewegung gebracht. Denn auch bei der 29. Auflage der größten Breitensportveranstaltung des Landes hieß es wieder: „Sport sehen, Sport erleben, Sport ausprobieren!“. Mehr als 30.000 Menschen aus allen Altersklassen waren allein in Kiel dabei, um wieder auf dem groß- flächigen, aber dennoch überschaubaren Veranstaltungsgelände einen faszinierenden und bunten Mix aus der vielfältigen Welt des organisierten Sports zu genießen. Die Veranstaltung unter Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Kristina Herbst fand jedoch nicht nur zentral in Kiel rund um das „Haus des Sports“ im Winterbeker Weg, in den benachbarten Sporthallen, auf den umliegenden Straßen sowie auf der sehr gut besuchten Moorteichweise statt, sondern nach der positiven Resonanz in den vergangenen vier Jahren Jahr bereits zum fünften Mal auch mit vielen verschiedenen regionalen Aktionen
von Sportvereinen an zahlreichen Orten im ganzen Land. Tausende weite re sportbegeisterte Menschen nutzten dabei die Chance, vor Ort in ihren Städten und Gemeinden sportlich aktiv zu werden und sich über die Angebote der Sportvereine in ihrer Nähe zu informieren. Beim traditionellen Steh-Empfang für die Ehrengäste direkt vor dem „Haus des Sports“ gab es wie in den vergangenen Jahren zur Einstimmung eine prominent besetzte Talkrunde, die in diesem Jahr unter dem Motto „Ehrenamt ist Gold wert – Der Weg zu Olympia beginnt im Verein“ stand. LSV-Presse- sprecher Stefan Arlt, der die Moderation des Talks übernahm, kam dazu mit LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier, Innenstaatssekretär Dr. Sönke Schulz, Kiels Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz sowie den beiden 49erFX-Seglerinnen und „Team Schleswig Holstein“-Mitgliedern Maru Scheel und Freya Feilcke ins Gespräch. Auch kurz vor der offiziellen Eröffnung auf der Bühne am „Haus des Sports“ stand das Thema deutsche Olympiabe werbung im Fokus.
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LANDESSPORTVERBAND SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.
DER LSV UND PROJEKTE
Dort stellten sich Landtagspräsidentin Kristina Herbst, Innenministerin Magdalena Finke und Samet Yilmaz den Fragen von Bühnenmoderator Jan Bastick.
der CDU-Land- tagsfraktion Tobias Koch und
die Parlamenta rische Geschäfts führerin der SSW Landtagsfraktion Sylvia Nitsch.
Viele prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport
LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier konnte als Gastgeberin wieder zahl reiche hochkarätige Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Steh-Empfang vor dem „Haus des Sports“ kurz vor dem offiziellen Veran staltungsbeginn begrüßen. Besonders stark vertreten war auch in diesem Jahr die Politik: Neben der Landtags präsidentin, Schirmherrin des „Tag des Sports Schleswig-Holstein“, der Innen ministerin, dem Innenstaatssekretär und dem Kieler Oberbürgermeister hat sich Kiels Bürgermeister Gerwin Stöcken auf den Weg zur größten Breitensportveranstaltung des Landes gemacht ebenso wie der Vorsitzende
Aus der großen „Sportfamilie“ waren auch in diesem Jahr wieder viele ehrenamtliche und hauptamtliche Spitzen der Kreissport-, Landesfach- und Sportfachverbände zum „Tag des Sports Schleswig-Holstein” gekommen. Auch LSV-Ehrenpräsident Hans-Jakob Tiessen und einige LSV-Ehrenmitglieder waren dabei. Unter den Gästen waren zudem wieder zahlreiche Vertreter* -innen der Partner und Förderer des LSV, mehrere LSV-Vizepräsident* -innen und -Vorstandsmitglieder sowie Mitglieder des „Team Schleswig- Holstein“ zu finden. Nach dem Steh Empfang und den beiden „Olympia Talkrunden“ eröffnete die LSV-Präsi