Blickpunkt Schule 5/2021

Zeitschrift des Hessischen Philologenverbandes

Ausgabe 5/2021 · D 30462

SCHULE

Inhalt – Sprache – Kompetenz Zur Bedeutung eines Wissenskanons

Bild: thauwald-pictures/AdobeStock [bearbeitet]

Hessischer Phi lologenverband

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

destmaß an Sicherheit und Gesund- heitsschutz garantieren kann. In der Hoffnung, dass wir im nächs- ten Jahr wieder mehr Veranstaltun- gen in Präsenz durchführen können, wünsche ich Ihnen allen ein gesegne- tes Weihnachtsfest und einen guten, gesunden Start in das nächste Jahr. Achten Sie auf sich und bleiben Sie zuversichtlich. Bis zum nächsten Wiedersehen!

bleibt immer ein Gefühl der Verunsi- cherung. Dass diese Verunsicherung auch zu Absagen der Teilnahme führt, war mir vorher bewusst. Dass aber Kolleginnen und Kollegen ihre Teil- nahme absagen und in Einzelfällen sogar aus demVerband austreten, weil wir die gesetzlichen Regelungen beachten, konnte ich mir vorher nicht vorstellen. Trotzdem ist dies gesche- hen. Mir persönlich fehlt dafür jedes Verständnis. Ich bin im Gegenteil froh, dass unser Verband nur Veranstaltun- gen durchführt, bei denen er ein Min-

von CHRISTOF GANSS

2 In eigener Sache Inhalt

gerade haben wir die Vertreter- versammlung in Präsenz durchge- führt. Dies war nur unter Beachtung der gültigen Corona-Regeln des Lan- des Hessen und unter den Regularien des Tagungshotels möglich und hat insgesamt gut funktioniert. Trotzdem

Herzlichst Ihr

Editorial » Von Löwenstärke, Balsam und Kapitänen ................... 3 Klartext » Personalrat – wozu eigentlich? .................................... 5 » ’Löwenstark’ führt nicht zum Ziel ................................. 6 hphv intern » Broschüren zum Download ........................................... 7 Berichte » Die Vertreterversammlung in Fulda Bildung – Leistung – Kompetenz ................................ 8 » Resolution Inhalt – Sprache – Kompetenz .................................... 11 » Für warme Getränke in der kalten Jahreszeit .............. 11 » Clever durch den hessischen Vorbereitungsdienst ..... 12 » Vorstand wieder vollzählig .......................................... 14 » Arbeit im dbb Hessen ................................................... 15 » Kasseler Philologen mit neuer Führung ...................... 15 » Bezirk Wiesbaden/Rheingau-Taunus-Kreis tagte in der Domäne Mechtildshausen ....................... 16 Veranstaltungen » Vorankündigung Pädagogische Tagung Strategien zur Entlastung im Berufsalltag ................. 17 Personalratsarbeit » Konkrete Personalratsarbeit IV: Die Beteiligungsrechte des Personalrats .................... 18 Buchbesprechung » Juden in Deutschland: früher und jetzt ..................... 20 Rechtstipp » Corona-Tests in Schulen .............................................. 21 Personalien » Geburtstage | Wir trauern um ..................................... 22

» Klartext

Personalrat – wozu eigentlich?

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» Berichte

Vertreter- versammlung Bildung – Leistung – Kompetenz

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» Veranstaltungen Vorankündigung Pädagogische Tagung

Strategien zur Entlastung im Berufsalltag

SCHULE

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Bild: Engel73|endstern|Peter Kensbock/AdobeStock [Fotomontage]

Editorial

Von Löwenstärke, Balsam und Kapitänen

E in Jahr kann sehr unterschied- lich sein. Ein glänzendes Ge- schäftsjahr erlebt gerade die Firma Biontech, zu Recht, hat sie doch mit einem Impfstoff einen Segen in die pandemiegeplagte Zeit gebracht. Im laufenden Schuljahr versuchen die Schulen dagegen über die Corona- Winterwelle zu kommen, die Lern- und Erziehungssituation zu stabilisie- ren, den an die Corona-Regeln ange- passten Schulalltag mit allem, was dazu gehört, aufrechtzuerhalten – und halten dabei die Luft an. Glän- zend ist hier wenig, ein Mangel an Widrigkeiten herrscht nicht. Es ist die permanente Beanspru- chung durch die Pandemie, einmal mit, einmal ohne Maske. Stoßlüften und Schnelltesten gehören mittler- weile zum Alltagsgeschäft, Unterstüt- zung durch Lüftungssyteme in der Re- gel leider nicht. Und das regelmäßige Testen kostet Zeit, die für den Fach- unterricht fehlt. Schutzkonzepte, Hy- gienepläne, Leitfäden wollen beach- tet werden, aber das Schulleben hat seine eigene Dynamik mit den diver- gierenden Temperamenten der Betei- ligten. Über allem schweben – Damokles- schwertern gleich – die Lernrückstän- de und die psychischen und psychoso- zialen Corona-Folgen in der Schüler- schaft. Mit einem Förderprogramm möchte die hessische Landesregie-

bracht. Was nutzen die diversen An- gebote, wenn es im regulären Unter- richt weitergeht wie bisher – also oft mit zu großen, sehr inhomogenen Lerngruppen, personellen Engpässen, mit Verhaltensauffälligkeiten in der Schülerschaft aufgrund von mangeln- dem familiären Rückhalt, auch auf- grund der psychischen Belastungen in der Krise. Da ist ein solches Programm nur sanfter ’Balsam‘ in einer Dauer- situation . Seit geraumer Zeit ist oh- nehin die Tendenz zur Niveauverfla- chung nicht mehr zu übersehen. Wir erwarten von der Politik den Mut, ge- rade für den Schulabschluss ’Abitur‘ den Absolventen konsequent beson- deren Lerneinsatz, aber auch entspre- chende Leistungen abzuverlangen. Mittelfristig ist es notwendig zu überprüfen, wie sich die ’löwenstar- ken‘ Maßnahmen niederschlagen, um entsprechend nachsteuern zu können, und zwar in voller Breite der Bildung. Nicht hilfreich, nachgerade schädlich sind vorschnelle Forderungen nach ’Entschlackung’ – zweifelsohne ein hässliches Wort – der Lehrpläne und Streichung von Inhalten und Prüfun- gen: in unserem Bereich der gymna- sialen Bildung ein Bärendienst! Bereits vor der Pandemie stellte die gestiegene Heterogenität der gymna- sialen Schülerschaft die Lehrkräfte vor besondere Probleme. Die >>

von REINHARD SCHWAB Vorsitzender des Hessischen Philologenverbandes

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rung Abhilfe initiieren, es ist mit dem Corona-Aufholpaket der Bundesre- gierung verzahnt. Man setzt dabei stark auf Kooperationen mit außer- schulischen Partnern. Das ministerielle Programm will ’löwenstark’ sein und spricht sich damit gewissermaßen selbst Mut zu. Gut gemeint ist jedoch nicht immer gut gemacht. Es eröffnet zwar eine breite Palette von Maßnahmen – vom Schwimm- über Deutsch- und Mathe- matik- bis zumYogakurs. Die Schulen dürfen sogar individuell und flexibel über den Einsatz der Mittel entschei- den, was zu begrüßen ist. Allerdings belastet zum einen der Verwaltungs- aufwand zusätzlich, zum anderen ge- staltet sich nicht selten auch die Su- che nach geeignetem Personal als überaus schwierig. Im Übrigen wäre die Effizienz der Maßnahmen auszu- loten: Was bringt das Millionenpro- gramm wirklich? Ist es tauglich, um Lernrückstände aufzuholen, auch um sozial-emotionale Kompetenzen zu stärken? Hier sind wohl Zweifel ange-

