Amtliche Regelungen - Rechtschreibwerkstatt

Qualitative Textanalyse nach dem Konzept der Rechtschreibwerkstatt im Vergleich zur amtlichen Regelung der deutschen Rechtschreibung Die Schreibung der deutschen Sprache ist eine an den gesprochenen Lauten und Wörtern orientierte Buchstabenschrift, aber keine Lautschrift. In der amtlichen Regelung der deut- schen Rechtschreibung 9 sind die Beziehungen zwischen den Lauten und den Buchstaben, die Schreibung der Wörter und die Gliederung von Texten festgelegt. Die Grundlagen der deutschen Rechtschreibung sind im Vorwort des Regelwerks festgelegt: 2 Grundlagen der deutschen Rechtschreibung Die deutsche Rechtschreibung beruht auf einer Buchstabenschrift. Wie ein gesprochenes Wort aus Lauten besteht, so besteht ein geschriebenes Wort aus Buchstaben. Die [regelgelei­ tete] Zuordnung von Lauten und Buchstaben soll es ermöglichen, jedes geschriebene Wort zu lesen und jedes gehörte Wort zu schreiben. Die Schreibung der deutschen Sprache – worunter im Folgenden immer auch die Zeichensetzung mitverstanden wird – ist durch folgende grundlegende Beziehungen geprägt: 2.1 Die Beziehung zwischen Schreibung und Lautung Jedem Laut entspricht ein Buchstabe oder eine Buchstabenverbindung (zum Beispiel sch , ch ). Gelegentlich werden auch zwei Laute durch einen Buchstaben bezeichnet (so durch x und z ). Die Zuordnung von Lauten und Buchstaben orientiert sich an der deutschen Standardaus­ sprache. Das hat den Vorteil, dass ein Wort immer in derselben Weise geschrieben wird, obwohl es regionale Varianten in der Aussprache geben kann. Wer schreiben lernt, muss daher manchmal mit der Schreibung auch die Standardaussprache erlernen. (…) 2.2 Die Beziehung zwischen Schreibung und Bedeutung Die deutsche Rechtschreibung bezieht sich nicht nur auf die Lautung, sondern sie dient auch der grafischen Fixierung von Inhalten der sprachlichen Einheiten, das heißt der Bedeutung von Wortteilen, Wörtern, Sätzen und Texten. So wird ein Wortstamm möglichst gleich ge­ schrieben, selbst wenn er in unterschiedlicher Umgebung verschieden ausgesprochen wird. Man spricht hier von Stammschreibung oder Schemakonstanz. Dies betrifft zum Beispiel die Schreibung bei Auslautverhärtung in manchen deutschen Sprachgebieten ( Rad und Rat werden gleich ausgesprochen, aber unterschiedlich geschrieben wegen des Rades und des Rates ), den Umlaut (zum Beispiel Wand – Wände , aber Wende ), das Zusammentreffen glei­ cher Konsonanten (zum Beispiel Haussegen , fünffach , zerreißen , enttäuschen , Blinddarm ), gelegentlich auch Einzelfälle (vier mit langem [i:], aber vierzehn , vierzig trotz kurzem [ i ]). Hingegen werden in manchen Fällen verschiedene Wörter, obwohl sie gleich ausgespro­ chen werden, unterschiedlich geschrieben (Unterscheidungsschreibung; zum Beispiel Saite , Seite ; wieder , wider ). Diese Schemakonstanz sichert den Lesenden ein rasches Erkennen einzelner Wörter und ihrer „Bausteine“. Schwierig an diesem Verfahren ist, dass den Sprachteilhaberinnen und Sprachteilhabern einerseits in manchen Fällen nicht klar ist, ob eine Wortverwandtschaft vorliegt (gehört zum Beispiel Herbst zu herb ?), oder dass sie andererseits eine Wortver­ wandtschaft rechtschreiblich nicht beachten müssen (zum Beispiel Eltern zu alt ; voll zu fül- len ). Bei der Unterscheidungsschreibung wirkt die Wahl der unterscheidenden Buchstaben auf die heutigen Sprachteilhaberinnen und Sprachteilhaber zufällig (zum Beispiel Laib , Leib ; Lied , Lid ; Lärche , Lerche ). (…) Alle Verfahren zur Erfassung der Rechtschreibkompetenz (siehe Kapitel „Verfahren zur Er­ fassung der Rechtschreibkompetenz“) müssen sich auf dieses amtliche Regelwerk beziehen. Dies gilt natürlich auch für Verfahren zur qualitativen Textanalyse (siehe Kapitel „Qualitative l die Beziehung zwischen Schreibung und Lautung l die Beziehung zwischen Schreibung und Bedeutung

