I-VO-interlinear (Stand 19.12.2023)

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1. Korinther 15,51-15,51

basile²a basile²an acc fem sg (die) K¨onigsherrschaft 1

kljronom’w kljronom¤sai inf ao a zu ¨ubertragen 2

qeÂv qeoÔ gen mas sg Gottes

oÐ oÐ parti nicht

dÒnamai dÒnatai 3 p sg ind pr dep m/pass durch sich selber imstande ist, 3

oÐd’ oÐd“ conj auch nicht

Á ¡ nom fem sg die

fqor‚ fqorƒ nom fem sg Verg¨anglichkeit 4

€fqars²a €fqars²an acc fem sg Unverg¨anglichkeit 5

kljronom’w kljronome´ 3 p sg ind pr a nimmt in Besitz. 6

Á t£n acc fem sg die

°doÒ °doÓ interj An dieser Stelle 7

must¢rion must¢rion acc neut sg a ein Mysterium 8

Ñme´v Ñm´n dat pl euch

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a must¢rion nom neut sg

1 od. (die) k¨onigliche Gestalt, Gewalt, W¨urde; Erkl.: Die sich uns in Jesus genahte K¨onigsherrschaft besteht aus lebendigen Geistwirkungen. Gott Selber wirkt Seine Werke in den daf¨ur empf¨anglichen Menschen aus. Der Einbruch Seiner K¨onigsherrschaft (auch Reich Gottes genannt) wirkt somit aller menschgemachten Religion diametral entgegen; ebenso jeder menschgewirkten oder geforderten Moral, Ethik, Sitte und dergleichen. Die wahre K¨onigsherrschaft Gottes meidet alles ” Angestrengte“, ” Menschversuchte“, weil sie sich nur auf den an Eigenkraft gebrochenen Menschen niederl¨asst. Die K¨onigsherrschaft Gottes ist eine von jedem menschlichen Machen v¨ollig unabh¨angig wirkende, ontische Kraft, Weisheit, Liebe usw. Daher verbreitet sich das Reich Gottes einzig durch jene Menschen, die Tr¨ager dieser ontischen Wirkkr¨afte sind – v¨ollig losgel¨ost von menschlichem Wollen oder der irdischen Wahrnehmung. 2 od. zu erben (oder vererben); Erkl.: So wie es auf der einen Seite unm¨oglich ist, durch fleischliche Anstren gungen Gottes Gegenwart in sich ” heranzubilden“, so unm¨oglich bleibt es auch, durch religi¨ose, sittliche oder ethisch moralische Anstrengungen die Gegenwart Gottes ¨uber diese Menschheit zu bringen. Die Tragik des Letzteren erscheint hier ungleich dramatischer. Denn weitere zweitausend Jahre seit Christus versuchten Religionen und moralische Aufr¨uster, mittels ihrer Bem¨uhungen und Rituale, mittels ihrer Ge bote und Aufrufe das Reich Gottes auf sich und diese Welt herabzubeschw¨oren. – Doch die wahre Erblinie verl¨auft einzig ¨uber solche Wesen, die vorab an sich selber zerbrochen sind. 3 od. durch sich selber vermag 4 od. Sterblichkeit 5 od. Unsterblichkeit 6 od. erh¨alt als Anteil, ererbt (oder vererbt) 7 od. Da! Hier! Seht hin! Siehe! 8 d.m. ein ” religi¨oses Geheimnis“, ein geheimgehaltenes Wissen, eine geheime Kenntnis von himmlischen Naturgesetzen usw.

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