I-VO-interlinear (Stand 19.12.2023)
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1. Korinther 11,7-11,7
❦❡➨r✇ ❦❡✐r❶sq✇
❡➦ ❡➦
❛➦s❝r➶✈ ❛➦s❝r➹♥
❞➆ ❞➇
(507) conj Da nun 2
(1) 3 p sg imper ao m lasse kahl rasieren sie sich! 1
(3) nom/acc neut sg h¨asslich (ansteht)
(2801) parti allerdings
❦❡➨r✇ ❦❡➨r❛sq❛✐
➪ t➹
❣✉♥➣ ❣✉♥❛✐❦➩ (15) dat fem sg einer Frau
➙ ➛
(1) inf ao m Sich-kahl-Scheren 3
(1702) nom/acc neut sg das
(344) parti oder
❦❛t❛❦❛❧Ò♣t✇ ❦❛t❛❦❛❧✉♣t➆sq✇
①✉r❶✇ ①✉r❸sq❛✐
(1) 3 p sg imper pr m/pass so sei von oben her gedeckt sie! 4
(1) inf pr pass/m Sich-kahl-rasieren-Lassen,
➚❢❡➨❧✇ ➚❢❡➨❧❡✐
⑨♥➣r ⑨♥↔r
♠➆♥ ♠➇♥
♦Ð ♦Ð❦
❣❶r ❣❷r
7
(11) 3 p sg ind pr a n¨otig hat er, 7
(52) nom mas sg Ein gereifter Mensch 5
(180) parti zwar, 6
(1613) parti nicht
(1042) conj gar
1 Erkl.: Genau dieser Vergleich bewegte die ¨Ubersetzer und Ausleger wahrscheinlich dazu, den ganzen Text im Spannungsfeld zwischen ” kahlgeschoren“ oder ” tuchbedeckt“ darzustellen. Es gilt jedoch zu beachten, dass es im Griechischen genauso wie bei unseren Sprachen viele Worte gibt, die eine doppelte Bedeu tung haben, z.B. eine sachlich reale und eine bildlich wesensm¨assige. Genau diese Doppelbedeutung finden wir hinsichtlich der ” Kopfbedeckung“. Zum einen kann man darunter ein sachlich reales ” Kopftuch“ verstehen – zum andern aber ein ” von oben her gedeckt oder ungedeckt sein“. Vermutlich wurde die sach lich reale Bedeckung erst nach Bew¨altigung vorliegender Problematik gleichsam als ” Erinnerungszeichen“ eingef¨uhrt, ¨ahnlich wie das Abendmahl nach der Kreuzigung Jesu. 2 od. So wie, Weil, Wenn 3 od. Sich-Verw¨usten, Sich-abweiden-Lassen; Erkl.: Hier zeigt sich wieder einmal ein f¨ur Paulus typisch zy nisches Wortspiel. Dieses deutet darauf hin, dass eine Prostituierte abgeweidet wird, bis sie verw¨ustet, abgefressen und v¨ollig kahl zur¨uckbleibt. ❦❡➨r✇ meint auch ” abholzen, f¨allen, abfressen und hinwegtil gen“. 4 Erkl.: Der Textzusammenhang behandelt also die ganz praktische Notwendigkeit, dass Frauen geistlich nicht einfach ” drauflos“ wirken d¨urfen. Weil sich diese Tendenz bei ihnen seit ” Eva“ immer wieder deutlich bemerkbar macht, ist es sehr schade, dass aus dieser so einfachen Darlegung ein prim¨ar statischer und destruktiver ” Kopftuch-Streit“ entsprungen ist. Dieser zeigt ironischerweise nur allzu deutlich, was ” von oben unabgedecktes Wirken“ f¨ur Sch¨aden nach sich zieht. 5 a. ¨U. Der Mann; Erkl.: ⑨♥➣r steht zum einen f¨ur ” Mann“ im Gegensatz zu ” Frau“, zum andern aber auch f¨ur Reife und Vollkommenheit i.S.v. Erwachsensein , im Gegensatz zu Unm¨undigkeit (1. Kor. 2,6). Schliess lich aber auch f¨ur den Menschen im Gegensatz zur Gottheit. Da der Mensch laut 1. Mo. 2,27 urspr¨unglich in der ” Gleichheit“ Gottes geschaffen wurde, muss er bei seiner Wiederherstellung durch Christus wie der in seine urspr¨ungliche Natur ” zur¨uckgerettet“ werden (Kol. 1,28). Adam bedeutet u.a. ” Urgleicher“, (Gott)- ” Gleichster“. Also ist der Mensch sogar Gott gleicher als alle himmlischen Lebewesen. ” Nicht mehr lebe ich, sondern in mir lebt Christus“. Das vollbewusste Wahrnehmen des innerlich wirkenden Christus ist gleichsam das ” gr¨une Licht“, das sich vor jeder ¨Ausserung, Handlung oder Zur¨uckhaltung etc. eines gereiften Organs kundtut. Der Vollkommene ahmt nicht nach, sondern ” fliesst sogleich mit den Wirkungen des Geistes mit“. 6 od. f¨ur sich, einerseits 7 od. r¨uckst¨andig ist er, muss er
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