SCHULE

Schulen setzen daher schon länger auf unterrichtsflankierende Förder- maßnahmen. Allerdings kann es eine volle Kompensation von Lerndefiziten nicht geben, ob diese pandemiebe- dingt sind oder nicht. Es handelt sich hier um ein ’schulstrukturelles‘ Pro- blem. Unterrichtserfolge oder -fort- schritte sind eben auch abhängig von Begabung, frühkindlicher Prägung und letztlich vom Leistungswillen des einzelnen Kindes. Dieser wird oft vom Elternhaus geprägt, das mehr oder weniger bildungsorientiert sein kann. Hier spielen die sozialen Faktoren durchaus eine große Rolle, die staatli- cherseits gezielt beeinflusst werden können, zum Beispiel durch staatlich finanzierte Bildungsmaßnahmen. Schulen tun sich schwer, Kompen- sationskurse zu organisieren. Die Leistungsdefizite betreffen letztlich nicht selten viele Unterrichtsfächer, offenbaren individuelle Schwächen und Lücken, die auch in Kompensati- onskursen nur schwer bearbeitet wer- den können. Wie steht es um die Zukunft des Lehrerberufs ? Dieser sollte dringend beworben werden, und zwar durch das Ausräumen von lange bekannten Mängelfaktoren. Kontraproduktiv ist sicherlich auch, die Lehrperson – ge- mäß einer angeblich progressiven schulpolitischen Idee – zum Modera- tor von Lernprozessen zu degradieren. Reformerische Blütenträume von selbst lernenden Schülern müssen eingehegt werden. Skepsis löst ver-

ständlicherweise die naive Selbstlern- euphorie mancher Lehrkräfte aus, nicht nur weil die Schwächeren darun- ter leiden. Lernen geschieht meist nicht im Spaßmodus, quasi von alleine und ganz reibungslos. Schulisches Lernen ist nun einmal mit Wissbegier- de, Anstrengung, konzentrierter Übung und Leistungsanerkennung verbunden. Auch sollten Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern ge- rade in der heutigen Zeit verlässliche Ordnungsstrukturen und klare Orien- tierungen beim Lernen nicht vorent- halten. Gleichwohl muss die Politik der Instrumentalisierung der Schule als ’Sozialagentur’ entgegenarbeiten. Schule darf nicht weiter zum ’Repara- turbetrieb’ für alles verstanden wer- den, was in unserer Gesellschaft schiefläuft. Links-progressive Reformen sind keine Naturgewalten, ihnen müssen wir unsere Sicht entgegensetzen! Die Stärkung der pädagogischen Identität der Lehrperson geht einher mit einer Anerkennung der Schule als konstitu- tiver Faktor für unsere Gesellschaft und als ’Repräsentantin der Kultur’ (vgl. Roland Reichenbach von der Universität Zürich, 2013) . Lehrkräfte benötigen die Chance zu lehren im wahrsten Sinne des Wortes, beruhend auf ihrem soliden Fachwis- sen, überzeugt vom Fachgegenstand, auf einem angemessenen Niveau. Aus Schülersicht kommt es ganz stark auf Interessantheit des Unterrichts, in- haltliche Klarheit sowie die Motivie-

rungskraft der Lehrperson an, und natürlich auf das Lehrer-Schüler-Ver- hältnis. Eine Lehrperson wirkt dann lernförderlich, wenn sie ’Kapitän’ der Lerngruppe ist – und nicht nur ihr Steward. Wie komplex der Lehrerberuf ist, brachte bereits vor über 33 Jahren ein Beitrag in einer Wochenzeitschrift pointiert (heute sprachlich nicht mehr politisch korrekt) zum Ausdruck: »Wahrscheinlich gibt es nicht viele Berufe, an die die Gesellschaft so wi- dersprüchliche Anforderungen stellt: Gerecht soll er sein, der Lehrer, und zugleich menschlich und nachsichtig, straff soll er führen, doch taktvoll auf jeden Schüler eingehen, Begabungen wecken, pädagogische Defizite aus- gleichen, Suchtprophylaxe und Aids- Aufklärung betreiben, auf jeden Fall den Lehrplan einhalten, wobei hoch- begabte Schüler gleichermaßen zu berücksichtigen sind wie begriffsstut- zige. Mit einem Satz: Der Lehrer hat die Aufgabe, eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten bei Nebel durch unwegsames Gelände in nordsüdlicher Richtung zu führen, und zwar so, dass alle bei bester Laune und möglichst gleichzeitig an drei ver- schiedenen Zielorten ankommen.« (Valentin Herzog in der ’Zürcher Welt- woche’ vom 2. Juni 1988) . Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Energie für inspirierte, leidenschaft- liche Unterrichtsstunden und grüße herzlich Ihr Reinhard Schwab

Editorial

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Bild: Li Ding/AdobeStock

Der Hessische Philologenverband wünscht frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und erholsame Ferien

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Klartext

Bild: fotogestoeber/AdobeStock

Personalrat – wozu eigentlich?

Was ist geschehen? Die Vorgänge im Einzelnen zu schildern verbietet sich, zum einen aufgrund der Verschwiegenheitspflicht, zum anderen würde die Vielzahl an Vorfällen, Konflikten und der sich da- raus ergebenden Verfahren den Rahmen sprengen. Letztendlich mussten wir erkennen, dass eine konstruk- tive Zusammenarbeit mit der Schulleitung nicht mehr ge- wollt, nicht mehr möglich war. Die Schulleitung sitzt juris- tisch gesehen ’am längeren Hebel‘ – sie hat Initiativen blo- ckiert, konstruktive Mitarbeit verweigert, den Personalrat ignoriert und bewusst ins ’Abseits‘ gestellt. Es war für jede Kollegin und jeden Kollegen klar, dass wer die Nähe zu unserem Gremium suchte und um Rat und Unterstützung bat, nicht unbedingt auf die Unterstützung vonseiten der Schulleitung zählen kann. Auf Dienstversammlungen, Personalversammlungen, in Konferenzen und Einzel- gesprächen wurde dies hinreichend deutlich kommuniziert. Wir haben jeden Weg beschritten, der uns nach dem HPVG zur Verfügung stand. Wir haben in mehrstündigen Coaching-Sitzungen mit dem gesamten Kollegium und der Schulleitung versucht, die kommunikativen Differenzen zu beheben, wir haben mehrfach den Gesamtpersonalrat kontaktiert, wir haben immer wieder die übergeordneten Dienststellen einge- schaltet (Staatliches Schulamt/Hessisches Kultusministe- rium) – letztendlich ohne nachhaltigen Erfolg! Fazit ist, dass ein über die Jahre eingeschüchtertes Kol- legium entstanden ist, dass Offenheit und Transparenz weitgehend abhandengekommen sind, dass viele Kollegin- nen und Kollegen die Schule früher verlassen haben bzw. in die innere Emigration geflüchtet sind. Aus Selbst- >>