dentin auf der NDR-Bühne vor dem „Haus des Sports“ gemeinsam mit der Landtagspräsidentin, der Innen- ministerin und dem Kieler Oberbürger- meister offiziell den „Tag des Sports Schleswig-Holstein“ 2026. Mehr als 150 Sportvereine und -verbände mit mehr als 160 kosten losen Angeboten und 90 Auftritten auf drei großen Bühnen in Kiel In Kiel präsentierten sich von 10.00 bis 18.00 Uhr bei angenehmen Tem peraturen auch in diesem Jahr wieder viele Vereine und Verbände sowie zahlreiche Partner des LSV einem großen Publikum und sorgten dabei einmal mehr für große
Menschen hatten wieder große Lust auf Spiel, Sport und tolle Bühnen- performances und waren auch neugierig, neue und auch relativ unbekannte Sportarten kennenzulernen und selbst zu testen. In Kiel hatten mehr als 150 Sportvereine und -verbände mehr als 160 vielfältige Angebote am Start und zeigten auf drei Bühnen bei 90 Bühnenauftritten eindrucksvoll, was der organisierte Sport so alles zu bieten hat. Es gab wie immer viel zu sehen, viel Interessantes zu erfahren, vor allem aber ganz viel zum aktiven Mitmachen. Neben vielen „Klassikern“ wie z.B. Tanzsport oder den Ball- und Budo-Sportarten waren in diesem Jahr auch wieder weniger im Rampen licht stehende Sportarten dabei wie z.B. Australian Football, Bogenschießen, Rollkunstlauf, Einradhockey, Hobby Horsing, Calisthenics und inklusive Angebote wie zum Beispiel Rollstuhl Basketball. Viele Gäste fanden sich auch bei den Aufführungen und Mitmach aktionen in den Sporthallen sowie im Hans Hansen-Saal ein, wo ganztägig ein abwechslungsreiches und buntes Programm geboten wurde. Der LSV nutzte den „Tag des Sports Schleswig-Holstein“ aber auch, um über die zahlreichen eigenen Themen,
Begeisterung in allen Alters klassen. Es war überall zu sehen und zu hören: Die
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Projekte und Angebote zu informieren. So bot zum Beispiel das LSV-Team „Integration durch Sport (IdS)“ ein vielseitiges und niedrigschwelliges Mitmachangebot an einem eigenen Stand an. Dort standen neben Sport- und Bewegungsangeboten zum Mit machen auch die Wissensvermittlung im Mittelpunkt. Besucher*innen konnten ihr Wissen über Ziele, Ange bote und Fördermöglichkeiten des Programms testen und mit den LSV Mitarbeitenden über die Arbeit und die Unterstützungsangebote von IdS ins Gespräch kommen. 60 regionale Aktionen im ganzen Land – tolle Sportangebote auch in anderen Städten und Gemeinden Aufgrund der erfolgreichen Durch führung des regionalen „Tag des Sports“ in den letzten vier Jahren wurden auch in diesem Jahr wieder beide Formate durchgeführt. Vorran giges Ziel mit Blick nach vorn dabei: Die große Bandbreite des Ver
einssports unter der Marke „Tag des Sports Schleswig-Holstein“ noch stärker auch in den Städten und Gemeinden des Landes zu zeigen. So nutzten viele Vereine die Gelegenheit, einen regionalen „Tag des Sports“ vor Ort durchzuführen, um so gezielt sportbegeisterte Menschen aus ihrer Region anzusprechen, auf ihre viel fältigen Angebote hinzuweisen und direkt potenzielle neue Mitglieder zu erreichen. Aus diesem Grund gab es am 6. September an verschiedenen Orten in vielen Landkreisen und kreis freien Städten 60 ganz unterschiedliche Aktionen – von Schnuppertraining und Workshops, Turnieren und Ehrungen über Vorführungen und „Tag der offenen Tür“ bis hin zu zahlreichen Mitmach aktionen. Auf der LSV-Homepage konnten Sportinteressierte sich schon vorab auf einer digitalen Sportland karte informieren und alle dem LSV gemeldeten regionalen Angebote
finden, die von den Vereinen und Ver bänden in den ver schiedenen Regionen umgesetzt wurden.
