Liselund, bei
Hellehavnsnakke,
erheben sich die Berge bis
zu 30 m, und je mehr man sich nach Siiden wendet, desto
hohcr werden die Kreidefelsen. Wenn man den
Dronninge-
stolcn
(Koniginstuhl), von dem sich 1869 die Spitze abloste
und ins Meer versank, hinter sich hat, beginnt die eigentliche
Felsenpartie,
Store Klint
(H . „sto re K l i n t
60 Z., schone Aus-
sicht),
die sich ungefåhr 5,6 km weit am Rand des Meeres
erstreckt. Die Ufer der Insel sind auBerordentlich zer-
kliiftet, daher ist bei den Ubergången Vorsicht zu em-
pfehlen.
Einer der hochsten Punkte ist
Taleren
(der Redner;
100 m), wegen seines Echos so benannt, mit herrlicher Aus
sicht aufs Meer und bei klarem Wetter bis nach Kopenhagen
und Bornholm. Der 128 m hohe
Hyldedalsklint
und der
115 m hohe
Nylandsnakke
(Hals) schlieBen durch eine groBe
Kluft,
Aalegaardsfald
genannt, den weiteren Weg scheinbar
ab. Berge und Abgriinde zeigen sich, bis man nach
Magle-
vandskilde
und
Maglevandspynten
(81 m) gelangt, wo man
bei klarem Wetter Aussichten auf die fernen Inseln Born
holm und Rugen hat.
Der folgende Gipfel,
Sandpynten,
ist 80 m hoch, an
seinem FuB befindet sich eine Art Grotte,
Graderen
(der
Weinende) genannt; dann folgt der 102 m hohe
Sommerspir
und als letzter Vorsprung der
Graaryg
(graue Rucken). Hier
hort plotzlich die Baumregion auf, man wandert auf nacktem
Felsen bis zum Leuchtturm hinab. In der
Hjelms-Bugt
be
findet sich ein grofier Rollstein, der im Volksmund
Tovelde-
Sten
genannt wird.
Ein Besuch der inneren Hohenziige, des
Kongsbjerg
und
des
Klinteskov
(Wald) mit dem
Aborrebjerg,
ist sehr inter
essant. Der erste Teil wird durch drei Tåler, welche sich
von W. nach O. ziehen, in die vier Hohenpunkte
Hovbleg
(120 m),
Kongsbjerg
(150 m),
Risk
(136 m) und
Rud
(131 m)
geteilt. Der
Aborrebjerg
bildet das hochste Plateau der Insel
Moen; er zieht sich 140m ii.M.hin mit einer auBerordentlich
schonen Aussicht iiber die Insel und das Meer nach Seeland
hiniiber. Am FuB dieses Berges liegen die waldumkrånzten
Seen
Gjeddeso
(Hechtsee),
Aborreso
(Barschsee) und
Hunoso,
letzterer benannt nach dem Sagenkonig Huno, der auf
Hoje-
Mden
geherrscht liaben soli.
Vom
Leuchtturm
an der siidlichen Spitze der Insel fiihrt
der Riickweg iiber das hiibsch gelegene Dorf
Budsene
nach
Griebens Reisefiihrer:
Kopenhagen,
26. Aufl.
H