Deutsche Rechtschreibung – Amtliche Regelung, Fassung von 2006 (Auszug)

9 Zitate aus der amtlichen Regelung sind im weiteren Textverlauf blau geschrieben.

Analyseraster“). In den nachfolgenden Tabellen sind die Kategorien der qualitativen Textanalyse der Rechtschreib­ werkstatt zu den Kapiteln des amtlichen Regelwerks in Beziehung gesetzt. Wir beschränken uns hier auf einige bedeutsame Abschnitte des Regelwerks. Nicht berücksichtigt sind in den Tabel­ len jene Abschnitte des Regelwerks, die sich überwiegend mit Fremdwortschreibungen und Rechtschreibbereichen beschäftigen, die nicht von den Lehrplänen für die Sekundarstufe erfasst werden. In blauer Schrift sind Originaltextstellen der amtlichen Regelung. In der letzten Spalte sind Beispiele für Verstöße gegen die jeweils genannte Regelung aufgeführt.

§

Grundsätzliches

RSW 10

Regel / Verschreibungsregel

Beispiele (aus Regelwerk und Schülertexten) Mehrere Buchstaben oder das ganze Wort sind nicht erkennbar. Ein Buchstabe ist nicht erkennbar oder nicht ein­ deutig.

Wort unlesbar

UW 0.1

Buchstabe unlesbar/uneindeutig

UW 0.2

UW 0.3

Pseudoschreibung

frgtope (Wortfragment) schelcht, Setpember

Buchstaben vertauscht (sofern nicht anders kategorisierbar)

LD

0.4

falsches Wort

Es wurde ein anderes Wort als das diktierte geschrieben. Rucken, wunschen, mussen, konnen; fehlende iPunkte und tStriche

SA

0.5

Oberzeichenfehler

UW 0.6

§

RSW

Regel / Verschreibungsregel Als grundlegend (...) gelten die folgenden LautBuchstabenZuord­ nungen.

Beispiele (aus Regelwerk und Schülertexten)

A Laut-Buchstaben- Zuordnungen ( § 1 bis § 32)

(1) Kurze einfache Vokale

Rücken, geschenkt, helfen, schlecht, schwarze, wünschen, springt, Schwanz, fremd, September, Dezember, selten, Ringe, warnten, denken, falsch, bringen, frische, Fenster, ordnen

LB

1

(2) Lange einfache Vokale

fragen, Fuß

(3) Diphthonge

teuer, beeilen, aufpassen, leicht, Freund, tauchen, gleich Ricken, teier, Wohnong, Siptember, früsche

grundlegend falsche LautBuchsta­ benZuordnungen Auslassung von Vokalen (sofern nicht anders kategorisierbar) überflüssige Vokale (sofern nicht anders kategorisierbar) falsche Vokale (sofern nicht anders kategorisierbar) Folgt im Wortstamm auf einen be­ tonten kurzen Vokal nur ein einzelner Konsonant, wird dieser verdoppelt. Der Konsonant, der auf einen be- tonten kurzen Vokal im Wort­ stamm folgt, wird fälschlicherweise nicht verdoppelt. Der Konsonant, der auf einen be- tonten kurzen Vokal folgt, wird fälschlicherweise verdoppelt. Der Konsonant, der auf einen be- tonten langen Vokal oder Diph­ thong folgt, wird fälschlicherweise verdoppelt. Der Konsonant, der auf einen un- betonten kurzen Vokal folgt, wird fälschlicherweise verdoppelt.

