I-VO-interlinear (Stand 19.12.2023)

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1. Korinther 15,52-15,52

…tomov €tÂmw% dat neut sg einem Atomo, 1

n n prpo zufolge 2

ñip¢ ñip¤$ dat fem sg (der) Wucht 3

ÀfqalmÂv ÀfqalmoÔ gen mas sg eines Lichtblickes 4

n n prpo w¨ahrend 5

Á t¤$ dat fem sg der

•scatov sc‚tj$ dat fem sg letzten

s‚lpigx s‚lpiggi dat fem sg Signalposaune;

salp²zw salp²sei 3 p sg ind fut a posaunen wird es

g‚r gƒr conj n¨amlich,

ka² ka³ conj und

Á o± nom mas pl die

nekrÂv nekro³ nom mas pl Toten

ge²rw gerq¢sontai 3 p pl ind fut pass werden auferweckt werden

1 Erkl.: Atomos bezeichnet zun¨achst einmal einen Zustand des Ungeschnittenseins – der Tod als ” Schnitter“ kam also gar nicht erst zum Zug. Man k¨onnte auch ¨ubersetzen ” in unabgeschnittenem Zustand“. Dann aber bezeichnet n €tÂmw% auch die Unteilbarkeit. Also nicht zu zerschneiden, nicht abzutrennen – winzig klein, aber unm¨oglich, es abzuschneiden. Dieser Terminus fordert dazu auf, sich selber als unzer trennbare Einheit mit Gott zu erkennen und sich auch so zu verhalten, um auf diesem Weg des Beharrens auf die Unteilbarkeit die ” Ganzheit“ zur¨uckzuerlangen (= Deduktion). Wir sollen bis zur Vollkommenheit Gottes verwandelt werden. So, wie Abraham Gott glaubte und so zu dem Christus-Samen gelangte, so auch wir; a. ¨U. in einem Nu. Unsere ¨Ubersetzung r¨at ab, sich auf ein Sekunden-Ereignis statt auf die beharr liche Unteilbarkeit als ” K¨orper Gottes“ (Leib Christi) auszurichten. Die Frucht statischer Erwartung f¨uhrte zu einer zweitausendj¨ahrigen Passivit¨at. Die st¨andig zunehmende Not sucht unser Verwandlungspotential zu wecken (Hebr. 12,27), ” ... damit die Unersch¨utterlichen zur¨uckbleiben.“ – Wer sich jetzt als unteilbarer Ausdruck Gottes fixiert, wird kraft Seines O enbarwerdens hinein in Ihn verwandelt. 2 od. infolge, vermittels, bei, unter 3 od. (der) Kraft, (dem) Schwung, (dem) Anflug 4 od. eines Augenaufschlages, eines Eindrucks geistigen Sehens, (der) Einsicht des geistigen Auges; a. ¨U. (des) Auges; Erkl.: Die vorliegende ¨Ubersetzung versucht, den Blick von einer zweitausendj¨ahrigen sta tischen ” Ho nung auf ein spontanes Sekunden-Ereignis“ weg auf die dynamisch sich ausgestaltenden ” Lichtblicke“ im Hier und Jetzt zu richten. Der Kontext von 2. Kor. 3,18 erm¨achtigt uns dazu: ” Wir alle schauen mit hinaufenth¨ulltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an (das ist der Lichtblick) und werden so (auf diese Weise) verwandelt werden.“ ¨Uberdies beweist nicht allein die Schrift, sondern allem voran die gesamte Menschheitsgeschichte, dass grosse und gewichtige Dinge noch nie das Produkt eines einzigen Augenblicks waren. Zwar gibt es diese Stelle von Henochs ” pl¨otzlicher“ Entr¨uckung, die gerne als Typus herangezogen wird (1. Mo. 5,22), allerdings unter Verkennung des vorangegangenen 300-j¨ahrigen Prozes ses, der zusammengefasst so lautet: ” Und Henoch wandelte mit Gott (w¨ortl.: ” hielt Schritt mit Gott“), und er war nicht mehr.“ (1. Mo. 5,24). Also erst nach 300-j¨ahriger ” Werdung in kleinen Schritten“ hat Gott ihn ” pl¨otzlich“ entr¨uckt. 5 od. infolge, kraft

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