Ehrungen, Aktionspräsentationen und Showtrainings gab es auch in Kiel Auch in Kiel wurden im Tages verlauf verschiedene Ehrun gen durchgeführt, Auszeich nungen vergeben und von Partnern des Landessportver bandes durchgeführte Aktionen präsentiert. So wurden auch in diesem Jahr u.a. wieder von der Sport jugend und ihrem Partner Schleswig Holstein Netz neue Botschaf ter*innen für das Projekt „Kein Kind ohne Sport!“ ernannt und Starter-Pakete vergeben.
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DER LSV UND PROJEKTE
Stimmen aus den Regionen
Fortuna Elmshorn viele Mitmach- aktionen wie Fechten, Mini-Tischtennis oder Judo an. Abwechslungsreiche Auftritte, Vereinspräsentationen und Food Trucks erhöhten die Attraktivität für die Menschen vor Ort. Besonderheit in Elmshorn: Der „Tag des Sports Schleswig-Holstein“ war eingebunden in den dortigen „Shopping-Sonntag“ und lockte so viele Besucher*innen in die Innenstadt und zum Kibek-Center an der A23. Während des ganzen Tages haben der LSV und seine Sportjugend die ausgelassene Stimmung über direkte Impressionen vom bunten Treiben auf dem Veranstaltungsgelände über ihre Social-Media-Kanäle in unzähligen Posts und Stories auf den digitalen Weg gebracht und so die ganz besondere Atmosphäre auch zu vielen neuen Sportinteressierten transportiert und für sie erlebbar gemacht. Wer den „Tag des Sports Schleswig-Holstein“ Umfangreiche Social-Media-Aktivi täten boten tolle Einblicke
noch einmal bildlich Revue passieren lassen möchte, findet bei Instagram (@ landessportverbandsh) und facebook (@LSV.SchleswigHolstein) viel Sehens wertes.
Gute Stimmung herrschte auch bei den vielen regionalen Aktionen im Land. So meldete Sarah Bauer, Trainerin der SV Meldorf Seals, dem LSV-Organisationsteam zurück, dass ihr Verein wieder mit viel Freude am „Tag des Sports“ teilgenommen und im Albersdorfer Freibad Aqua- und Wasserball angeboten habe. Zudem freue sie sich, dass auch weitere Vereine aus Dithmar schen mit von der Partie waren. Maren Grundmann, Abteilungsleiterin Turnen der Lauenburger Sport-Ver einigung, hatte neben einer Abschluss veranstaltung zum Deutschen Sport abzeichen u.a. Walken und Laufen für den guten Zweck sowie Spiele für die Jüngsten im Angebot. Und auch in Elmshorn waren mehrere Vereine aktiv. So boten nach Aussage von Maleen Mohr aus dem Amt für Kinder, Jugend, Schule und Sport der Stadt Elmshorn die Vereine Elmshorner MTV und FTSV
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DER LSV UND PROJEKTE
Spannung bei der Auslosung der Gewinner*innen des Mitmach- Gewinnspiels Alle Jahre wieder ein spannender Moment ist gerade für die Kinder die Ermittlung der Gewinner*innen des Mitmach-Gewinnspiels kurz vor Ende der Veranstaltung. Als „Glücksboten“ fungierten in diesem Jahr die beiden Handballer Vincent Büchner und Tobias Dengler vom THW Kiel, die im Anschluss an die Verlosung auch für Autogrammwünsche und Selfies mit ihren Fans zur Verfügung standen.
Lobende Worte von LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier
der eindrucksvoll bewiesen hätte, wie sehr der Sport die Menschen verbinden und durch seine Vielfalt begeistern kann.
LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier bedankte sich am Ende der Veranstal tung in Kiel bei den Wirtschaftspart nern und Förderern des LSV, ohne deren großzügige Unterstützung die Veranstaltung in dieser Form nicht möglich ist, und abschließend mit lobenden Worten bei den Mitarbei tenden des LSV und seiner Sportjugend sowie vor allem bei den rund 2.500 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Kiel und bei den regionalen Veranstaltungen, die es gemeinsam wieder geschafft haben, eine einzig artige Mischung aus Spiel, Sport und Unterhaltung für die ganze Familie auf die Beine zu stellen. Zahllose Aktive aus den Sportvereinen hätten gezeigt, wie umfang- und abwechslungsreich das Angebot ihrer Vereine ist, die Gäste zum aktiven Mitmachen animiert und in Bewegung gebracht, so Ostmeier. Der 29. „Tag des Sports Schleswig Holstein“ sei wieder ein „Festtag für den Breitensport gewesen,
Stefan Arlt
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SPORTFORUM NR. 233 | OKTOBER 2026
DER LSV UND PROJEKTE
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LANDESSPORTVERBAND SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.
DER LSV UND PROJEKTE
Vom Volkslauf bis zum „Tag des Sports Schleswig-Holstein“: 75.787 KILOMETER FÜR DEN GUTEN ZWECK Mit insgesamt 3.793 zurückgelegten Kilometern und 495 Teilnehmenden setzte der Charity Lauf der Sportjugend Schleswig-Holstein beim „Tag des Sports Schleswig-Holstein“ 2026 ein starkes Zeichen für die Initiative „Kein Kind ohne Sport!“. Über den gesamten Veranstaltungstag hinweg nutzten Besucher*innen auf der Kieler Moorteichwiese die Gelegenheit, laufend, walkend oder rollend auf dem 1,2 Kilometer langen Rundkurs aktiv zu werden und sich gemeinsam für mehr Teilhabe von Kindern und Jugendlichen am Vereinssport einzusetzen.
oder Sportverbänden aus Schleswig Holstein organisiert und unterstützten die Aktion mit großem Engagement. Die diesjährigen Charity-Laufwochen haben einmal mehr gezeigt, wie viel fältig und engagiert die Laufszene in Schleswig-Holstein ist. Ob bei traditions reichen Volksläufen, neuen Veran- staltungsformaten oder dem großen Finale beim „Tag des Sports Schleswig Holstein“: Gemeinsam wurden Kilo meter gesammelt, Aufmerksamkeit geschaffen und ein starkes Zeichen für die Initiative „Kein Kind ohne Sport!“ gesetzt. Der Erfolg der Charity-Laufwochen und des Charity Laufs beim „Tag des Sports Schleswig-Holstein“ wird auch durch die Unterstützung starker Partner ermöglicht. Die Sparkassen in Schleswig Holstein, die AOK NordWest und Zippel's Läuferwelt unterstützen die Initiative „Kein Kind ohne Sport!“ in diesem Jahr mit insgesamt 18.000 Euro. Die Förderung ist zugleich eine Anerkennung für das große Engage ment der Teilnehmenden und die erfolgreiche Umsetzung der diesjäh rigen Aktionen. Marie Scheer
Fotos: sjsh
Beim Maskottchen-Lauf zeigten sämtliche Maskottchen, dass Bewegung und Spaß beim Charity Lauf Hand in Hand gehen.
Bereits die Eröffnung sorgte für einen stimmungsvollen Auftakt. Die Cheer leaderinnen der KSV Holstein und der Musikzug „Kieler Sprotten“ des ETV Kiel begleiteten den ersten Startschuss und boten den passenden Rahmen für einen Tag voller Bewegung und Begegnung. Im Laufe des Tages folgten weitere besondere Laufevents, darunter der beliebte Maskottchen-Lauf sowie der gemeinsame Start der „Kein Kind ohne Sport!“-Botschafter*innen. Sie alle machten deutlich, dass beim Charity Lauf der gemeinschaftliche Gedanke im Mittelpunkt steht.