LB

1.1

Rcken, tuer, Wohnng, Sptember, frische

LD

1.2

Erücken, teuaer, Wohneung, Septemeber, firische

LD

1.3

Fonster, Suptember, Wahnung

LB

1.4

vergessen, aufpassen, treffen, müssen, können, Zimmer, hinstellen

LV

2

10 RSW = Rechtschreibwerk- statt; zu den Abkürzungen in der Spalte darunter siehe Kapitel „Auswer- tungshilfen zur qualita- tiven Textanalyse“ und/ oder die ausklappbare Übersicht „Das Konzept der Rechtschreibwerkstatt – kompakt“ (in der Mitte dieses Heftes).

vergesen, aufpasen, trefen, müsen, könen, Zimer, hinstelen

LV

2.1

geschennkt, hellfen, schlechcht, schwarrze, wünn­ schen, sprinngt, Schwannz, fremmd, Septemmber, Dezemmber, sellten, Rinnge, warrnten, dennken, fallsch, brinngen, frischsche, Fennster, orrdnen liebben, bezahllen, fraggen, leichcht, Wohnnung, beeillen, auffpassen, Freunnd, Jahrres, vielle, spie­ llen, tauchchen, tieff, Fußß liebenn, Rückenn, geschschenkt, teuerr, bezzahlenn, fragenn, helfenn, Wohnunng, Ferienn, verrges­ senn, beeilenn, wünschenn, aufpassenn, Jahress, Sepptemberr, Dezemberr, seltenn, spielenn, treffenn, müssenn, könnenn, tauchenn, warntenn, denkenn, bringenn, Zimmerr, hinstellenn, Fensterr, ordnenn

LV

2.2 Ü 11

LV

2.3 Ü

11 Ü = Übergeneralisierung = regelwidrige Bildung einer

Sprachform, wenn die Regeln zur Verwendung eines Begriffes nicht oder nicht ausreichend bekannt sind.

LV

2.4 Ü

Für k und z gilt eine besondere Re­ gelung: (1) Statt kk schreibt man ck .

LV

3

Acker , locken , Reck

(2) Statt zz schreibt man tz . Statt ck wird kk geschrieben. Statt tz wird zz geschrieben.

Katze , Matratze , Schutz

Rükken Kazze

LV

3.1

§

RSW

Regel / Verschreibungsregel

Beispiele (aus Regelwerk und Schülertexten) geschenckt, ckönnen, dencken betzahlen, schwartze, Schwantz, Detzember, Tzimmer

Statt k wird ck geschrieben. Statt z wird tz geschrieben.