Als ehemalige Personalratsvorsitzende möchte ich die Arbeit imVerlaufe meiner achtjährigen Tätig- keit reflektieren. M it viel Enthusiasmus, Elan und Lust auf Engage- ment und Beteiligung sind wir gewählten Kolle- ginnen und Kollegen angetreten. Es gab genug zu tun, um das wir uns kümmern wollten. Zahlreiche The- men, Fragestellungen, Aufgaben, Probleme lagen an. Eine große Schule, in diesem Fall ein städtisches Gymna- siummit einem etwa neunzigköpfigen Kollegium, bringt dies zwangsläufig mit sich. Insbesondere bestand Handlungsbedarf in Bezug auf das Verhältnis zwischen Schulleitung und Kollegium. Es gab den Wunsch nach mehr Offenheit und Transparenz, Gleichbehandlung, Anerkennung und Wertschätzung, nach zeitnaher und freundlicher Kommunikation, nach mehr Verlässlichkeit. In jedes Monatsgespräch ging unser Team gut vorberei- tet, mit klaren Wünschen und Zielen, stets bereit zu einem fairen, aber auch konstruktivem Austausch mit der Schul- leitung. Im Laufe der Jahre, nach diversen Neuwahlen und Wech- seln imTeammachte sich sowohl in unserem Gremium als auch bei Kolleginnen und Kollegen eine erhebliche Ernüch- terung breit. Die Konflikte übertrugen sich auf die kollegia- le Ebene, eine Spaltung des Kollegiums trat ein. Der Perso- nalrat wurde (bewusst) ins Abseits gestellt. Letztendlich entschlossen wir uns im Herbst 2020, von unseren Ämtern zurückzutreten, da eine Arbeit im Sinne des HPVG nicht mehr möglich war. Bis heute hat sich kein weiteres Team gefunden und zur Wahl gestellt.

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SCHULE

schutz, um zu überleben und ummöglichst ’ungescho- ren‘ durch den Schulalltag zu kommen. Dass diese Entwicklung keine seltene ist, haben wir durch den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen an- derer Schulen erfahren – in vielen Schulen herrscht eine ähnliche Situation. Dass diese Entwicklung, die man eher in Wirtschaftsunternehmen verorten würde, nun auch im Bereich der Schulen anzutreffen ist, ist angesichts unse- res Erziehungsauftrags, junge Menschen zu selbstbe- wussten und verantwortungsvollen Bürgern zu erziehen, geradezu paradox. In einer solchen Atmosphäre kann keine gute, nachhal- tige pädagogische Arbeit gedeihen. Eine Lösung kann nur in systemischen Veränderungen bestehen – Appelle, Ermahnungen, Einbestellungen hel- fen nicht weiter. Die Position eines Schulleiters verlangt neben fachlichen und organisatorischen Kompetenzen eine herausragende Persönlichkeit, die sich auszeichnet durch Mitmenschlichkeit, Wertschätzung, Intuition und Empathie. Und die im Umgang mit Personen und Konflik- ten stets bereit ist, einvernehmliche Lösungen zu finden. Insofern bedarf das Einstellungsverfahren einer drin- genden Reform. Bei dem Auswahlprozess müssen Mit- glieder der Schulgemeinde aktiv beteiligt werden. Perso- nalrat, Schüler-, Elternvertreter sollten mit eingebunden werden. Nach einer fünfjährigen Amtsperiode wird er- neut entschieden, ob diese zu verlängern ist. Die übergeordneten Dienststellen (Staatliches Schul- amt/Hessisches Kultusministerium) sind aufgefordert, eingehende Beschwerden zeitnah zu bearbeiten. Und zwar nicht im Sinne diese möglichst schnell abzuweisen, sondern sorgfältig zu prüfen und nachhaltige Lösungen zu finden. Entsprechende Gesetzesänderungen imDienstrecht müssen konkreteVorgaben enthalten, was die Qualifikatio- nen und Amtsführung eines Schulleiters betreffen, gerade imHinblick auf die Gestaltung eines einvernehmlichen, konstruktiven Miteinanders innerhalb der Schulgemeinde. Aufgabe sowohl des Gesamt- als auch Hauptpersonal- rats muss es sein, engere Kontakte zu den Personalräten zu knüpfen und sich für deren Belange vor Ort einzuset- zen. Sie müssen dringend auf Veränderung gesetzlicher und organisatorischer Strukturen drängen. Es darf nicht sein, dass – zusätzlich zu all den anderen Problemen, die der Schulalltag mit sich bringt – massive Verluste an Energien, Engagement, Enthusiasmus auf- grund von Missmanagement auftreten.

’Löwenstark’ führt nicht zumZiel

6 Klartext SCHULE

Bild: Li-Bro/AdobeStock

W as benötigen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler im Anschluss an ein vom Distanz- unterricht geprägtes Schuljahr? Die Landes- regierung lobte zu Beginn des aktuellen Schuljahres ein ’Jahr des Aufholens’ aus und steckte viele Millionen Euro aus Bundesmitteln in das Aufholprogramm ’Löwenstark’ zum Ausgleich von Lernrückständen. Doch wenn man nach nun knapp vier Monaten regulären Unterrichts kon- kret in die Kollegien hineinhört, welche Herausforderun- gen uns aktuell begegnen, dann hört man doch eher sel- ten Klagen über Wissenslücken oder Lernrückstände. Ohne Zweifel: Auch sie gibt es und auch sie bedürfen der Aufarbeitung. Was meine Kolleginnen und Kollegen und mich selbst jedoch noch mehr als das fordert, sind die so- zial-emotionalen Folgen des vergangenen Schuljahres: Ich kann mich meines Eindruckes nicht erwehren, dass wir es verstärkt mit psychischen Erkrankungen bei den Schülerinnen und Schülern zu tun haben. Ganz zu schweigen davon, dass in mancher Lerngruppe ein Arbeits- und (!) Sozialverhalten scheinbar wieder von Grund auf neu erlernt werden müssen. Wollen wir eine nachhaltig erfolgreiche Lernsituation schaffen, kommen wir um solche Themen nicht herum. Anschließend haben sicherlich auch Lernrückstände ihre Priorität. Und das führt uns wieder zum Anfang, zu ’Lö- wenstark’, zu den Geldern der Bundesregierung zu ihrem Einsatz in Hessen. Anstatt zusätzliches Geld für Kompen- sation bereitzustellen, wäre uns Lehrkräften doch viel eher damit geholfen, mehr Zeit für einzelne Schülerinnen und Schüler zu haben. Mit ihnen muss zuvorderst sozial- emotional gearbeitet werden, sie müssen in einen ’Schul- modus’ zurückgeholt werden, in dem ein Unterricht über- haupt wieder möglich wird. Dabei wird uns kein ’Löwen- stark’ helfen. Dabei helfen uns nur eine reduzierte Pflichtstundenzahl und kleinere Lerngruppen. Schade: Sowohl unsere Bundesregierung als auch unsere Landes- regierung haben die Chance vertan, diese Hebel in der aktuellen Lage einzusetzen. Unsere coronageplagten Schülerinnen und Schüler brauchen keine Zusatzpro- gramme, sie brauchen zusätzliche Zeit! Alexander Schmitt, Rhönschule Gersfeld Stundenzahl und Gruppengröße sind die Schlüssel

Name und Adresse der Autorin sind der Redaktion bekannt.

Schreiben Sie uns!

Haben Sie ähnliche oder auch ganz andere Erfahrungen mit der Personalratsarbeit gemacht? Schreiben Sie uns an blickpunkt-schule@hphv.de .

Die Broschüre ’Studien- und Wanderfahrten’ ist vergriffen

Unser Service für Mitglieder: Der dlh-Ratgeber in der 30. Auflage kostenfrei zum Download Nichts ist im Schulbereich beständiger als der Wandel der Vorschriften!