Der Charity Lauf bildete zugleich den Abschluss der diesjährigen Charity Laufwochen der Initiative „Kein Kind ohne Sport!“. Gemeinsam mit zahl reichen Laufveranstaltungen im ganzen Land kamen dabei beeindruckende 75.787 Kilometer zusammen. Jede zurück gelegte Strecke stand symbolisch für das Ziel der Initiative, Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer finanziellen Situation den Zugang zu Sport- und Bewegungsangeboten zu ermöglichen. Zu den diesjährigen Partnerveran- staltungen gehörten der 3. Nübel- marathon, der 34. Büsumer Volkslauf, der 14. ews Volks- und Spendenlauf Bad Segeberg, der 21. Diekseelauf Bad Malente, der 3. Gettorfer Staffel- marathon, der 1. CrossFunRun Ahrens burg, der 26. Birklauf Gelting, der 24. Citylauf Brunsbüttel, der 4. Mitt sommerlauf Leck, der 38. Mitternachts lauf Heiligenhafen, der 4. Markttagelauf Bredstedt, die Dithmarscher Charity Laufwochen, der 38. CJ Schmidt Hafentagelauf in Husum sowie der Fehmarn-Marathon. Alle Veranstal tungen wurden von Sportvereinen Rechts: Ein starkes Ergebnis auf und neben der Strecke: Nach 75.787 erlaufenen Kilometern überreichten die Partner einen Scheck über 18.000 Euro an die Initiative „Kein Kind ohne Sport!“.
Mit ihrem gemeinsamen Lauf setzten die Botschafter*innen ein starkes Zeichen für die Ziele der Initiative „Kein Kind ohne Sport!“.
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LANDESSPORTVERBAND SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.
Nachhaltiger Klimaschutz und Klimaanpassungen im Sport NORDBAU 2026: LANDESSPORTVERBAND STARTET DIE NOTWENDIGEN DISKUSSIONEN Hydration break – für die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, den USA und Mexiko wurden neue Regeln eingeführt und ein neuer Sport begriff geprägt: Hydration break – die Trinkpause für alle auf und an dem Spielfeld. Primär, so die FIFA, um den Hitzeauswirkungen entgegenzuwirken − gern genommener Nebeneffekt: mehr Werbezeit! Der Sommer 2026 war aber auch in Europa und in Deutschland ein „Vorzeigesommer“, wenn es um die Klimaauswirkungen auf den Sport geht und aufzeigt, wie der Sport darauf reagieren muss; zukünftig mit immer weitergehenden Herausforderungen:
Konzept, das große Synergieeffekte mit sich bringt: Die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an der Sport infrastruktur erfüllen mehrere Ziele gleichzeitig und sparen dabei noch Geld. Einzig auskömmliche, auch dem organisierten Sport zugängliche Fördermitteltöpfe fehlen (derzeit) noch. Aber es gibt Lichtblicke: In Hessen ist es gelungen, Mittel aus dem Sonder vermögen und der sogenannten „Sportmilliarde“ auch der Sanierung von vereinseigenen Anlagen zur Verfügung zu stellen. Ein erster guter Ansatz… Prof. Sven Schneider von der Universität Heidelberg nahm die Sportaktiven in den Fokus: Klimaanpassung und Gesundheit im Sport und damit verbunden die Frage, welche direkten aber auch indirekten Auswirkungen des Klimawandels sich auch auf Sport aktive, Kinder und Ältere auswirken. Nicht nur Hitze und UV-Strahlung, sondern auch sich immer weiter nach Norden ausbreitende, Infektions krankheiten übertragende Insekten wie Mücken und Zecken beeinflussen die Sportausübung. Welcher Maß nahmen bedarf es für eine effektive Klimaschutzplanung für den Vereins sport? Prof. Schneider lieferte Ant worten, Organisationsansätze und Praxisbeispiele.
Intensiver Austausch von Vetreter* -innen aus Politik, Kommunen und Sport Der LSV-Einladung waren zahlreiche Interessierte zu einem intensiven Austausch von Politik, Kommunen und Sport in den Holstenhallen in Neu münster gefolgt. Gleich zu Beginn stellte Joschka Knuth, Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein (MEKUN), den Teilnehmenden vor, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Natur, die Wetterbedingungen, den Alltag und letztlich auch das Sport(er)leben in unserem Land mit sich bringen wird. Die Landesregierung nimmt ihre Aufgaben wahr, sowohl um notwendige Anpassungen an Extrem wetterereignisse umzusetzen, aber auch durch die Förderung von Initia tiven, die dem Klimawandel entgegen wirken. Und hier gab es gute Nach richten für den organisierten Sport: Joschka Knuth verkündete, dass sich der LSV und das MEKUN derzeit „in guten Gesprächen“ befänden, die zum Ziel haben, eine Investitionsförderung von Klimaschutzvorhaben im Sport durch Landesmittel zu ermöglichen.
