MattPost Nr. 26 Dez-2025

Fokus

Blick Luzernerstrasse 134 Richtung Luzernerstrasse 150

Auszug aus demWettbewerbsprogramm Die Baugenossenschaft Matt plant die Entwicklung eines Areals an der Luzernerstrasse mit einer Misch nutzung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeitangeboten. Vorgesehen sind 90 bis 100 Wohnungen mit einem Schwerpunkt auf Kleinwohnungen sowie einem Mindestanteil von 25 % altersgerechten Wohn raum. Darüber hinaus sind Gewerbe- und Dienst leistungsflächen vorgesehen, die flexibel gestaltet und zu günstigen Konditionen angeboten werden sollen. Ergänzt wird das Angebot durch Gemein schaftseinrichtungen wie Seminarräume, Gäste wohnungen sowie publikumsorientierte Nutzungen im Erdgeschoss, darunter ein Bistro und ein Kinder- garten. Die Arealentwicklung verfolgt hohe Ansprüche an die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit. Das Projekt setzt auf 100% erneuerbare Energien und fördert die Biodiversität durch Stärkung der natürlichen Wasserkreisläufe und Schaffung von mehr Lebensräumen und Artenvielfalt für Flora und Fauna. Der Verkehr wird fussgänger- und velo freundlich gestaltet, oberirdische Parkplätze werden auf Besucherinnen und Besucher aller Nutzungen beschränkt. Die städtebauliche Vision sieht eine hohe Aufenthaltsqualität vor, insbesondere durch publi kumswirksame Erdgeschossnutzungen, durchlässige Freiräume und eine gute Zugänglichkeit für alle. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein architektonisch, städtebaulich und freiraumplanerisch überzeugendes Gesamtkonzept zu entwickeln, das die Bildung eines lebendigen Quartierzentrums in Littau unterstützt. Das Projekt soll zur Belebung der Luzernerstrasse beitragen, indem öffentlich zugängliche Angebote und attraktive Freiräume für Anwohner und Gewer- betreibende geschaffen werden. Durch die enge Ver zahnung von Wohn-, Arbeits- und Gemeinschafts nutzungen entsteht ein vielfältiger, integrativer und nachhaltiger Raum, der den Anforderungen der Stadt Luzern und dem Leitbild der Baugenossenschaft Matt entspricht.

angebots abdeckt. Hindernisfreie Wohnungen und deren Zugänge sollen den Bedürfnissen einer sozial vielfältigen Mieterschaft gerecht werden; » Einbindung des Entwurfs in das umliegende Sied lungsgefüge (Ortsbild) und in die laufende Zent rumsentwicklung. Unterstützt wird dies durch die Anordnung publikumswirksamer Nutzungen im Erdgeschoss und die Ausrichtung der Gebäude adressen inkl. derer Vorzonen hin zum öffentli chen Raum, insbesondere zur Luzernerstrasse;

«Das Projekt schafft nicht nur Wohnraum, sondern auch ein lebendiges Quartier.»

» Ein qualitativ hochwertiges Freiraumkonzept soll Aussagen zur Einbettung in den ortsbaulichen Kontext, privaten, gemeinschaftlichen und öffent lichen Bereichen, Durchwegungen, Adressierun gen, Positionierung und Ausrichtung der Bauten, Ergänzung der Durchgrünung und Beschattung durch Bäume, nachhaltigen Pflege sowie den As pekten Biodiversität, Schwammstadt (Retention) und Hitzeminderung enthalten; » Die Mobilitätsplanung zielt auf eine nachhaltige Erschliessung des Areals für alle Mobilitätsformen ab. Ein zukunftsweisendes Konzept fördert den Fuss- und Radverkehr, reduziert oberirdischen Parkraum zugunsten hochwertiger sowie multi funktionaler Freiräume und gibt unterirdischen Lösungen unter Berücksichtigung der Freiraum planung den Vorrang. Der Strassenraum wird nut zer*innenfreundlich gestaltet, um die Aufent haltsqualität und die Vernetzung im Quartier zu verbessern; Bis Ende August haben 12 ausgewählte Architek tenteams ihre Beiträge ausgearbeitet und einge reicht. Nach erfolgter Vorprüfung fanden im Oktober/ November zwei Jurierungstage statt. An der Vernissage vom 12. Dezember 2025 werden das Siegerprojekt und alle Wettbewerbsbeiträge vorgestellt.

Dazu sollen nachstehende Themen untersucht und Lösungsansätze erarbeitet werden:

» Entwicklung eines vielfältigen Wohnungsange bots, das die Qualitäten des genossenschaftlichen Wohnens betont und einen Anteil an altersgerech ten Wohnungen von 25% des Gesamtwohnungs

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