Da wir immer noch auf eine Änderung des Wandererlasses warten, werden wir diese zum jetzigen Zeitpunkt nicht neu auflegen. Für Mitglieder steht sie als digitale Variante zum kosten- losen Download im Servicebereich unserer Homepage weiterhin zur Verfügung. Sämtliche Formulare (Bestellung zur Hilfsaufsicht, Einladung zum Elternabend, Kostenüber- nahme, Einverständniserklärung, Antrag auf Genehmigung etc.) finden Sie nach dem Log-in auch im Servicebereich unter ’Informationsmaterial/Formulare’.

hphv intern

Der dlh-Ratgeber wurde kom- plett aktualisiert und neu auf- gelegt. Die umfangreichen und zumTeil schwer überschau- baren Dienstvorschriften im Schulbereich liegen nunmehr in der 30. Auflage vor. Die ver- änderte Rechtslage, bedingt insbesondere durch das erste bzw. zweite Gesetz zur Anpas-

Die kompakte Variante mit vie- len wichtigen Informationen zur Organisation und Durchführung von Fahrten steht Ihnen jedoch weiter sowohl in der Printversion als auch zum Download zur Ver- fügung (erhältlich über die Ge- schäftsstelle, den Online-Shop oder den Downloadbereich un- serer Homepage).

sung des Hessischen Schulgesetzes und weiterer Vor- schriften (in der Summe mehr als zwanzig Gesetze und Folgeverordnungen!) an die Maßnahmen zur Bekämp- fung des Coronavirus vom 18. Juni 2020 bzw. vom 18. März 2021, erforderte abermals eine erneute umfassende Überarbeitung unserer Erlasssammlung. Unsere Mitglieder finden den dlh-Ratgeber auf unserer Homepage unter Service –> Informations- material –> Downloads.

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Berichte

Die Vertreterversammlung in Fulda Bildung – Leistung – Kompetenz N achdem die Vertreterver- sammlung im Juni als hybri- de Veranstaltung stattfinden der Veranstaltung, und fasste einige wesentliche Verbandspositionen zu- sammen. Die Tendenzen, die in Deutschland geltende Chancen- » Der geschäftsführende Vorstand v.l.n.r.: Christof Ganß [verantwortlicher Redakteur Blickpunkt Schule] , Annabel Fee [stellvertretende Vorsitzende] , Reinhard Schwab [Vorsitzender] , Borries A. Thiele [Vorsitzender Ausschuss für Gesamtschulfragen] , Volker Weigand [Schatzmeister] , Boris Krüger [Vorsitzender Ausschuss für berufspraktische Fragen] , Thorsten Rohde [stellvertretender Vorsitzender] und Christoph Juretschke [Vorsitzender Pädagogischer Ausschuss] Es fehlt Matthias Schuster [Vorsitzender Ausschuss für schulpolitische Fragen]

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ner Einheitsschule jedoch widersinnig, so Schwab. Um auf dem gymnasialen Weg erfolgreich sein zu können, be- dürfe es einer entsprechenden Leis- tungsfähigkeit und eines ausgepräg- ten Leistungswillens. Das Leistungs- prinzip sei in der Schule von daher un- abdingbar. Weiterhin beanstandete Schwab die scheinbar progressive schulpolitische Idee, in der Lehrperson nur noch den

musste, fand unter dem Leitmotiv ’Bildung – Leistung – Kompetenz’ am 18. November die Vertreterversamm- lung des Hessischen Philologenver- bandes, der Interessenvertretung der hessischen Gymnasiallehrkräfte an Gymnasien, Gesamtschulen und an- deren Schulen mit gymnasialem Bil- dungsangebot, in Präsenz statt. Die Delegierten wählten einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden, be- schäftigten sich mit aktuellen bil- dungs- und berufspolitischen The- men und legten die verbandspoliti- schen Ziele fest. Vielfalt statt Einfalt »Wir setzen in der Bildung und Erzie- hung auf Vielfalt statt Einfalt«, kon- statierte der Landesvorsitzende Rein- hard Schwab in seiner Rede zu Beginn

gleichheit im Bildungssektor zu einer Gleichheit der Schülerschaft umzu- deuten, kritisiert der Hessische Philo- logenverband auf das Heftigste. Die Differenzierung im gegliederten Schulwesen sei sinnvoll – ein Plädoyer für ein inklusives Schulsystemmit ei-

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Berichte

Lernbegleiter zu sehen. Die Lehrper- son gehöre ins Zentrum des Unter- richtsgeschehens – und zwar als Per- son, die präsentiert, erklärt, Übungen anleitet, aber auch fordert. Es könne nicht oft genug betont werden, dass das Kerngeschäft einer Lehrkraft pri- mär guter Unterricht sei, der sich durch solide Wissensbestände, ein freundliches, aber verbindliches Ar- beitsklima auszeichne, die den Schü- lern beim Lernen Rückmeldungen und Ermutigungen gebe und für klare Ordnungsstrukturen und Orientierun- gen sorge. Dass Lehrämter gleichwertig sind, zweifeln die Philologen nicht an, stel- len aber ihre Gleichartigkeit entschie- den infrage und fordern, dass die Lehrangebote für die Lehramtskandi- daten in ihren unterschiedlichen Lehr- amtsstudiengängen auf die jeweiligen Bedingungen zugeschnitten sein müssen. »Die Idee des Einheitslehrers ist abwegig. Das Fachprinzip ist nicht verhandelbar, Wissenschaftspropä- deutik mit dem Ziel der Studierfähig- keit sollte maßgebend sein für uns«, betonte Schwab. In Bezug auf die Digitalisierung an den Schulen warnte er vor einer unre- flektierten Glorifizierung: Computer, Tablets, Whiteboards seien in der

tionen des hphv haben wir uns aus- führlich in der Ausgabe 3/2021 von Blickpunkt Schule geäußert. Wahl eines weiteren stell- vertretenden Vorsitzenden Nach dem Bericht des Landesvorsit- zenden und der Entlastung des ge- schäftsführenden Vorstandes stand der Vormittag im Zeichen der Neu- wahl des stellvertretenden Vorsitzen- den. Thorsten Rohde , stellvertreten- der Bezirksvorsitzender des Bezirkes Gießen, wurde dabei in geheimer Wahl mit einem sehr guten Ergebnis für das Amt gewählt. Der 43-Jährige, der die Fächer Geschichte, Ethik und PoWi am Gymnasium Philippinum in Weilburg unterrichtet, unterstrich in seiner Ansprache ebenfalls die Auf- fassung des Verbandes, dass ein leis- tungsfähiges Gymnasium als erfolg- reiche und beliebte Schulform – wie in der Vergangenheit – auch zukünftig seinen unverzichtbaren Platz in der hessischen Bildungslandschaft haben müsse. »Auch die Interessen der Gymnasialkollegen an Gesamtschu- len und anderen Schulen mit gymna- sialem Bildungsangebot müssen wir stärker akzentuieren«, sagte Rohde im Anschluss. Schwerpunkte der >>

Schule bedeutsame technische Werk- zeuge mit beeindruckenden Möglich- keiten. Voraussetzung für deren Ver- wendung seien aber elementare ma- nuelle Techniken, analoge Medien, Fä- higkeiten und Kenntnisse. Sprachver- ständnis, Ausdrucksfähigkeit, logi- sches Denken, geschulte Urteilskraft, Selbstdisziplin dürften nicht vernach- lässigt werden. Geschlechtersensible Schreibung Zum Ende seiner Rede ging der Vorsit- zende auf die gesellschaftliche De- batte über das sprachliche Gendern ein. Reinhard Schwab ’outete’ sich als Vertreter eines gendersensiblen Spre- chens: Die ’Schluckaufsprache‘, die feministischen Ersatzformen mit Gen- derstern oder Doppelpunkt lehne er ab. Die Verbandsposition deckt sich mit seiner persönlichen Meinung. Der Hessische Philologenverband bevor- zugt ein grammatisch korrektes Gen- dern. Von verkomplizierten Formulie- rungen, die zwar gendergerecht er- scheinen, aber ungrammatisch und kommunikativ ineffizient sind, sieht er ab. Zur Verwendung einer geschlech- tersensiblen Sprache in den Publika-

