LSV-Sportforum

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prozesse erleichtern. Gerade hier besteht jedoch ein praktisches Risiko: Vertrauliche Informationen werden schnell in frei verfügbare KI-Tools eingegeben, ohne dass klar ist, was mit diesen Daten geschieht. Besonders problematisch sind Gesundheits daten, Mitgliederdaten, Daten von Kindern und Jugendlichen, Vertrags informationen, interne Strategie papiere oder personenbezogene Leistungsdaten. Vereine und Verbände sollten deshalb klare Regeln für den Einsatz generativer KI festlegen. Mit arbeitende, Ehrenamtliche und Trainer teams müssen wissen, welche Infor mationen eingegeben werden dürfen und welche nicht. Für sensible Daten sollten nur geprüfte Lösungen mit geeigneten Datenschutz- und Sicher heitsstandards genutzt werden. Vor dem Einsatz von KI- oder Tracking Systemen sollten einige Grundfragen geklärt werden: • Zweck: Warum werden die Daten erhoben? Geht es um Training, Gesund heitsschutz, Spielanalyse, Verwaltung oder Kommunikation? • Rechtsgrundlage: Auf welcher daten schutzrechtlichen Grundlage erfolgt die Verarbeitung? Reicht ein berech tigtes Interesse aus oder ist eine Einwilligung erforderlich? • Datenumfang: Werden nur die Daten verarbeitet, die für den konkreten Zweck wirklich notwendig sind? • Zugriff: Wer darf die Daten sehen? Trainerteam, Vorstand, Verband, externe Dienstleister oder Sponsoren? • Speicherdauer: Wie lange werden die Daten gespeichert und wann werden sie gelöscht? • Transparenz: Werden die betroffenen Personen verständlich informiert? • Dienstleister: Gibt es mit externen Anbietern klare Verträge, insbesondere zur Auftragsverarbeitung, Daten- sicherheit und Datenweitergabe? Diese Punkte sollten nicht erst geklärt werden, wenn ein Problem entsteht. Sie gehören an den Anfang jedes KI- oder Digitalprojekts. Was Vereine und Verbände beachten sollten

Besonderer Schutz im Nachwuchs sport

reduzieren und organisatorische Abläufe erleichtern. Gleichzeitig betrifft KI im Sport oft sehr persönliche Bereiche: den Körper, die Bewegung, die Gesundheit, die Leistung und die Identität der Sportlerinnen und Sport ler. Für Vereine und Verbände wird daher nicht entscheidend sein, wer KI am schnellsten einsetzt. Entscheidend ist, wer sie transparent, verantwor tungsvoll und datenschutzkonform nutzt. Unser Tipp: Prüfen Sie geplante KI- und Tracking-Projekte frühzeitig daten schutzrechtlich. Gerade bei Bewegungs-, Gesundheits- oder Leistungsdaten sollte der Datenschutz nicht erst am Ende, sondern von Beginn an mitge dacht werden. Bei Unsicherheiten sollten Sie Ihren Datenschutzbeauftragten frühzeitig einbinden oder rechtliche Unterstützung hinzuziehen. Bojana Nemcevic im Auftrag des LSV-Datenschutzbeauftragten Dr. Michael Foth

Im Kinder- und Jugendsport gelten besonders hohe Anforderungen. Minderjährige können oft noch nicht vollständig einschätzen, welche Bedeutung langfristige Leistungs- oder Bewegungsprofile haben können. Zudem können solche Daten Einfluss auf Förderentscheidungen, Kaderaus wahl oder sportliche Entwicklung nehmen. Deshalb sollten Vereine und Verbände im Nachwuchsbereich besonders zurückhaltend sein. Eltern beziehungsweise Sorgeberechtigte müssen transparent informiert werden. Gleichzeitig sollten auch Kinder und Jugendliche altersgerecht verstehen können, welche Daten erhoben werden und warum. Gerade im Nachwuchs sport gilt: Datenverarbeitung darf nicht zum dauerhaften Leistungs druck oder zur umfassenden Beob achtung führen.

Fazit: Erst Datenschutz, dann KI

KI kann den Sport professioneller, effizienter und sicherer machen. Sie kann Training verbessern, Belastungen besser einschätzen, Verletzungsrisiken

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LANDESSPORTVERBAND SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.

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