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SCHWEIZER GEMEINDE 7/8 l 2015

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GEMEINDEPORTRÄT

Der neue Ortskern von Sattel mit dem Gemeindehaus (Gebäude mit dem roten Eingang) und dem Dorfplatz.

Bilder: Severin Nowacki

«Das neue Gemeindehaus

bringt Leben ins Zentrum»

Sattel hat einen neuen, modernen Ortskern. Es brauchte kompromissbereite

Investoren, einen hartnäckigen Gemeinderat und einen langen Atem.

Touristischen Schwung verleiht das Jubiläum zur Schlacht am Morgarten.

Das grosseVolksfest «700 Jahre Morgar-

ten − Abenteuer Geschichte» ist an die-

sem Morgen im Juni vielerorts noch

präsent. AmOrtseingang von Sattel wird

einArmeepanzer auf einen Sattelschlep-

per verladen. Den Zentrumsplatz und

Teile der Zufahrtsstrasse säumen Holz-

hellebarden, die Schüler bunt bemalt

haben. Die Festflaggen, auf denen die

Jahrzahlen bedeutender Ereignisse der

Sattler und der Schweizer Geschichte

stehen, flattern imWind.

Im Gemeindehaus am Zentrumsplatz −

von ihmwird noch die Rede sein − sitzen

Mitglieder des Gemeinderats und Ge-

meindemitarbeiter am grossen Tisch.

Znünipause. Schokoladeriegel liegen

bereit, im Hintergrund tönt die Kaffee-

maschine. Die Besucher der «Schweizer

Gemeinde» werden freundlich eingela-

den, sich dazuzusetzen. Natürlich ist das

Jubiläumsfest

das

Gesprächsthema.

Denn vom 19. bis 21. Juni herrschte in

den Gemeinden Oberägeri (ZG) und

Sattel (SZ) Hochbetrieb. 30000 Besucher

hatte man erwartet, doppelt so viele sind

gekommen. «Wenn die Shuttlebusse auf

ihrer Fahrt eine Vollbremsung gemacht

hätten, es wäre niemand umgefallen, so

voll waren sie», sagt Gemeinderat Beat

Kryenbühl.

Den Kulturtourismus weiterentwickeln

Später, im grossen, hellen Sitzungszim-

mer, erzählen Kryenbühl, der Gemein-

depräsident Adolf Lüönd und Gemein-

deschreiber Pirmin Moser, welche

Bedeutung «die erste Freiheitsschlacht

der Eidgenossen» für die Gemeinde

heute noch hat. «Morgarten ist ein typi-

sches Alleinstellungsmerkmal. Wir ha-

ben dadurch die Möglichkeit, Sattel im