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SCHULE

schen Verantwortlichen. Er bekräftig- te seine Absicht, gemeinsammit dem Vorstandsteam daran zu arbeiten. Als Gastredner konnten wir den Vorsitzenden des dbb Hessen, Heini Schmitt , begrüßen, der die Delegier- ten aus aktuellem Anlass über die Ta- rifverhandlungen und die Zukunft der Einkommensrunde informierte. Er be- richtete weiterhin über den Sachstand der vom dbb eingereichten Besol- dungsklage und die HPVG-Novelle. Am Nachmittag wurden die vorab eingereichten Anträge aus den Krei- sen und Bezirken ausführlich disku- tiert. Zudem verabschiedeten die De- legierten eine Resolution zur Bedeu- tung eines Wissenskanons . Am Ende des Tages waren sich alle einig, dass die erste Vertreterversammlung in Präsenz nach zwei Jahren erfolgreich verlaufen ist. Ein ganz herzlicher Dank gilt dem Bezirk Fulda für die Planung und Organisation sowie die Besetzung des Tagungsbüros. Dr. Iris Schröder-Maiwald

Berichte

» Der neue Vorstand v.l.n.r.: Reinhard Schwab [Vorsitzender] , Annabel Fee [stellvertretende Vorsitzende] und Thorsten Rohde [stellvertretender Vorsitzender]

weiteren Arbeit wären zum Beispiel auf die Bedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen zugeschnittene Infor-

mations- und Fortbildungsangebote sowie ein weiterhin enger und kon- struktiver Austausch mit den politi-

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» Alexander Schmitt

[Vorsitzender Bezirk Fulda]

» Das Tagungsbüro: Maximilian Manns (Ulstertalschule) und Alexander Schmitt (Rhönschule) – es fehlt Heiko Renker (Rhönschule)

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Resolution Inhalt – Sprache – Kompetenz Der Hessische Philologenverband zur Bedeutung eines Wissenskanons S eit Jahren wird in der schulischen Bildung das Hohe Lied der derzudriften, die Gefahren für den gesellschaftlichen

Berichte

» Tassenaktion am Herdergymnasium

Für warme Getränke in der kalten Jahreszeit Die Tassenaktion des Bezirks Kassel wurde fortgesetzt N ach dem großen Erfolg der ersten Tassen- aktion des Bezirks Kassel, bei der im Früh- jahr sechs Gymnasien und Gesamtschulen in Nordhessen mit hphv-Tassen und Lindor-Kugeln bedacht wurde, ging es nun in die zweite Runde. An- stoß dazu gab die Versammlung des Bezirks im Sep- tember, auf der mehrere Kolleginnen und Kollegen, deren Schulen noch nicht ’versorgt‘ worden waren, den Wunsch äußerten, auch ein paar der großen weißen Tassen mit dem blauen hphv-Logo zu erhal- ten. Diesen Wunsch konnte der Bezirksvorsitzende Boris Krüger nun in Zusammenarbeit mit der Ge- schäftsstelle erfüllen. Direkt nach den Herbstferien übergab er vier Schulvertrauensleuten aus Kassel und Umgebung jeweils sechs Tassen und zwei große Beutel mit Lindor-Kugeln für ihre Schulen. Der Schwerpunkt lag diesmal bei den Oberstufengym- nasien des Schulamtsbezirks Kassel. So fanden dann die Kolleginnen und Kollegen dieser Schulen zwischen Ende Oktober und Mitte November in den Lehrerzimmern die Tassen und Süßigkeiten vor – zusammen mit einem Gruß des Bezirks und hphv- Materialien. Die Versüßung des Starts in die kalte Jahreszeit führte zu vielen positiven Rückmeldun- gen – nicht nur von Mitgliedern des Hessischen Philologenverbandes. Boris Krüger

Zusammenhalt wachsen per- manent. Dem kanonischen Wissen kommt als Bindeglied hier eine wichtige gesell- schaftliche und schulische Bedeutung zu. Gleiches gilt auch für die Sprache, deren integrative Funktion in einer diverser werdenden Gesell- schaft nicht unterschätzt werden darf. Das überbordende ideolo- giegesteuerte Gendern ist nach Ansicht des Hessischen Philologenverbandes mit diesem Funktionsverständnis nicht vereinbar. Gegen ein gendersensibles Sprechen, etwa die Doppelnennung der Geschlechter, auch ge- schlechtsneutrale Formulie- rungen, ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Femi- nistische Ersatzformen mit Genderstern, Doppelpunkt sowie Glottisschlag erschwe- ren jedoch die zwischen- menschliche Kommunikati- on. Der Philologenverband bevorzugt dagegen ein grammatisch korrektes Gen- dern. Von verkomplizierten Formulierungen, die zwar gendergerecht erscheinen, aber grammatisch falsch und kommunikativ ineffizient sind, sieht er ab. Schulische Bildung – ob inhaltlich oder sprachlich – dient der Entwicklung der Schülerpersönlichkeit. Diese in all ihren Facetten zu för- dern, sollte vorrangiges Ziel schulischen Unterrichtens sein.

Kompetenzvermittlung ge- sungen – leider zulasten der grundlegenden Wissensver- mittlung, die im Gegenzug immer weiter vernachlässigt wurde. Gegen diese Tenden- zen hat sich der Hessische Philologenverband auf seiner diesjährigen Vertreterver- sammlung in Fulda massiv ausgesprochen. In einer Re- solution verweist der Verband der Gymnasiallehrkräfte auf die hohe Bedeutung eines Wissenskanons, der sich zwar im Diskurs entwickeln solle, dessen Inhalte aber nicht be- liebig sein könnten und deren Qualität den Bildungsan- sprüchen genügen müsste. Unterricht ist nach Mei- nung der Philologen nur dann sinnvoll, wenn dem Kompe- tenzerwerb auch klar defi- nierte, verbindlich zu lernen- de Wissensbestände zugrun- de liegen. Gibt es hier Defizi- te, werden sachliche Diskus- sionen zunehmend erschwert bzw. unmöglich; Betroffen- heitsgesten und überspann- ter Empfindsamkeit werden Tür und Tor geöffnet. Inhalte und Wissen dürfen nicht als Ballast verstanden werden, sie sind vielmehr das Vehikel, mit dessen Hilfe Gegenwärti- ges und Zukünftiges struktu- rierbar wird. Kompetenzen, an solcherart verstandenem Wissen geschult, komplettie- ren schlussendlich Bildung. Seit einiger Zeit droht un- sere Gesellschaft auseinan-

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» Tassenaktion an der Jacob-Grimm-Schule

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Clever durch den hessischen Vorbereitungsdienst