LV

3.2 Ü

In acht Fallgruppen verdoppelt man den Buchstaben für den einzelnen Konsonanten nicht, obwohl dieser einem betonten kurzen Vokal folgt. Dies betrifft (...) (6) eine Reihe einsilbiger Wörter mit grammatischer Funktion, (...) Der Buchstabe für den einzelnen Konsonanten, der einem betonten kurzen Vokal folgt, wird verdoppelt, obwohl er zur Untergruppe 6 (eine Reihe einsilbiger Wörter mit gram­ matischer Funktion) gehört. Wenn einem betonten einfachen langen Vokal ein unbetonter kurzer Vokal unmittelbar folgt oder in erwei­ terten Formen eines Wortes folgen kann, so steht nach dem Buchstaben für den langen Vokal stets der Buch­ stabe h . Das Silben trennende h wird bei Diphthongen übergeneralisiert. Das Fugenh wird übergeneralisiert, obwohl der erste Vokal weder lang noch betont ist. Das h steht ausnahmsweise auch nach dem Diphthong [ai]. Nach dem Diphthong [ai] wird fälschlicherweise h geschrieben. Wenn einem betonten langen Vokal einer der Konsonanten [l], [m], [n] oder [r] folgt, so wird in vielen, je­ doch nicht in der Mehrzahl der Wör­ ter nach dem Buchstaben für den Vokal ein h eingefügt. Zwischen einem betonten langen Vokal und einem der Konsonanten [l], [m], [n] oder [r] wird nach dem Buchstaben für den Vokal das h fälschlicherweise weggelassen. Nach einem betonten langen Vokal oder Diphthong wird nach dem Buchstaben für den Vokal das h fälschlicherweise hinzugefügt. Nach einem unbetonten langen Vokal oder Diphthong wird nach dem Buchstaben für den Vokal das h fälschlicherweise hinzugefügt. Nach einem unbetonten kurzen Vo­ kal wird nach dem Buchstaben für den Vokal das h fälschlicherweise hinzugefügt. Die Länge von [a:], [e:] und [o:] kennzeichnet man in einer kleinen Gruppe von Wörtern durch die Ver­ dopplung aa , ee bzw. oo . Die Länge von Vokalen wird fälsch­ licherweise durch Verdopplung ge­ kennzeichnet. Kurze Vokale werden fälschlicher­ weise verdoppelt. Wenige einheimische Wörter und eingebürgerte Entlehnungen mit dem langen Vokal [i:] schreibt man aus­ nahmsweise mit i . Wörter mit dem langen Vokal [i:] werden fälschlicherweise mit i ge­ schrieben. Wörter mit dem kurzen Vokal [i] werden fälschlicherweise mit ie ge­ schrieben. In Einzelfällen kennzeichnet man die Länge des Vokals [i:] zusätzlich mit dem Buchstaben h und schreibt ih oder ieh .

AF

4

hin[stellen]

hinn[stellen]

AF

4.1

nahen , drehen , drohen , Ruhe , Krähe , Höhe , früher [Darst. verkürzt d. Verf.]

LD

6

teuher

LD

6.1 Ü

Ferihen, beheilen

LD

6.2 Ü

gedeihen , Geweih , (...), verzeihen , (...)

AF

7

beeihlen, leihcht, gleihch

LD

7.1 Ü

bezahlen, Jahres, Wohnung

AF

8

bezalen, Jares, Wonung

AF

8.1

frahgen, Fehrien, auhfpassen, leihcht, Freuhnd, tauhchen, Fuhß, gleihch

LV

8.2 Ü

Dehzember

LV

8.3 Ü

liebehn, Rühcken, gehschenkt

LV

8.4 Ü

Aal , Haar , Saal , Beet , Fee , Schnee , Boot , Moor , Zoo [Darst. verkürzt d. Verf.]

AF

9

bezaalen, Jaares, Woonung, liiben, fraagen, Feerien, viile, spiilen, tiif, Fuuß

LV

9.1 Ü

liebeen, Rüücken, gescheenkt

LV

9.2 Ü

dir , mir , wir ; gib ; Bibel , Fibel , Igel , Tiger [Darst. verkürzt d. Verf.]

AF

10

liben, vile, spilen, tif

LV

10.1 Ü

Rienge, briengen, Ziemmer, friesche, hienstellen, Ferieen

LV

10.2 Ü

(1) Personal und Possessivpronomen: ihn , ihnen ; ihr

AF

12

(2) Vieh , wiehern , ziehen [Darst. verkürzt d. Verf.]