Eine große Vielzahl abgesagter oder verschobener Sportveranstaltungen, trockengefallene Sportboothäfen und Badeseen in Südeutschland, der Rhein nicht mehr durchgängig befahrbar, infektionsverbreitende Mückenarten, die bisher nur südlich der Alpen auf traten, FSME-übertragende Zecken rücken immer weiter nach Norden vor. Wie muss der Sport reagieren, um sich an diese Klimabedingungen anzupassen? Wie können Sportstätten und die Sportausübung selbst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Hinweise, Lösungen, Praxisbeispiele, aber auch die notwendigen Hilfe stellungen, die der organisierte Sport weiterhin und verstetigt benötigt, um beim Klimaschutz und den Klima- anpassungen mitspielen zu können, sollten bei der vom Landessportver band Schleswig-Holstein (LSV) am 12. September im Rahmen der NordBau
angebotenen Vortragsveran staltung „Nachhaltiger Klima schutz und Klimaanpas sungen im Sport“ vorge stellt und diskutiert werden.
Sanierungsstau, Klimaschutz und Klimaanpassungen im Sport
Jens Prüller vom Landessportbund Hessen kam von den harten Fakten – milliardenschwerer Sanierungsstau bei den Sportanlagen bundesweit und große Erfüllungslücken bei den Klima schutzzielen des Bundes, der Länder und der Kommunen – schnell auf ein
Joschka Knuth, Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein, bei seinem Vortrag. Fotos: Dr. Sven Reitmeier
LSV-Vorstandsmitglied Dr. Dorit Kuhnt begrüßt die Teilnehmenden der LSV-Vortrags veranstaltung.
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DER LSV UND PROJEKTE
stättenplanung zusammenarbeiten und dann auch noch zum Nachweis, nach Monaten des Wartens DAS Jahr hundert-Starkregen-Ereignis auf das Areal niedergeht! Erdwärme für die Hallenerwärmung, Luftschneisen, Verdunstungskälte, Beschattung, Fassaden-/Dächerbegrünung, Kalthallen. All dies sind Stichworte für Klima- anpassungen und Klimaschutz im und durch Sportstättenbau/-sanierung. Die Hansestadt Hamburg bietet bereits einige positive Umsetzungsbeispiele, die nicht auf einen Stadtstaat begrenzt bleiben sollten. In einem weiteren Vortrag wurde der Blick näher auf das Spezialthema „Fuß ball“ gelegt. Im Zuge der Heim-EM hat sich der DFB auch dem Thema maroder bzw. sanierungsbedürftiger Vereins heime gewidmet. Um Vereine bei der Umsetzung dieser Aufgabe zu unter stützen, wurde ein Konzept entwickelt, mit dem das aufwendige Planungs- verfahren abgekürzt und auf vorgeplante Maßnahmen zurückgegriffen werden kann. Georg Behlau, der Projektleiter des „Vereinsheim 2.0“, stellte ausführlich die Möglichkeiten des Neubaus nach modernen energieeffizienten und barrierearmen Standards vor. Er betonte aber auch, dass in dem Konzept ebenso Sanierungsmaßnahmen vorgestellt werden, auf die Vereine zurückgreifen können. In der anschließenden Vorstellung des Projektes „Behindert nicht den Fußball“ teilte Tyll Reinisch, Inklusionskoordinator des Kreissportverbandes Nordfriesland und Bundesjugendvorsitzender des Sozialverbandes Deutschland, seine Fan-Erfahrungen bei Besuchen von Spielen der ersten und zweiten Fuß ball-Bundesliga − als Fan mit Bedarf eines Rollstuhlplatzes. In seiner kurz weiligen Darstellung wurde deutlich, wie weit im Voraus Betroffene die Fußball – Inklusion – nachhaltige Vereinsheime
