LSV-Sportforum

DER LSV UND PROJEKTE

DER LSV UND PROJEKTE

stättenplanung zusammenarbeiten und dann auch noch zum Nachweis, nach Monaten des Wartens DAS Jahr hundert-Starkregen-Ereignis auf das Areal niedergeht! Erdwärme für die Hallenerwärmung, Luftschneisen, Verdunstungskälte, Beschattung, Fassaden-/Dächerbegrünung, Kalthallen. All dies sind Stichworte für Klima- anpassungen und Klimaschutz im und durch Sportstättenbau/-sanierung. Die Hansestadt Hamburg bietet bereits einige positive Umsetzungsbeispiele, die nicht auf einen Stadtstaat begrenzt bleiben sollten. In einem weiteren Vortrag wurde der Blick näher auf das Spezialthema „Fuß ball“ gelegt. Im Zuge der Heim-EM hat sich der DFB auch dem Thema maroder bzw. sanierungsbedürftiger Vereins heime gewidmet. Um Vereine bei der Umsetzung dieser Aufgabe zu unter stützen, wurde ein Konzept entwickelt, mit dem das aufwendige Planungs- verfahren abgekürzt und auf vorgeplante Maßnahmen zurückgegriffen werden kann. Georg Behlau, der Projektleiter des „Vereinsheim 2.0“, stellte ausführlich die Möglichkeiten des Neubaus nach modernen energieeffizienten und barrierearmen Standards vor. Er betonte aber auch, dass in dem Konzept ebenso Sanierungsmaßnahmen vorgestellt werden, auf die Vereine zurückgreifen können. In der anschließenden Vorstellung des Projektes „Behindert nicht den Fußball“ teilte Tyll Reinisch, Inklusionskoordinator des Kreissportverbandes Nordfriesland und Bundesjugendvorsitzender des Sozialverbandes Deutschland, seine Fan-Erfahrungen bei Besuchen von Spielen der ersten und zweiten Fuß ball-Bundesliga − als Fan mit Bedarf eines Rollstuhlplatzes. In seiner kurz weiligen Darstellung wurde deutlich, wie weit im Voraus Betroffene die Fußball – Inklusion – nachhaltige Vereinsheime

Planung für einen Stadionbesuch starten müssen und wie wertvoll umfassende Informationen zur Anreise- möglichkeit, zum Ticketing, zum Stadion- besuch und zu weiteren organisatori schen Dingen sind, die letztlich zum Erfolg führen. Tyll musste aber auch die ernüchternde Feststellung machen, wie mangelhaft manche Stadionbetreiber ihrer eigenen Erklärung zur Vorhaltung von mindestens einen Prozent rollstuhl gerechter Sitzplätze tatsächlich nach kommen. Mit diesem Fokus endete der Themen tag dann auch mit einer Reflexion dreier Rolli-Fahrer*innen. LSV-Vorstands- mitglied Kirsten Bruhn, Sabine Hübner und Tyll Reinisch schilderten mit Bezug auf die Teilnahme am Sport ihre persön lichen Eindrücke und betonten dabei, die Notwendigkeit einer Haltungsände rung. Es seien bereits viele Grundlagen für eine bessere Teilhabe gesetzlich beschlossen. Diese würden aber nichts nützen, wenn Engagierte und Verant wortliche diese als „nicht zwingend“ vernachlässigen oder deren Umsetzung sogar verhindern. Hier brauche es schlicht mehr Verständnis dafür, dass diese gesetzlichen Vorgaben auch zeitnah umgesetzt werden. LSV-Vorstandsmitglied Dr. Dorit Kuhnt dankte allen Teilnehmenden, insbeson dere allen Akteur*innen, die durch ihre Beiträge und Ideen die Veranstaltung erfolgreich gestalteten und allen Beteiligten einen umfassenden Über blick über das wichtige und komplexe Themengebiet vermittelt haben. Die gesamte Veranstaltung wurde vom Offenen Kanal (OK) Kiel live über tragen und kann in der Mediathek des OK auch weiterhin angesehen werden. Der Link zur OK-Mediathek ist unter o.a. Web-Adresse zu finden.

Prof. Sven Schneider von der Universität Heidelberg bei seinem Fachvortrag.

Auch im Land zwischen den Meeren − Wasser für Sport

In Vertretung für den kurzfristig verhinderten Referenten Prof. Ralph Schill stellte der LSV-Umweltrefent Dr. Sven Reitmeier die vom DOSB beauftrage Kurzexpertise „Wasser für Sport“ vor: Der Wasserbedarf für unter schiedliche Sportarten, zunehmende Kosten für den Wasserbedarf der Vereine, trockenfallende Sportboothäfen und die Absage bzw. Verlegung von Sport veranstaltungen aus Wassermangel sind nicht nur international zu beob achtende Phänomene, sondern waren im Sommer 2026 auch in Deutschland die Realität. Welche technischen und organisatorischen Ansätze liefern Lösungen? Welche Daten fehlen? Manche Antwort, aber auch fehlendes Wissen offenbarte die DOSB-Kurzexpertise „Wasser für Sport“. Torge Hauschild hatte als zuständige Leitung des bezirklichen Sportstätten baus im Bezirksamt Hamburg-Mitte einige zukunftsweisende Praxis- beispiele im Köcher: Wie kann die Sanierung einer Sportfreianlage gleichzeitig fehlenden Starkregen Überflutungsschutz gewährleisten? Es funktioniert − insbesondere dann, wenn Wasserplanung und Sport- Klimaangepasste Sportstätten in der Praxis

Dr. Sven Reitmeier/Klaus Rienecker

Alle Präsentationen der Referent*innen sind in Kürze unter www.lsv-sh.de/sportwelten-projekte/sport-umwelt/hinter grundinformationen-und-downloads/ abrufbar.

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LANDESSPORTVERBAND SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.

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