§

RSW

Regel / Verschreibungsregel Die Länge des Vokals [i:] wird fälsch­ licherweise mit dem Buchstaben h gekennzeichnet ( ih oder ieh ). Der kurze Vokal [i] wird fälschlicher­ weise mit dem Buchstaben h als lang gekennzeichnet ( ih oder ieh ). Für ein kurzes [ ε ] schreibt man ä statt e , wenn es eine Grundform mit a gibt. Für ein kurzes betontes [ ε ] wird fälschlicherweise ä statt e geschrie­ ben.  Das unbetonte [e] ist ein anderer Laut (IPA: ə ) und klingt eher wie ö als wie ä . Für den Diphthong [ ɔ y] schreibt man äu statt eu , wenn es eine Grundform mit au gibt. Grundlegende LautBuchstabenZu­ ordnungen der Konsonanten b , ch , d , f , g , h , j , k , l , m , n , ng , p , r , s [s], s [z], sch , t , w und qu [kv], x [ks], z [ts] Als grundlegend (...) gelten die folgenden LautBuchstabenZuord­ nungen. (1) Einfache Konsonanten b , ch , d , f , g , h , j , k , l , m , n , ng , p , r , s [s], s [z], sch , t , w [Darst. verkürzt d. Verf.] (2) Konsonantenverbindungen (…) qu [kv], x [ks], z [ts] [Darst. verkürzt d. Verf.] falsche grundlegende LautBuchsta­ benZuordnungen der Konsonanten Die in großen Teilen des deutschen Sprachgebiets auftretende Verhär­ tung der Konsonanten [b], [d], [g], [v] und [z] am Silbenende sowie vor anderen Konsonanten innerhalb der Silbe wird in der Schreibung nicht berücksichtigt. Die Verhärtung der Konsonanten [b], [d], [g], [v] und [z] am Silbenende so­ wie vor anderen Konsonanten inner­ halb der Silbe wird mitgeschrieben. Die Nichtbeachtung der Verhärtung der Konsonanten [b], [d], [g], [v] und [z] am Silbenende sowie vor anderen Konsonanten innerhalb der Silbe wird übergeneralisiert und auf Wör­ ter angewendet, wo sie nicht zutrifft. Für das scharfe (stimmlose) [s] nach langem Vokal oder Diphthong schreibt man ß , wenn im Wortstamm kein weiterer Konsonant folgt. Für das scharfe (stimmlose) [s] nach langem Vokal wird fälschlicherweise s geschrieben. Für den Laut [ ∫ ] am Anfang des Wortstammes vor folgendem [p] oder [t] schreibt man s statt sch . Für den Laut [ ∫ ] am Anfang des Wortstammes vor folgendem [p] oder [t] schreibt man s statt sch . Für den Laut [ ∫ ] am Anfang des Wortstammes vor folgendem [p] oder [t] wird fälschlicherweise sch geschrieben. In wenigen Wörtern schreibt man den Diphthong [ai] ausnahmsweise ai . Auslassung von Konsonanten überflüssige Konsonanten falsche Konsonanten

Beispiele (aus Regelwerk und Schülertexten) lihben, liehben, vihle, viehle, spihlen, spiehlen, tihf, tiehf Rihnge, Riehnge, brihngen, briehngen, Zihmmer, Ziehmmer, frihsche, friehsche, hihnstellen, hiehn­ stellen

LV

12.1 Ü

LV

12.2 Ü

Hälse (wegen Hals ) [Darst. verkürzt d. Verf.]

WU

13

geschänkt, hälfen, schlächt, vergässen, främd, Septämber, Dezämber, sälten, träffen, dänken, Fänster

LB

13.1 Ü

Häuser (wegen Haus ), er läuft (wegen laufen ), (...) Geräusch (wegen rauschen ), (...)

