I-VO-interlinear (Stand 19.12.2023)

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1. Korinther 15,56-15,57

k’ntron k’ntron nom/acc neut sg Stachelm¨achtige 1

Á tà nom/acc neut sg Das

d’ d“ parti n¨amlich

Á toÔ gen mas/neut sg des

56

mart²a mart²a nom fem sg Abirrung, 2

q‚natov qan‚tou gen mas sg Todes

Á ¡ nom fem sg (ist) die

Á ¡ nom fem sg die

d’ d“ parti aber

mart²a mart²av gen fem sg a Abirrung (ist) 3

dÒnamiv dÒnamiv nom fem sg einflussgebende Kraft

Á t¤v gen fem sg der

Á Á nom mas sg der

nÂmov nÂmov nom mas sg Gesetzesgebrauch; 4

Á tä% dat mas/neut sg dem

d’ d“ parti aber

qeÂv qeä% dat mas sg Gott (entspringt)

57

a mart²av acc fem pl 1 siehe vorherige Fussnote 2 od. Verfehlung, S¨unde, Vergehung 3 siehe vorherige Fussnote

4 Erkl.: Die Macht des Todes baut nicht auf dem Gesetz als solchem auf, sondern auf der Tatsache, wie der Mensch das Gesetz gebraucht (R¨om. 7,12). Die Bibel selbst bezeugt, dass selbst die vollkommenste Ein haltung des Gesetzes (aus welcher Quelle oder Religion auch immer) uns niemals unserer sch¨opferischen Bestimmung ” gerecht macht“. Um unsere ureigenste Bestimmung zu erlangen, ist Jesus Christus gekom men und hat uns ” als Menschensohn“ vorgelebt, wie das geht. Jesus strengte sich keinen Moment an, um irgendein ” Gesetz zu beachten“, denn Er kam, um das Gesetz zu erf¨ullen – d.m. zu vervollst¨andigen. Da mit ist aber in keinem Ansatz an Seine Bergpredigt zu denken, quasi als ” neutestamentliche Steigerung des AT-Gesetzes“, wie viele irrt¨umlich verbreiten. Mit der Bergpredigt – die ausschliesslich und unzwei deutig nur den an sich selbst Zerbrochenen galt (Mt. 5,2 ), gab Jesus einen Einblick, was durch den (ntl.) innewohnenden Vater ganz von selbst aus diesen Zerbrochenen ausfliesst, und zwar ohne auch nur die geringste Anstrengung. Der Grund: Weil alls¨amtliche ” vermeintlichen Forderungen“ der Bergpredigt gar keine Forderungen sind – sondern ureigenste Ausfl¨usse des neutestamentlichen Geistes und Wesens, ganz so, wie es aus Jesus m¨uhelos in allem ausfloss. Von innen und durch Gott Selber gewirkt, gelebt, bewegt und dadurch weit mehr als nur ” erf¨ullt“. Die g¨ottlichen Gesetze sind, bis zu ihrer h¨ochsten Stufe im Geist, vorgezeichnete Lebenseigenschaften, die ganz von selbst in all denen aufbrechen, die ” trotz Zerbruch der Eigenkraft“ in Gott bleiben. Weil sie dar¨uber nicht verzweifelt oder ” noch gesetzlicher“ geworden, sondern damit zu Gott Selber geflohen sind, brach ER SELBER als Quelle in ihnen drin auf. Und so sollte es sein – das war seit je das Ziel aller ” Gesetze“. Anstelle des althergebrachten Gesetzes-Gebrauchs, der immer nur Treiberstachel des Teufels und Todes sein konnte, begann Gott Selber – durch Christus in uns – Seine Vollkommenheit auszuleben (Mt. 5,48). Diese Wirklichkeit in vollendeter Gestalt als ” Sein K¨orper“ auszuleben, und zwar ganz von selbst, ist Ziel dieser irdischen Start-Phase menschlichen Werdens. Alles Vollendete fliesst frei aus – ganz von selbst, ganz ungezwungen, ohne es moralisch, ethisch religi¨os etc. fordern, erzwingen oder gar beschleunigen zu m¨ussen.

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