I-VO-interlinear (Stand 19.12.2023)
gewählte Mediumform in der Passivform klingen würde und umgekehrt. Wo es offensichtlich nicht passt, versteht man tiefer warum, und wo beides passt, sieht man viel tiefer in die geistliche Wirklichkeit. Viel Gewinn also bei den „Umkehrungsübungen“. Grundsätze: Die Mediumform (m) betont stets, was ich „für mich“ tue, also z.B. „ich will für mich “ Gott gefallen (m). In der Passivform ergäbe dies „ich werde gottgefällig gemacht “. Oder im Beispiel von Eph. 3,17: Passiv = „In Liebe seid Festgewurzeltwordene“ – im Medium = „Seid Festgewurzelte für euch“. e) Die Vers-Einteilungen und Satzzeichen Bei der Niederschrift des griechischen Urtextes existierten noch keine Verseinteilungen. Diese soll R. Stephanus, ein Buchdrucker, erst um 1551 vorgenommen haben. Ebenso wurden im Anfang noch keine Satzzeichen verwendet. Akzente, Kommas, Punkte, Fragezeichen, Ausrufezeichen etc. kamen also erst im 5. Jahrhundert n. Chr. dazu. Somit könnten auch die Satzeinteilungen und Aussageformen unter Umständen noch ganz anders und möglicherweise viel sinnvoller gestaltet werden. Ich habe mich, gerade im Hinblick auf die Satzeinteilungen, noch so weit als möglich an das ge wohnte Muster gehalten, da sonst zu viele Faktoren auf einmal auf mich eingewirkt hätten. Bereits jetzt könnte ich schon wieder mit der nächsten Übersetzung begin nen und, wenn die Zeit dafür reichte, jedes Jahr mit immer wieder einer neuen, noch besseren aufwarten, und doch würden alle Übersetzungen auf ein und demselben Urtext basieren. Die Tatsache bleibt bestehen, dass fast jedes griechische Wort eine Ausdrucksfülle von mehreren (teils über zwan zig!) deutschen Wiedergabemöglichkeiten enthält. Rechnet man zu diesen noch die Möglichkeiten der unbegrenzt verschiedenen Konstellationen der einzelnen Worte untereinander, dann ergeben sich daraus unendliche Über setzungsmöglichkeiten. Jede Übersetzung aber wird immer nur den Grad an „Vollkommenheit“ widerspiegeln, den ihr Übersetzer im Geist erlangt hat. Meine „nächste Übersetzung“ würde daher wiederum tiefer gehen als die vorliegende – vorausgesetzt, ich bleibe nicht stehen, wo ich heute bin. 3. Wie „vollkommen“ ist die neue „Interlineare Vollanalyse“?
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