Berichte

Im zweiten Teil informierte Boris Krüger als langjähriger hphv-Funktio- när und Personalrat über die Ziele und Leistungen des Verbandes sowie über die Vorteile einer Mitgliedschaft. Dabei wurde neben Versicherungen, Rabatten in der dbb Vorteilswelt und Publikationen von hphv und DPhV vor allem der Rechtsschutz durch den Verband genannt. Ein besonderes Highlight war die Premiumlizenz von lehrer-online , die es ab sofort für alle neu eingetretenen LiV gibt. Außerdem resümierte der BPA-Vorsitzende die Pressemitteilungen, die sein Aus- schuss zur Verbesserung der Situation imVorbereitungsdienst während der Corona-Pandemie herausgegeben hatte, sowie dessen Stellungnahme zur Neufassung des Hessischen Leh- rerbildungsgesetzes. Großes Interesse bei den angehen- den Lehrerinnen und Lehrern fanden am Ende der Videokonferenz die Downloadlinks zum LiV-Ordner und zu den dlh-Rechtsratgebern. Ab- schließend gab es ein großes Danke- schön für die drei BPA-Mitglieder, und einzelne Teilnehmer stellten fest, dass sie noch nie so konkret und anschau- lich Informationen über das Referen- dariat erhalten hatten. Daher wird der BPA dieses Angebot fortsetzen, kon- kret das nächste Mal im Mai 2022, auch wenn dann wieder Präsenzver- anstaltungen in allen Studiensemina- ren stattfinden sollten. Boris Krüger

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Inzwischen schon eine Tradition des Ausschusses für berufsprak- tische Fragen (BPA): die Video- konferenz ’Clever durch den hes- sischen Vorbereitungsdienst’ für neu eingestellte Referendarin- nen und Referendare . O bwohl in den meisten Studi- enseminaren die Vorstellung der Verbände für die Referen- darinnen und Referendare, die zum 1. November ihren Dienst angetreten hatten, wieder in Präsenz stattfand, bot der Ausschuss für berufspraktische Fragen wiederum eine Videokonferenz für die Neulinge im Lehrerberuf an. Ausschlaggebend dafür war, dass sich dieses Format als sehr niederschwellig und einfach organisierbar erwiesen hatte, sodass allen Interessierten an jedemOrt in Hessen dieTeilnahme oh- ne viel Aufwand möglich war. Zudem konnten die Ziele und Leistungen des hphv auf dieseWeise in aller Ruhe vor- gestellt und vertieft werden. Am 16. November 2021 konnten der Ausschussvorsitzende Boris Krüger ,

seine Stellvertreterin Victoria Hilde- brand und der IT-Experte des BPA, Alexander Schmitt , vierzehn junge Lehrerinnen und Lehrer bei BigBlue- Button begrüßen. Wiederum hatte die Rhönschule in Gersfeld, an der Alexander Schmitt arbeitet, dankens- werterweise ihren Account dem Aus- schuss für berufspraktische Fragen zur Verfügung gestellt. Es wurden sehr kurzweilige 75 Mi- nuten mit viel Input und drei sehr angeregten Fragerunden. Nach Ein- stiegsfragen, die sich vor allem um die Auswirkungen der Corona-Pan- demie auf den Vorbereitungsdienst drehten, moderierten Victoria Hilde- brand und Alexander Schmitt den ersten Block zum Ablauf des Refe- rendariats. Hier ging es um die Mo- dule, die eingebracht werden müs- sen, Möglichkeiten zur Verkürzung und Verlängerung des Vorberei- tungsdienstes sowie ganz allgemein um praktische Tipps für die 21 Mona- te: realistische Ziele setzen, Netz- werke aufbauen, an Misserfolgen wachsen, seine Zeit nach dem Pare- to-Prinzip managen usw.

Info

Die Präsentation ’Auf demWeg zum Referendariat’ findet sich im Mitgliederbereich unserer Home- page unter Service –> Informa- tionsmaterial –> Referendariat und Berufseinstieg

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Klasse, endlich digitaler Unterricht Samsung Flip: die digitale 3-in-1-Lösung für den Unterricht

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Berichte

Bilder: Paul Kötter

» Der neue Vorstand v.l.n.r.: Heinz-Dieter Hessler, Siggi Urbanek, Gudrun Mahr, Hannelore Andree und Heini Schmitt (Landesvorsitzender des dbb Hessen) – auf dem Bild fehlt Paul-Ulrich Antweiler

Seniorenvertretung im dbb Hessen Vorstand wieder vollzählig

die Beamtenversorgung insbesondere darauf zu achten, dass nicht in Geld bemessene Anteile des Tarifvertrages, zum Beispiel zusätzliche freie Tage, den … Versorgungsempfängern in ei- ner ihrem Status angepassten Form zugutekommen«. Damit soll einer Abkoppelung der Versorgung von der Besoldung der aktiven Beamten, die auch nicht monetäre Bestandteile enthält, entgegengewirkt werden. Der hessische dbb Landesvorsit- zende Heini Schmitt gratulierte zu dem »eindrucksvollen Votum« und dankte Andree dafür, dass sie nach demTod Deckerts sofort für jetzt nun- mehr eineinhalb Jahre als Interims- vorsitzende eingesprungen ist. Schmitt erläuterte und rechtfertigte die Forderungen des dbb in der dies- jährigen Einkommensrunde und be- richtete vom Stand der Besoldungs- klage. Der Ehrenvorsitzende des dbb Hes- sen, Walter Spieß, ein ausgewiesener Experte nicht nur in Sachen Beihilfe, stellte anschließend die Neuerungen im Beihilferecht vor. Am Ende der Sitzung verabschiede- te sich Barbara Schätz, langjährige Seniorenbeauftragte des Gesamtver- bandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen in Hessen (GLB), aus diesem Gremium. Von ihr habe ich immer wieder hilfreiche Anregungen zur Arbeit als Seniorenvertreter erhal- ten. Altersbedingt steht Barbara Schätz als Seniorenvertreterin des GLB nicht mehr zur Verfügung.

Der dbb Hessen hat seit 2014 ei- ne eigene Seniorinnen- und Se- niorenvertretung. Sie besteht aus einemVorstand und den Se- niorenvertretern der einzelnen Fachgewerkschaften. Die Inte- ressen der Mitglieder im Ruhe- stand vertritt die/der Vorsitzen- de auch in der Landesleitung des dbb. B ei der diesjährigen Landes- hauptversammlung in Frank- furt-Nieder-Eschbach wähl- ten die Delegierten Hannelore Andree einstimmig zur neuen Vorsitzenden. Die Neuwahl war nach dem unerwar- teten Tod Helmut Deckerts im Mai letzten Jahres noch während der lau- fenden Wahlperiode, die bis 2024

geht, notwendig. Hannelore Andree, Mitglied der Deutschen Verwaltungs- gewerkschaft (DVG), war bisher die stellvertretende Vorsitzende. Die damit vakante Position des stellvertretenden Vorsitzenden be- kleidet jetzt Siggi Urbanek, Vorsitzen- der des dbb Bezirksverbandes Mittel- hessen. Paul-Ulrich Antweiler, eben- falls stellvertretender Vorsitzender, Mitglied der Deutschen Steuer- Gewerkschaft (DSTG), bleibt ebenso im Amt wie Heinz-Dieter Hessler vom Bund der Strafvollzugsbediensteten Deutschlands (BSBD). Die langjährige Landesvorsitzende des Verbandes der Lehrer Hessen (VDL), Gudrun Mahr, ersetzt als Beisitzerin die bisherige Amtsinhaberin Ursula Münzberg, die aus gesundheitlichen Gründen zu- rücktrat. Die Vorsitzende Hannelore Andree warb dafür, auch nach dem Ausschei- den aus dem aktiven Dienst »in unse- rem eigenen Interesse« Mitglied im dbb, in der jeweiligen Fachgewerk- schaft zu bleiben. Schließlich kämpfe der Verband auch für die Versor- gungsbezüge der Mitglieder. »Wir müssen deshalb ein starker Verband bleiben.« Einstimmig verabschiedeten die Delegierten einen Antrag, der den dbb Landesbund Hessen auffordert, bei den »künftigen Verhandlungen zur Übernahme des Tarifergebnisses auf