WU

16

16.1 Ü Der Diphthong [ ɔ y] wird fälschlicher­ weise äu statt eu geschrieben.

täuer, Fräund

LB

Hai , Kaiser , Mai

AF

18

18.1 Ü Der Diphthong [ai] wird fälschlicher­ weise ai geschrieben.

beailen, laicht, glaich

LB

LB

22

liepen, Rückem, besahlen, fraken, geschent, Wohnun, sprint liebe, ücken, bezahen, fagen, Wohung lwiebe, Rügcken, bezahrlen, fragnen, Ferijen

LB

22.1

LD LD LB

22.2 22.3 22.4

gieben, Rütten, Ferster

lieb [lieben] fremd [Fremde], Freund [Freundin]

WU

23

fremt, Freunt, ortnen

WU

23.1 Ü

geschenkd, geschengt, schlechd, leichd, springd, Schwans, Sebtember

LB

23.2 Ü

LD

23.3 Ü falsches epenthetisches t

Fentster, faltsch

Fuß

LV

25

Fus

WU

25.1

springt, spielen

LB

27

hinstellen

WZ

27

schpringt, schpielen

LB

27.1

§

RSW

Regel / Verschreibungsregel Für den Laut [ ∫ ] am Anfang des Wortstammes vor folgendem [p] oder [t] wird fälschlicherweise sch geschrieben. Für den Laut [  ] vor [k] oder [g] im Wortstamm schreibt man n statt ng . Für den Laut [  ] vor [k] oder [g] im Wortstamm wird fälschlicherweise ng geschrieben. Für den Laut [f] schreibt man v statt f in ver (wie in verlaufen ) sowie am Anfang einiger weiterer Wörter. Für den Laut [f] wird am Anfang des Wortes statt v fälschlicherweise f geschrieben. Für den Laut [f] wird am Anfang des Wortes statt f fälschlicherweise v geschrieben.

Beispiele (aus Regelwerk und Schülertexten)

hinschtellen

WZ

27.2

geschenkt, springt, denken, bringen

LB

28

geschengkt, springgt, dengken, bringgen

LB

28.1

vergessen, viele

AF

29

fergessen, fiele

AF

29.1

vragen, Verien, vremd, Vreund, valsch, Vuß, vrische

LB

29.2 Ü

§

B Getrennt- und Zusammen- schreibung ( § 33 bis § 39)

RSW

Regel / Verschreibungsregel

Beispiele (aus Regelwerk und Schülertexten)

Partikeln [z. B. Präpositionen, Adverbien, d. Verf.] (...) können als Verbzusatz mit Verben trenn­ bare Zusammensetzungen bilden. Man schreibt sie nur in den Infinitiven, den Partizipien sowie im Nebensatz bei Endstellung des Verbs zusammen. Trennbare Zusammensetzungen im Infinitiv, Partizip oder bei der Endstellung des Verbs im Neben­ satz werden fälschlicherweise getrennt geschrieben.

aufpassen, hinstellen

WZ

34

auf passen, hin stellen, ge schenkt

WZ

34.1

C Schreibung mit Bindestrich ( § 40 bis § 52)

Zu diesem Teil der amtlichen Regelung hatte das verwendete Wortmaterial keinen Bezug. Daher sind hier auch keine Beispiele aufgeführt.

D Groß- und Kleinschreibung ( § 53 bis § 66)

§

RSW

Regel / Verschreibungsregel

Beispiele (aus Regelwerk und Schülertexten) Rücken, Wohnung, Ferien, Schwanz, Freund, Jahres, September, Dezember, Ringe, Fuß, Zimmer, Fenster rücken, wohnung, ferien, schwanz, freund, jahres, september, dezember, ringe, fuß, zimmer, fenster Lieben, Geschenkt, Teuer, Bezahlen, Fragen, Helfen, Schlecht, Vergessen, Beeilen, Schwarze (Adj.), Wünschen, Aufpassen, Leicht, Springt, Fremd, Viele, Selten, Spielen, Treffen, Müssen, Können, Tauchen, Tief (Adj.), Warnten, Denken, Falsch, Bringen, Gleich, Frische (Adj.), Hinstellen, Ordnen

Substantive schreibt man groß.

WA

55

Substantive werden fälschlicherweise kleingeschrieben. Andere Wörter werden fälschlicher­ weise großgeschrieben.

WA

55.1

WA

55.1 Ü

Graf Orthos Rechtschreibwerkstatt GmbH & Co. KG Marienstraße 33 59269 Beckum

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