Planung für einen Stadionbesuch starten müssen und wie wertvoll umfassende Informationen zur Anreise- möglichkeit, zum Ticketing, zum Stadion- besuch und zu weiteren organisatori schen Dingen sind, die letztlich zum Erfolg führen. Tyll musste aber auch die ernüchternde Feststellung machen, wie mangelhaft manche Stadionbetreiber ihrer eigenen Erklärung zur Vorhaltung von mindestens einen Prozent rollstuhl gerechter Sitzplätze tatsächlich nach kommen. Mit diesem Fokus endete der Themen tag dann auch mit einer Reflexion dreier Rolli-Fahrer*innen. LSV-Vorstands- mitglied Kirsten Bruhn, Sabine Hübner und Tyll Reinisch schilderten mit Bezug auf die Teilnahme am Sport ihre persön lichen Eindrücke und betonten dabei, die Notwendigkeit einer Haltungsände rung. Es seien bereits viele Grundlagen für eine bessere Teilhabe gesetzlich beschlossen. Diese würden aber nichts nützen, wenn Engagierte und Verant wortliche diese als „nicht zwingend“ vernachlässigen oder deren Umsetzung sogar verhindern. Hier brauche es schlicht mehr Verständnis dafür, dass diese gesetzlichen Vorgaben auch zeitnah umgesetzt werden. LSV-Vorstandsmitglied Dr. Dorit Kuhnt dankte allen Teilnehmenden, insbeson dere allen Akteur*innen, die durch ihre Beiträge und Ideen die Veranstaltung erfolgreich gestalteten und allen Beteiligten einen umfassenden Über blick über das wichtige und komplexe Themengebiet vermittelt haben. Die gesamte Veranstaltung wurde vom Offenen Kanal (OK) Kiel live über tragen und kann in der Mediathek des OK auch weiterhin angesehen werden. Der Link zur OK-Mediathek ist unter o.a. Web-Adresse zu finden.
Prof. Sven Schneider von der Universität Heidelberg bei seinem Fachvortrag.
Auch im Land zwischen den Meeren − Wasser für Sport
In Vertretung für den kurzfristig verhinderten Referenten Prof. Ralph Schill stellte der LSV-Umweltrefent Dr. Sven Reitmeier die vom DOSB beauftrage Kurzexpertise „Wasser für Sport“ vor: Der Wasserbedarf für unter schiedliche Sportarten, zunehmende Kosten für den Wasserbedarf der Vereine, trockenfallende Sportboothäfen und die Absage bzw. Verlegung von Sport veranstaltungen aus Wassermangel sind nicht nur international zu beob achtende Phänomene, sondern waren im Sommer 2026 auch in Deutschland die Realität. Welche technischen und organisatorischen Ansätze liefern Lösungen? Welche Daten fehlen? Manche Antwort, aber auch fehlendes Wissen offenbarte die DOSB-Kurzexpertise „Wasser für Sport“. Torge Hauschild hatte als zuständige Leitung des bezirklichen Sportstätten baus im Bezirksamt Hamburg-Mitte einige zukunftsweisende Praxis- beispiele im Köcher: Wie kann die Sanierung einer Sportfreianlage gleichzeitig fehlenden Starkregen Überflutungsschutz gewährleisten? Es funktioniert − insbesondere dann, wenn Wasserplanung und Sport- Klimaangepasste Sportstätten in der Praxis
Dr. Sven Reitmeier/Klaus Rienecker
Alle Präsentationen der Referent*innen sind in Kürze unter www.lsv-sh.de/sportwelten-projekte/sport-umwelt/hinter grundinformationen-und-downloads/ abrufbar.
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BILDUNGSDIALOG 2027: DAS LERNEN GEMEINSAM GESTALTEN
Vom 5. bis 7. März 2027 lädt das Bildungswerk des Landessportverbandes Schleswig-Holstein (LSV) zum BildungsDIALOG 2027 in das Sport- und Bildungs zentrum Malente ein. Nach dem ersten landesweiten BildungsDIALOG im Jahr 2018 bietet die Veranstaltung damit zum zweiten Mal die Gelegenheit, sich verbandsübergreifend über die Zukunft der Bildungsarbeit im organisierten Sport auszutauschen und diese aktiv mitzugestalten.