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» Die neue Vorsitzende der Seniorenvertretung im dbb Hessen Hannelore Andree

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Paul Kötter

Arbeit im dbb Hessen Ab dieser Ausgabe möchte ich Sie in regelmäßigen Ab- ständen über die Arbeit im dbb Hessen informieren. D ieTarifverhandlungen für die Beschäftigten des Landes Hessen sind terstützt. Die mündlicheVer- handlung ist für den 30. Novem- ber angesetzt. Sollten die Kla- gen erfolgreich sein, dürfte die Landesregierung nicht an einer weiteren Anpassung der Besol- dungstabellen vorbeikommen. Einige Neuerungen bringt

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mit der finalenVerhandlungs- runde in Dietzenbach Mitte Ok- tober erfolgreich abgeschlossen worden. Sicher wäre ein deutli- cheres Plus mit Blick auf die deutlich ansteigende Inflations- rate wünschenswert gewesen. Gleichwohl lässt sich festhalten, dass unter demStrich seitens des dbb ein gutes Ergebnis er- zielt werden konnte: Die Laufzeit der Regelungen geht bis zum31. Januar 2024. Zwei steuer- und abgabenfreie Einmalzahlungen in Höhe von jeweils 500 Euro so- wie die Anhebung der Tabellen- entgelte um2,2 Prozent zum 1. August 2022 und um 1,8 Pro- zent zum 1. August 2023 sind wichtige Bestandteile des Ab- schlusses. Das Landesticket wird weitergeführt. EineVielzahl von Verbesserungen wie zumBei- spiel der verbindliche Anspruch der Beschäftigten auf Qualifi- zierung oder eine verbesserte Familienfreundlichkeit hinsicht- lich der Freistellung nach der Geburt eines Kindes machen deutlich, dass gewerkschaftliche Forderungenmit Nachdruck ver- handelt wurden. Die Ergebnisse werden auf die Beamtinnen und Beamten übertragen, das ent- sprechende Gesetz wurde Mitte November in den Landtag ein- gebracht. Leider bekommen die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger nicht die Ein- malzahlungen, da diese als steuerfreie Corona-Sonderzah- lung deklariert werden. Mit Spannung erwartet wird das Ergebnis der Besoldungs- klagen, die der dbb Hessen un-

das 3. Dienstrechtsänderungs- gesetz, welches durch CDU und Grüne in den Landtag einge- bracht wurde. Zusätzlich zu an- deren im Zusammenhang mit Angriffen auf hessische Lan- desbedienstete entstehende Leistungsansprüchen soll pau- schal eine Angriffsentschädi- gung von 2000 Euro gezahlt werden. Unabhängig von der Summe wird deutlich, dass die wachsende Zahl von Angriffen auch auf Beamtinnen und Be- amte bei den politischen Ent- scheidungsträgern offensicht- lich dazu geführt hat, hier ein deutliches Zeichen setzen zu wollen, dass solche Übergriffe deutlich abgelehnt werden. Au- ßerdemwird die Möglichkeit für Personalräte, Sitzungen unter bestimmten Bedingungen auch weiterhin und unabhängig von der aktuellen Pandemielage in Form einer Videokonferenz ab- zuhalten, gesetzlich verankert. Das kommende Jahr wird aus Sicht des dbb Hessen entschei- dend für die Reform des Perso- nalvertretungsgesetzes (HPVG) sein. Da 2023 der Landtag neu gewählt wird, ist zu erwarten, dass das Gesetz deutlich vorher verabschiedet wird. Vorschläge des dbb Hessen hierzu liegen der Landesregierung bereits seit Längerem vor, und werden durch unseren Dachverband mit Sicherheit mit Nachdruck auch in den kommenden Monaten im Gesetzgebungsprozess vertre- ten werden.

» v.l.n.r.: Boris Krüger, Dr. Angela Schröder und Björn Gerhards

Kasseler Philologen mit neuer Führung Der Hessische Philologenverband (hphv) ist in Kassel mit neuer Führung in das Schuljahr 2021/2022 gestartet. A uf ihrer Kreisversammlung wählten die Schulvertrauensleute des Verbandes als Vertreter der Lehrkräfte an Gymnasien und Gymnasialzweigen in Stadt und Landkreis Dr. Angela Schröder vom Kasseler Friedrichsgym- nasium einstimmig zu ihrer neuen Vorsitzenden. Ihr Stellvertreter, ebenfalls mit voller Stimmen- zahl gewählt, wurde Björn Gerhards von der Ja- cob-Grimm-Schule, Kassel. Erster Gratulant war der bisherige Kreisvorsitzende Boris Krüger. Er stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl, um sich stärker auf die hphv-Bezirksleitung Nord- hessen sowie die Arbeit für den Deutschen Leh- rerverband Hessen (dlh) auf Landesebene kon- zentrieren zu können. Dr. Schröder dankte ihm mit warmen Worten für seine zwölfjährige en- gagierte Tätigkeit als Kreisvorsitzender. Ein weiteresThema der Sitzung war ein Rück- blick auf die Personalratswahlen imMai 2021, bei demder hphv unter demDach des dlh 5,3 Prozent hinzugewinnen konnte. Außerdemging es umak- tuelle Schutzmaßnahmen an den Schulen gegen die Corona-Pandemie und die Durchführung des Programms ’Löwenstark’ zumAufholen von Lern- rückständen. Schließlich wurden Anträge für die Mitte November in Fulda stattfindende Landes- delegiertenversammlung des hphv beschlossen. Der Kasseler hphv fordert unter anderemgeregel- te Entlastungen für die Korrektur der Abiturklau- suren 2022, einen besseren IT-Support an den Schulen sowie eine Positivliste des Kultusministe- riums mit den kommerziellen digitalen Angebo- ten, die für den Unterricht genutzt werden dürfen. Kontakt: Dr. Angela Schröder, a.schroeder@hphv.de

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Volker Weigand, Mitglied im Landesvorstand des dbb Hessen

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Bild: fotomek/AdobeStock

Zur Beachtung für unsere Mitglieder Bitte melden Sie alle Änderungen, die Ihre Adress- daten betreffen (Privat- adresse, Dienststellen- adresse, eMail-Adresse und Ähnliches …) oder Ihren Status (Lehramtsanwärter, Beamter, Tarifbeschäftigter, Ruheständler, Beschäftigter in Elternzeit, …) immer an unsere Geschäftsstelle (per Mail, Brief oder Fax). Nur so können wir sicher- stellen, dass Sie alle aktuellen Informationen und Materialien durch den Hessischen Philologen- verband erhalten. Alle Änderungen, die Ihren Beschäftigungsumfang betreffen (Teilzeit, Vollzeit, …) oder Ihre Bankverbindung, melden Sie uns bitte auch. Nur so kann sichergestellt werden, dass Sie auch den für Sie korrekten Mitglieds- beitrag bezahlen und Ihre Mitgliederrechte für Sie gewahrt werden.

Bezirk Wiesbaden/Rheingau-Taunus-Kreis tagte in der Domäne Mechtildshausen V or denTorenWiesbadens finden Einheimische undTouristen ein wahres Kleinod in der Wiesba- nochmals die Anträge des Bezirks, die auf der Vertreterversammlung am 18. November in Fulda diskutiert wer- den.

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dener Gastronomie-Landschaft: die Domäne Mechtildshausen. Es handelt sich um einen landwirtschaftlichen Be- trieb, der erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde und in dem sich heute neben einemRestaurant auch ein Café befindet. An einem Dienstagmittag Ende September traf sich der hphv-Bezirks- verband Wiesbaden/Rheingau-Tau- nus-Kreis an diesem idyllischen Ort, um seine zweite Bezirksversammlung in diesem Jahr durchzuführen. Der Bezirksvorsitzende Lothar Wiesemann informierte die Anwesenden zunächst aus dem Hauptpersonalrat, ehe Ann Kristin Schalich in ihrer Eigenschaft als stellvertretende Bezirksvorsitzen- de aus dem Gesamtpersonalrat Be- richt erstattete. Am Schulamt Wies- baden herrsche derzeit erneut ein ho- her Krankenstand, was dazu geführt habe, dass zahlreiche Angestellte im- mer noch ohne Vertrag seien. Nach einem Blick auf die derzeitige Corona-Situation an den Schulen, die unter anderem von demVersuch ge- prägt ist, aufgetretene Lerndefizite im Rahmen des Programms ’Löwenstark’ zu beheben, berieten die Anwesenden

Lothar Wiesemann rief die Teilneh- mer zudem dazu auf, an der am 13. Oktober stattfindenden dbb Demons- tration in Wiesbaden teilzunehmen, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, zu einem angemessenen Tarifabschluss zu kommen. Der dbb fordert bekanntlich eine Einkommens- steigerung von fünf Prozent für ein Jahr. Als erfreulich wertete der Vorsitzen- de das Ergebnis des Bezirks Wiesba- den/Rheingau-Taunus-Kreis bei den Personalratswahlen. ImVergleich zur letzten HPRLL-Wahl konnte man über sieben Prozent zulegen und damit das zweitbeste Ergebnis im Hessenlande einfahren. Es gelte, dieses Ergebnis als Ansporn für die nächste Personal- ratswahl zu begreifen. Bei einem guten Glas Rheingauer Riesling und gehaltvollen Gesprächen klang die Bezirksversammlung in den Abendstunden in der Weinstube der Domäne aus. Alle Anwesenden waren sich einig, dass der nächste Besuch nicht zu lange auf sich warten lassen sollte. Lothar Wiesemann, Bezirksvorsitzender

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Vielen Dank!

Vorankündigung Pädagogische Tagung Strategien zur Entlastung im Berufsalltag

Impressum

72. Jahrgang | ISSN 0723-6182 Verleger: Hessischer Philologen- verband e.V. Die Zeitschrift »BLICKPUNKT SCHULE« des Hessischen Philologenverbandes erscheint fünfmal im Jahr 2021. Der Hessische Philologenverband ist der Gesamtverband der Lehre- rinnen und Lehrer an den Gymna- sien in Hessen sowie der an ande- ren Schulformen tätigen Philolo- gen. Er ist der Fachverband im Deutschen Beamtenbund, Lan- desbund Hessen (dbb), er ist dem Deutschen Lehrerverband Hessen (dlh) und durch den Deutschen Philologenverband (DPhV) dem Deutschen Lehrerverband (DL) angeschlossen. Für den Inhalt verantwortlich: Der Vorstand des Hessischen Philologenverbandes. Chefredaktion: Christof Ganß (V.i.S.d.P.) Dr. Iris Schröder-Maiwald eMail: blickpunkt-schule@hphv.de Mit dem Namen der Verfasser gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Hessischer Philologenverband e.V. Geschäftsstelle: Schlichterstraße 18 65185 Wiesbaden Tel.: 0611 307445 Fax: 0611 376905 eMail: hphv@hphv.de Web: www.hphv.de Bank: Volksbank Odenwaldkreis BIC: GENODE51 MIC IBAN: DE30 5086 3513 0004 3579 73 Der Verkaufspreis ist durch die Mitgliedsbeiträge abgegolten. Verlag und Anzeigenverwaltung: Pädagogik & Hochschulverlag Graf-Adolf-Straße 84 40210 Düsseldorf Tel.: 0211 3558104 Fax: 0211 3558095 eMail: dassow@dphv-verlag.de Satz und Layout: Tel.: 0211 1795965 eMail: heinemann@dphv-verlag.de www.dphv-verlag.de Anzeigenverwaltung:

Veranstaltungen

Bild: insta_photos/AdobeStock

W ie kann ich meinen Unter- richt effizient, zeitsparend und trotzdemmit ange- messenem Anspruch planen? Wie ge- he ich mit Situationen um, die mich belasten? Wie meistere ich pädagogi- sche Konfliktsituationen in angemes- sener Zeit? Was soll ich zuerst ma- chen? Was soll ich als Lehrkraft denn noch alles tun? Solche und andere Fragen stellen sich immer mehr Lehr- kräfte in ihrem Berufsalltag, der schon vor Corona in vielfältiger Weise he- rausfordernd war. Dies belegten eine Reihe von Studien, welche die subjek- tiv und individuell empfundenen Be- lastungen, denen Lehrerinnen und Lehrer ausgesetzt sind, objektiv mess- bar darstellten. Die COVID-19-Pande- mie wirkte in vielfältiger Weise ver- stärkend, sodass es dringend geboten ist, zur Bewältigung des Schulalltags das eigene Handeln zu analysieren und mögliche Wege zur Entlastung zu erkennen. Auch gilt es, berechtigte Forderungen an die Politik zur Verbes- serung der Arbeitsplatzsituation der Lehrkräfte zu entwickeln. Der Pädagogische Ausschuss des hphv bereitet deshalb die Frühjahrsta- gung 2022 mit demThema ’Strategien zur Entlastung im Berufsalltag’ vor. Sie findet am 18. und 19. Februar 2022 im H4 Hotel Frankfurt Messe statt. Referenten sind eingeladen, die Hintergründe beleuchten, den Teil- nehmerinnen und Teilnehmern Strate- gien aufzeigen, ihre Umsetzbarkeit im Alltag darstellen und zur anschließen- den Aussprache zur Verfügung stehen.

So konnten Prof. Dr. Ulf Kieschke von der PH Ludwigsburg und der Gewinner des Deutschen Lehrerpreises 2019, Sebastian Schmidt aus Neu-Ulm, ge- wonnen werden. Eine Vertiefung ein- zelner Fragestellungen wird in Arbeits- gruppen erfolgen. Zur Moderation und inhaltlichen Gestaltung dieser AGs konnte der Pädagogische Ausschuss Kollegen und Kolleginnen weiterer Ausschüsse des hphv für die Mitarbeit bei der Tagung gewinnen. So werden auch der Ausschuss für berufsprakti- sche Fragen (BPA), der Schulpolitische Ausschuss (SPA) und der Gesamt- schulausschuss (GSA) entsprechend ihren jeweiligen Schwerpunkten ver- schiedene Aspekte des Tagungsthe- mas in Arbeitsgruppen mit den Teil- nehmerinnen und Teilnehmern erör- tern. Der Tradition der Pädagogischen Tagung folgend, ist auch ein State- ment des Hessischen Kultusministeri- ums vorgesehen. Wir freuen uns, das Staatssekretär Dr. Manuel Lösel sein Kommen angekündigt hat. Weitere Programmdetails und die Anmeldemodalitäten werden auf der Homepage des Hessischen Philolo- genverbands veröffentlicht. Es werden die zum Zeitpunkt der Pädagogischen Tagung geltenden Hygieneregeln zur Anwendung kommen. Bitte merken Sie sich den Termin bereits vor. Der Pädagogische Ausschuss freut sich auf eine interessante und erfolg- reiche Tagung mit Ihnen! Björn Bock, stellvertretender und geschäftsführender Vorsitzender des Pädagogischen Ausschusses

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