Unter dem Leitgedanken „Mensch • Sport • Bildung • Haltung“ stehen die Erfahrungen und Perspektiven der Teil nehmenden im Mittelpunkt. Gemeinsam soll der Frage nachgegangen werden, wie Menschen nachhaltig lernen, welche Lernerfahrungen besonders prägend sind und welche Konsequenzen sich daraus für die Bildungsarbeit im orga nisierten Sport ergeben. Der BildungsDIALOG richtet sich insbesondere an Bildungsreferent*innen, Ausbilder*innen, Referent*innen, Lehrteams, Vorstände sowie weitere Verantwortliche für Bildung in den Mitgliedsorganisationen des LSV. Ziel ist es, die unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen aus dem organisierten Sport zusammenzuführen und gemein sam neue Impulse für die Bildungsarbeit zu entwickeln. Durch die Tagung führen als Modera tions-Duo Svea Schultze, Abteilungs leiterin Sportjugend im Landessport bund Mecklenburg-Vorpommern, und Hermann Grams, langjähriger Experte für Bildungs- und Organisationsent wicklung im Sport. Fachlich begleitet werden sie von Nele Hirsch, eine der profiliertesten Expertinnen für zeit gemäße Lern- und Bildungskonzepte im deutschsprachigen Raum. Mit ihren
Impulsen wird sie die Teilnehmenden dabei unterstützen, neue Perspektiven auf Lernen, Bildung und die Gestaltung von Lernprozessen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen die Reflexion eigener Lernerfahrungen, der Austausch über gelingende Bildungsprozesse sowie die Diskussion zukünftiger Heraus- forderungen und Chancen der Bildungs arbeit im Sport. Neben kreativen Dialogformaten und interaktiven Arbeitsphasen bietet die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Netz werken und zum gegenseitigen Lernen. Ein besonderes Ziel des Bildungs- DIALOGes 2027 ist die Entwicklung eines gemeinsamen Bildungsver ständnisses für den organisierten Sport in Schleswig-Holstein. Dieses soll nicht am Schreibtisch entstehen, sondern aus den Erfahrungen, Ideen und Perspektiven der Menschen, die Bildungsarbeit im Sport tagtäglich gestalten. Der BildungsDIALOG ver steht sich damit als Beteiligungs- prozess, der die Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der Bildungs arbeit im Sportland Schleswig- Holstein schaffen soll.
Foto: Victoria Weihs
programm. Die angebotenen Work shops greifen zentrale Fragestellungen moderner Bildungsarbeit auf und reichen von digitalen Lernwelten und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz über innovative Lehr- und Lernmethoden bis hin zu Fragen der Persönlichkeits entwicklung, Nachhaltigkeit, Qualitäts entwicklung und Organisationskultur. Damit bietet das Bildungswerk allen Teilnehmenden die Möglichkeit, indi viduelle Schwerpunkte zu setzen, neue Perspektiven kennenzulernen und konkrete Ideen für die eigene Bildungsarbeit mitzunehmen. Die Anmeldung zum BildungsDIALOG 2027 wird ab Anfang Oktober 2026 möglich sein. Interessierte sollten sich den Termin bereits jetzt vormerken und die Gelegenheit nutzen, Teil dieses besonderen Beteiligungsprozesses zu werden. Das LSV-Bildungswerk freut sich auf zahlreiche Teilnehmende, die ihre Erfahrungen, Ideen und Perspektiven einbringen und gemeinsam die Zukunft der Bildungsarbeit im organi sierten Sport gestalten möchten.
Abgerundet wird das Wochenende durch ein vielfältiges Kurzschulungs
Jakob Voß
Weitere Informationen, das vollständige Programm sowie die Anmeldung zum Bildungs DIALOG 2027 und den Kurzschulungen finden alle Interessierten unter: bildung.lsv-sh.de/cms/ home/ausschuss_f_r_bqm/bildungsdialog.xhtml
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